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Mi, 12:34 Uhr
07.01.2015

Herr J. will helfen und war im Rathaus

Heftig diskutiert werden in Nordhausen, vor allem aber im Rathaus dieser Stadt die Aussagen von Wacker-Präsident Nico Kleofas zu den Ambitionen des Vereins. Nun wollte ein Wacker-Fan ein Zeichen setzen und ging ins Rathaus...


Herr J. hatte eine Idee. Er wollte der klammen Kommune, also der Eigentümerin des AKS, einen Privatkredit in Höhe von 30.000 Euro anbieten. Damit sollte keine mobile, sondern eine stationäre Flutlichtanlage gekauft werden. Herr J. hatte ein entsprechendes Angebot im Internet gefunden.

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Zuerst soll Herr J. mit dem Oberbürgermeister gesprochen haben, der ihn wiederum an die zuständige Dezernentin Hannelore Haase verwies. Herr J. berichtete von einer Firma aus Dresden, die stationäre Anlagen ohne Betonsockel errichtet. Frau Haase habe geantwortet: "Junger Mann, alles gut und schön, aber bei einer stationären Anlage muss ein umfangreicher Blitzschutz mit verbaut werden. Und das kostet viel Geld."

All das erzählte der Wacker-Fan jetzt der nnz. Wir wiederum machten die Firma aus Sachsen ausfündig und erhielten dort kompetente Auskunft. Das Gespräch kurz zusammengefasst: Eine feste Anlage, abhängig von den Vor-Ort-Bedingungen, würde bei einer Lichtleistung von 400 Lux auf acht Masten rund 100.000 Euro kosten. Sollten 800 Lux notwendig sein, müsste noch einmal ein Drittel draufgepackt werden. Versichert wurde, das diese den Ansprüchen, die TV-Sender in der 3. Liga fordern, gerecht werde.

Davon allerdings hält die Eigentümerin des Albert-Kuntz-Sportparks, die Stadtverwaltung Nordhausen überhaupt nichts. Man schreibt der nnz auf eine entsprechende Anfrage: "Die Endergebnisse von Angebotseinholung und –sichtung für mobile Flutlichtanlagen werden spätestens am 30. März vorliegen und ausgewertet sein. Die Verwaltung hält nach wie vor eine mobile Flutlichtanlage für die optimale Variante, da auch seitens des NOVF von einer geringen Anzahl Abendspiele (maximal 3-4) ausgegangen wird."

Die Vereinsführung von Wacker Nordhausen wurde um eine Stellungnahme gebeten. Die hat der Verein laut Präsident Nico Kleofas bislang nicht abgegeben, auch weil über die Feiertage kaum jemand erreichbar gewesen sei. Allerdings hatte Kleofas seine Meinung zu einer mobilen Anlage bereits im Interview mit der nnz kund getan und unter anderem auf die schlechten Wegeverhältnisse innerhalb des AKS verwiesen. Bereits jetzt hätten die Busse der Gästemannschaften bei einem weichen Boden so ihre Probleme mit der Zufahrt.

Präsident Kleofas hofft nun darauf, dass es bald zu Gesprächen mit der Rathausspitze kommen wird. Seine volle Unterstützung hat den Nordhäusern indes DFB-Vizepräsident Rainer Milkoreit zugesagt. Auch würde er an einem solchen Gespräch im Rathaus teilnehmen, die Sicht des Deutschen Fußballverbandes darstellen sowie Hilfe und Unterstützung anbieten.

Nicht nur unter den Lesern der nnz macht sich die Meinung breit, dass die Nordhäuser Stadtverwaltung dieses Thema als unangenehm betrachtet und eher aussitzen will. Auch der Vorstoß der SPD-Stadtratsfraktion hinsichtlich einer Sondersitzung des Stadtrates zu Wacker wurde nach nnz-Informationen negativ beschieden. Dr. Klaus Zeh macht in seiner Antwort deutlich, dass die Neue Mitte GmbH nicht für den AKS zuständig sei und lässt jedoch ein Hintertürchen offen: Allerdings ist "eine Bewirtschaftung durch die Parkhaus- und Bädergesellschaft ... oder die Stadtwerke Nordhausen, Holding für Versorgung und Verkehr GmbH" möglich.

Ganz aufgeben will die Stadtverwaltung ihr Engagement für den AKS nun doch nicht. Sie ließ der nnz wissen: "Bis zum Beginn der neuen Regionalliga-Saison werden auch die übrigen vom NOFV genannten Voraussetzungen geschaffen sein." Das betrifft die Sicherheitszäune und die „Wellenbrecher".

Was aber wenn dann doch die 3. Liga winkt, auch wenn die Abgabe der Lizenzunterlagen gewiss einen sportlich-taktischen Wert hat? Und der Blick auf die heute aktualisierte Tabelle der Regionalliga zeigt, dass Wacker Nordhausen nicht mehr Zweiter, sondern plötzlich wieder Tabellenführer ist. Die Insolvenz des VFC Plauen und die damit verbundene Annullierung aller Spiele gegen den vogtländischen Verein machte das möglich. Jetzt "plötzlich" steht Wacker Nordhausen mit 30 Punkten an der Spitze, gefolgt von Zwickau (29) und Magdeburg (28)...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
abc123
07.01.2015, 12:58 Uhr
unfassbar
Das nimmt hier immer groteskere Züge an. Die Stadt ist pleite und Wacker bekommt schon mehr als genug finanzielle Mittel und Unterstützung. Der Verein oder die Fans sollten, salopp gesagt, einfach mal den Arsch hochbekommen und selbst etwas auf die Beine stellen. Stattdessen fordern Sie andauernd nur etwas von anderen. Bei anderen Vereinen werden auch Sachen vom Verein oder den Fans organisiert aber genau da zeigt sich das Problem bei Wacker. Die Wackerultras sind ein haufen spätpupertierender Kerle auf ziemlich tiefem Niveau. Viele alte Leute gehen seit Ewigkeiten zum Fussball, wollen nur unterhalten werden machen aber nichts für den Verein. Hinzu kommen Jugendliche die selbst bei Wacker spielen und eine nicht unerhebliche Menge an Eventfans.
-Insider-
07.01.2015, 13:29 Uhr
ja
ja...die gute SPD-Fraktion. 18 Jahre lang, hat sich diese Fraktion einen feuchten Kehricht um den FSV gekümmert. Nun nachdem sie nicht mehr in der Verantwortung steht und die Stadt finanziell heruntergewirtschaft hat, entdecken sie plötzlich wieder freude am heimischen Fussball. wie ich die politikerkaste hier in nordhausen verabscheue...
Flitzpiepe
07.01.2015, 13:50 Uhr
nein
Wenn schon dann bitte aber auf die gesamte Politikerkaste schimpfen!
Die CDU hat es sogar in den 18 Jahren, in denen sie nicht in der Verantwortung waren, geschafft, sich nicht für den FSV zu interessieren.
Und jetzt in der Verantwortung wird der AKS auch nur ausgesessen.
henyklein
07.01.2015, 13:52 Uhr
Verständnisproblem
Ich lese " .. einer geringen Anzahl Abendspiele (maximal 3-4) ausgegangen .. ". Jetzt mal ernsthaft, deswegen braucht man doch keine FLutlichtanlage anschaffen, spielt einfach bei Tage und gut ist. Ich baue doch auch kein Kino, nur weil ich 4-mal im Jahr eines besuche.

Henry
Flitzpiepe
07.01.2015, 14:06 Uhr
Was ist das denn für eine Logik?
Dann brauch die Wiedigsburghalle auch nicht saniert werden.
Für die paar wichtigen Sportveranstaltungen bringt der Verein den mobilen Bodenbelag mit. Und der Schulsport wird woanders veranstaltet.
Die Lizenz-Regeln für Regionalligisten macht doch ein Verein nicht selber.
NDHler
07.01.2015, 14:24 Uhr
Keinen Cent
wird es aus dem Rathaus geben solange dieser OB mit seinem Büroleiter (ein Wacker- und Kleofasgegner) im Amt ist! Wetten?!
Eine mobile Anlage, lächerlich! Nach dem Auf und wieder Abbau ist der Platz dann völlig im Eimer. Oder wird die Anlage mit Hubschraubern aufgestellt?! Die Stadt wird doch nur noch von inkompetenten Ahnungslosen regiert! Traurig ist das! Lasst uns noch ne Bibliothek bauen, auf geht’s!
andreas66
07.01.2015, 15:52 Uhr
Das wird...
doch nie was mit der Stadt und der Sanierung des AKS. Wenn das mit den Masten so ein Schnäppchen wäre, muss man kurzfristig reagieren. Wacker sei gut beraten, den AKS selbst zu übernehmen. Viele haben aber schon gewarnt, das dies mit Risiken verbunden ist. Was ist heute aber risikolos. Die Unionfans aus Berlin haben auch die Sanierung der Alten Försterei selbst gestemmt. Mit Spendenaktionen, tatkräftiges Unterstützen und Anpacken der Fans und anderer Fußballbegeisterter usw. Ich würde als erster mitspenden und anpacken. Ist das Stadion dann fertig, werden alle jetzigen Volksvertreter abgewählt. Auch würde ich denen ein Stadionverbot auf Lebenszeit aussprechen. Dann sind alle zufrieden und es herrscht Ruhe.
DerMeier
07.01.2015, 16:35 Uhr
Peinlich Peinlich...
Die Oberhäupter sind einfach nur noch eine Schande für die Stadt. Die Mannschaft ist Tabellenführer der Regionalliga. Das Präsidium und die Sponsoren leisten eine unglaubliche Arbeit. Hunderte Kinder dieser Region treffen sich Tag für Tag und wollen im AKS trainieren.

Und was macht die Stadt? Sie sitzen weiterhin in ihrem Büro, sitzen das Thema aus und hoffen, dass Wacker verliert. Eine Schande!! Schämen Sie sich!!

Ich bin mal auf die Reaktionen gespannt, falls Wacker am Ende der Saison oben stehen sollte und die Relegation gewinnt. Können wir dann wegen dem AKS nicht aufsteigen, Prost Mahlzeit. Dann entsteht richtig Stimmung.....
murmeltier
07.01.2015, 19:48 Uhr
So ist das
Die Leute die im Rathaus über Zuschuesse entscheiden dürfen haben natürlich bestimmte Faible, wie jeder Mensch. Das ist sicherlich so. Der eine fördert besonders Kunst und Kultur ein anderer bestimmte Sportarten. Ich finde es von einigen Kommentatoren auch nicht hilfreich wenn sie vorschlagen, der Verein sollte den AKS erwerben und Sponsoren für die Herrichtung des AKS suchen .

Das ist unfair. Dann könnte auch vom Theater Nordhausen verlangt werden, wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen zu arbeiten. Dann könnte die Stadt ein paar Millionen, vielleicht sind es 3 Millionen, im Jahr sparen. Unberücksichtigt der enorme Zuschuss vom Land. Die Flohburg, das Kunsthaus, der Tabakspeicher und und und...verschlingen Millionen. Von wie viel Menschen werden diese Angebote genutzt? ??? Und die Bibliothek?

Wie lange geht diese Diskussion um den AKS denn schon? Sind es 6 Monate oder länger? Dieses nicht Entscheiden zerrt zusätzlich an den Nerven. Aber dieses Symptom scheint im Rathaus symptomatisch zu sein...
andreas66
07.01.2015, 20:20 Uhr
@murmeltier,
haben wir nun Marktwirtschaft oder nicht. Hier geht es um die zweite Fußballkraft in Thüringen, was Wacker nun zweifelsfrei ist. Flohburg, Tabakspeicher und Theater müssen sein. Das Theater ist auch regional übergreifend.

Aber keiner macht das beschauliche Nordhausen so bekannt wie der ortsansässige Wacker Nordhausen. Da wird jede Woche im Fernsehen bekannt gegeben, das es Nordhausen im Norden von Thüringen überhaupt gibt. Kann es denn eine bessere Werbung geben? Also Augen auf!!!
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