Mi, 11:36 Uhr
07.01.2015
Goya, Dalí und noch mehr Kunst
Im Kunsthaus Meyenburg werden auch im Jahr 2015 wieder interessante und abwechslungsreiche Ausstellungen angeboten. Highlight wird die Werkschau großer Künstler wie Goya und Dali sein. Aber auch die lokalen Kunstgrößen finden 2015 ihren Platz...
Begonnen wird das neue Ausstellungsjahr am 7. Februar mit einer Ausstellung mit Werken von Günter Groh.
Diese Ausstellung, die anlässlich seines 90. Geburtstages des bekannten Nordhäuser Künstlers und Kunsterziehers stattfindet, präsentiert nicht nur einen interessanten Querschnitt seiner Arbeiten, sondern auch die Arbeiten seiner Frau Eva Groh, die als Buchillustratorin sehr bekannt war, sowie seines Sohnes Rainer Groh, der als Professor für Mediengestaltung an der TU in Dresden tätig ist.
Vom 11. April bis 21. Juni widmet sich die Sonderausstellung Ein Leben für die Kunst dem umfangreichen künstlerischen Schaffen von Ilsetraut Glock. Die gebürtige Nordhäuser Künstlerin wäre am 8. April 2015 100 Jahre alt geworden. Sie verstarb vor zwei Jahren in Bonn. Ilsetraut Glock ist in Nordhausen nicht nur als Künstlerin bekannt, sondern vor allem als Kunstmäzenin, denn sie vermachte dem Kunsthaus Meyenburg eine über 700 Werke umfassende Sammlung namhafter Künstler, wie William Hogarth, Joan Miró, Horst Janssen und Ernst Barlach.
Günter Groh beging vor 10 Jahren seinen 80. Geburtstag ebenfalls im Kunsthaus und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Nordhausen ein. (Foto: Ilona Bergmann)
Günter Groh beging vor 10 Jahren seinen 80. Geburtstag ebenfalls im Kunsthaus und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Nordhausen ein.
Nach Werkschauen zu Pablo Picasso und Joan Miró sowie dem Zyklus zu Dantes Göttlicher Komödie von Salvatore Dalí wird sich das Kunsthaus Meyenburg im Sommer 2015 wieder der spanischen Kunst widmen. Dieses Mal mit einer Doppelausstellung zu Francisco de Goya und Salvatore Dalí. Für viele Künstler in Spanien und Europa ist die Beschäftigung mit Goyas Erbe auch heute noch eine interessante Herausforderung. Jedoch empfinden viele Betrachter Dalís Umgang mit Goyas Hinterlassenschaft fast als Sakrileg. Dabei haben Dalís Metamorphosen zu den Caprichos eine ganz eigene Aussage. Als Goya gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine Folge von 80 Radierungen unter diesem Titel schuf, berührte er damit zeit- und gesellschaftskritische Themen. Salvatore Dalí hat sich bewusst diese Blätter zur Nachbearbeitung ausgewählt, nicht zuletzt wegen ihrer anhaltenden Aktualität. Dalí Les Caprices de Goya de Dalì sind eine Hommage an den großen Vorgänger. Er vollendete sie im Alter von 73 Jahren, als letzte große grafische Folge.
In den Arbeiten beider Künstler erkennt man die Auseinandersetzung mit dem Hintergründigen der Gesellschaft, mit den Missständen und Bosheiten der Menschen. Die Ausstellung bietet – durch die direkte Gegenüberstellung der Werke – die Möglichkeit, das Anliegen beider Künstler intensiv zu betrachten. Damit bekommen die Besucher die einmalige Möglichkeit, die Kunst der beiden großen spanischen Künstler Francisco Goya und Salvatore Dalí auf engem Raum beieinander in einer Ausstellung zu sehen und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu ergründen. Die Ausstellung präsentiert die kompletten Radierzyklen von Goya und Dalí und dazu auch inhaltliche Erläuterungen.
Im Oktober wird dann zum 9. Mal der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung vergeben. Dazu wird vom 11. Oktober bis zum 15. November eine Ausstellung mit den Werken des Preisträgers und der 10 besten Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung ist übrigens der einzige Grafikpreis in Thüringen, an dem sich Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland beteiligen können.
Zum Jahresausklang werden ab 21. November unter dem Titel Out of the White / On the Beach faszinierende Fotographien von Tilmann Graner gezeigt. Der Musiker und Fotograph ist in der Kunstszene sowohl für seine eindrucksvollen Ballettfotos bekannt, aber auch seine stillen, oft menschenleeren Landschaftsbilder ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann.
Das Kunsthaus Meyenburg hat von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis beträgt 5 €, ermäßigt 3 €. Für Kinder bis 16 Jahren ist der Eintritt frei.
Autor: redBegonnen wird das neue Ausstellungsjahr am 7. Februar mit einer Ausstellung mit Werken von Günter Groh.
Diese Ausstellung, die anlässlich seines 90. Geburtstages des bekannten Nordhäuser Künstlers und Kunsterziehers stattfindet, präsentiert nicht nur einen interessanten Querschnitt seiner Arbeiten, sondern auch die Arbeiten seiner Frau Eva Groh, die als Buchillustratorin sehr bekannt war, sowie seines Sohnes Rainer Groh, der als Professor für Mediengestaltung an der TU in Dresden tätig ist.
Vom 11. April bis 21. Juni widmet sich die Sonderausstellung Ein Leben für die Kunst dem umfangreichen künstlerischen Schaffen von Ilsetraut Glock. Die gebürtige Nordhäuser Künstlerin wäre am 8. April 2015 100 Jahre alt geworden. Sie verstarb vor zwei Jahren in Bonn. Ilsetraut Glock ist in Nordhausen nicht nur als Künstlerin bekannt, sondern vor allem als Kunstmäzenin, denn sie vermachte dem Kunsthaus Meyenburg eine über 700 Werke umfassende Sammlung namhafter Künstler, wie William Hogarth, Joan Miró, Horst Janssen und Ernst Barlach.
Günter Groh beging vor 10 Jahren seinen 80. Geburtstag ebenfalls im Kunsthaus und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Nordhausen ein. (Foto: Ilona Bergmann)
Günter Groh beging vor 10 Jahren seinen 80. Geburtstag ebenfalls im Kunsthaus und trug sich ins Ehrenbuch der Stadt Nordhausen ein.
Nach Werkschauen zu Pablo Picasso und Joan Miró sowie dem Zyklus zu Dantes Göttlicher Komödie von Salvatore Dalí wird sich das Kunsthaus Meyenburg im Sommer 2015 wieder der spanischen Kunst widmen. Dieses Mal mit einer Doppelausstellung zu Francisco de Goya und Salvatore Dalí. Für viele Künstler in Spanien und Europa ist die Beschäftigung mit Goyas Erbe auch heute noch eine interessante Herausforderung. Jedoch empfinden viele Betrachter Dalís Umgang mit Goyas Hinterlassenschaft fast als Sakrileg. Dabei haben Dalís Metamorphosen zu den Caprichos eine ganz eigene Aussage. Als Goya gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine Folge von 80 Radierungen unter diesem Titel schuf, berührte er damit zeit- und gesellschaftskritische Themen. Salvatore Dalí hat sich bewusst diese Blätter zur Nachbearbeitung ausgewählt, nicht zuletzt wegen ihrer anhaltenden Aktualität. Dalí Les Caprices de Goya de Dalì sind eine Hommage an den großen Vorgänger. Er vollendete sie im Alter von 73 Jahren, als letzte große grafische Folge.
In den Arbeiten beider Künstler erkennt man die Auseinandersetzung mit dem Hintergründigen der Gesellschaft, mit den Missständen und Bosheiten der Menschen. Die Ausstellung bietet – durch die direkte Gegenüberstellung der Werke – die Möglichkeit, das Anliegen beider Künstler intensiv zu betrachten. Damit bekommen die Besucher die einmalige Möglichkeit, die Kunst der beiden großen spanischen Künstler Francisco Goya und Salvatore Dalí auf engem Raum beieinander in einer Ausstellung zu sehen und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu ergründen. Die Ausstellung präsentiert die kompletten Radierzyklen von Goya und Dalí und dazu auch inhaltliche Erläuterungen.
Im Oktober wird dann zum 9. Mal der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung vergeben. Dazu wird vom 11. Oktober bis zum 15. November eine Ausstellung mit den Werken des Preisträgers und der 10 besten Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut Glock-Grabe Stiftung ist übrigens der einzige Grafikpreis in Thüringen, an dem sich Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland beteiligen können.
Zum Jahresausklang werden ab 21. November unter dem Titel Out of the White / On the Beach faszinierende Fotographien von Tilmann Graner gezeigt. Der Musiker und Fotograph ist in der Kunstszene sowohl für seine eindrucksvollen Ballettfotos bekannt, aber auch seine stillen, oft menschenleeren Landschaftsbilder ziehen den Betrachter sofort in ihren Bann.
Das Kunsthaus Meyenburg hat von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis beträgt 5 €, ermäßigt 3 €. Für Kinder bis 16 Jahren ist der Eintritt frei.

