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Fr, 12:58 Uhr
14.05.2004

nnz-Forum: Freiwilligenbörsen

Nordhausen (nnz). Viele Menschen – es soll sie noch geben - würden in ihrer Freizeit gern etwas für die Gemeinschaft tun. Mit so genannten Freiwilligen-Börsen setzt sich im nnz-Forum Prof. Manfred Baumann auseinander.


Künftig wird kommunal anzustreben sein, die Bereitschaft der Bürger zu ehrenamtlicher Arbeit in den Städten und Gemeinden noch stärker zu fördern. Bei einem Besuch in Sachsen fand ich eine Zeitungsnotiz, in der eine “Freiwilligenagentur” ihre Ziele propagierte. Sie vermittelt Bürgerrinnen und Bürger, die dazu bereit sind, in ehrenamtliche Tätigkeiten. Da mir sofort bewußt war, dass so etwas auch für Nordhausen gut wäre, suchte ich nach weiteren Informationen und mußte erkennen, dass sich schon in vielen Städten Börsen, Agenturen oder Zentren für Ehrenamtliche oder Freiwillige gebildet haben.

Sie verfolgen alle das Ziel, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern, indem Interessenten mit entsprechenden Institutionen zusammengebracht werden. Es existiert auch schon eine Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). 2001 war ein “Internationales Jahr des Bürgerschaftlichen Engagements“, das zur Bildung vieler Freiwilligenbörsen führte.

Die Freiwilligenagenturen übernehmen allgemein mehrere Aufgaben. So die Vermittlung ehrenamtlicher Aufgaben. Sie dienen als Anlaufstelle für Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten wollen und Kontaktstelle für Menschen, die ehrenamtliche Hilfe suchen. Mitunter übernehmen sie auch die Begleitung der Freiwilligen zur Arbeitsstelle. Weiterhin initiieren sie selbst ehrenamtliche Projekte; das heißt, sie beraten gemeinnützige Organisationen, Verbände, Vereine und Institutionen über mögliche Aufgabenbereiche und Organisationsformen für Freiwilligenarbeit.

Schließlich setzen sie sich für die öffentliche Anerkennung der Freiwilligenarbeit ein. Als Einsatzbereiche werden nachbarschaftliche Hilfe, soziale und gesundheitliche Dienste, Arbeit in Kultureinrichtungen, Sportvereinen und beim Umweltschutz genannt. Die Anerkennung der Freiwilligenarbeit erfolgt durch Ehrungen, öffentliche Anerkennungen, Vergünstigungen (ähnlich Nordhausen-Pass), Zahlung einer Aufwandsentschädigung (etwa, wenn dadurch Personal eingespart werden kann). Als ich in Nordhausen diese Möglichkeit zur Sprache brachte, mußte ich feststellen, dass es beim Horizont-Verein schon eine ähnliche Vermittlungsstelle gibt, die ehrenamtliche Helfer für die Landesgartenschau, für die Bibliothek und Museen gewonnen hat.

Meines Erachtens wird diese Leistung jedoch viel zu wenig bekannt gemacht. Interesse an ehrenamtlicher Arbeit besteht bei vielen Bürgerinnen und Bürgern. Sie benötigen aber genauere Orientierungen und Starthilfen. Möglichkeiten zu ehrenamtlicher Arbeit müssten zum Beispiel konkret öffentlich angeboten werden, dann werden sie auch angenommen.
Manfred Baumann, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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