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Mo, 13:29 Uhr
15.12.2014

Tasso fordert Wildtierverbot im Zirkus

In zahlreichen europäischen Ländern, wie beispielsweise Belgien, Griechenland und Österreich besteht ein generelles Verbot, Wildtiere in Zirkussen mitzuführen. Aktuell hat die niederländische Regierung ein Verbot von Wildtieren im Zirkus beschlossen...


Die Tierschutzorganisation TASSO nimmt dies zum Anlass, um erneut ein entsprechendes Verbot auch für Deutschland zu fordern.

„Eine art- und verhaltensgerechte Haltung von Wildtieren ist in fahrenden Zirkusunternehmen nahezu unmöglich. Die Tiere leiden unter den häufigen Standortwechseln, zu kleinen Gehegen, oftmals nicht arttypischem Futter oder Verhaltensstörungen“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland von TASSO.

„Selbst wenn Verstöße und die laut Tierschutzgesetz erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden des Tieres festgestellt werden, sind aufgrund fehlender Auffangstationen die Veterinärbehörden in Deutschland kaum in der Lage, tierschutzwidrig gehaltene Zirkustiere sicherzustellen. Darüber hinaus verursachen ausgebrochene Wildtiere immer wieder gefährliche Zwischenfälle.“

„Bereits 2003 und zuletzt 2011 hat der Deutsche Bundesrat ein Verbot des Mitführens von Wildtieren im Zirkus gefordert, die Bundestierärztekammer fordert seit 2010 ein entsprechendes Verbot“, erläutert Mike Ruckelshaus weiter. „Angesichts der Tatsache, dass immer mehr EU-Länder die Haltung von Wildtieren im Zirkus verbieten oder sogar bereits verboten haben und der Wildtierschutz nach dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD verbessert werden soll, fordert TASSO die Bundesregierung auf, das Leiden der Tiere in den Zirkussen endlich zu beenden und ebenfalls ein Verbot zu erlassen.“
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