eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 06:39 Uhr
08.12.2014

Gipsabbau - was es für Kommunen bedeutet

Um 9 Uhr wird es im Lesesaal des Bürgerhauses eine Strategegieberatung geben, wie gegen einen weitere Abbau von Rohstoffen in der Rüdigsdorfer Schweiz vorgegangen werden kann. Im Vorfeld stellt die Bürgerinitiative ihre Position zu den Auswirkungen eines künftigen Abbaus dar...


Die Probebohrungen am Winkelberg, gegen welche die Stadt Nordhausen in aller Stille ihren Widerstand aufgegeben hat, werden dramatische Auswirkungen haben.

Anzeige Refinery (lang)
Ihrem Ziel, am Winkelberg in den nächsten 50 Jahren Gips abzubauen ist die Firma Casea damit ein großes Stück näher gekommen. Die Firma Casea wird auf den 18 ha, die nicht Naturschutz- sondern nur FFH-Gebiet sind, einfach die "Salamitaktik" anwenden, Umweltverträglichkeitsprüfungen einfach umgehen und Stück für Stück ihre Hauptbetriebspläne fortschreiben bis der Winkelberg weg ist.

Die Einspruchsmöglichkeiten von Verbänden und Interessensgruppen sind in Thüringen nicht zuletzt dank des Wirkens unseres Ex-Wirtschafts- und Umweltministers erfolgreich beschnitten worden. Für die umliegenden Gemeinden hat das erhebliche Auswirkungen. Wenn von den erwarteten 5 Millionen Tonnen Gips jährlich 70000 Tonnen abgebaut werden, müssen diese auf 25-Tonnen-Lkw nach Ellrich gefahren werden. Jeder Anwohner der Gemeinden kann sich ausmalen was das für die Gemeinden bedeutet.

Liebe Nordhäuser, schauen Sie auf die Karte und Sie werden sehen, dass Sie sich statt Harzrigi oder Rüdigsdorf einen neuen Ort für einen Sonntagsspaziergang suchen müssen. Die Petersdorfer (womöglich nicht einmal die Rüdigsdorfer!) werden sich auf eine hässliche Narbe vor ihrer Haustür freuen, vom Schwerverkehr ganz zu schweigen. Der Heilklimatische Kurort in Spe Neustadt darf sich ebenfalls auf diesen Schwerverkehr und die damit vorhandene Lärm- und Staubbelastung freuen!

Zudem ist der Kampf gegen den Abbau im Bergwerksfeld Günzdorf auch noch nicht beendet, da hier derzeit ebenfalls Aktivitäten laufen, von denen die Öffentlichkeit nichts mitbekommt. Ja, liebe Niedersachswerfer und in Ihrer Gemeinde wird sich der Schwerverkehr vom Winkelberg, von Günzdorf mit dem der Grauwacketransporte mischen. Viel Spass!

Schauen Sie nach Walkenried, dort wird der Röseberg in unmittelbarer Ortsnähe abgetragen, weil die Bürger geschlafen haben. Hier in Nordhausen sind die Weichen für die Biogasanlage viel früher gestellt worden. Die Anwohner sind erst aktiv geworden als es für sie zu spät war.

Es geht nicht um Rüdigsdorf! Es geht um unsere gesamte Region! Wir rufen die Nordhäuser und die Bürger der Gemeinden Petersdorf, Buchholz, Neustadt und Niedersachswerfen auf, sich zu engagieren bevor es zu spät ist. Notfalls mit zivilem Ungehorsam vor Ort.

Konkret bedeutet das, dass die Aufsuchungsbohrungen am Winkelberg verhindert werden müssen. Nicht durch die Rüdigsdorfer sondern durch alle!
Dr. Christian Marx, Nordhausen - Für die Bürgerinitiative
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)