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Fr, 09:16 Uhr
28.11.2014

Es wird geprüft, geprüft und geprüft...

Unsere derzeitige Landrätin Birgit Keller (LINKE) wird seit einige Wochen als aussichtsreiche Kandidatin für ein höheres Amt in der kommenden Landesregierung gehandelt. Wie aber geht es im Landkreis weiter. Die nnz stieß auf einige Kuriositäten...


In Tagen wie diese wird in der politischen Sphäre viel gemunkelt, verhandelt, gesprochen, geschwiegen. Und doch machte Ende vergangener Woche in der Nordhäuser Region ein Gerücht die Runde, wonach in der Führungsebene des Landratsamtes in Nordhausen über die Zeit nach Birgit Keller nachgedacht wird. Auch Frau Keller selbst soll mit nachdenken.

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Gesucht wird nach nnz-Informationen nach einer Möglichkeit, dass die Landrätin ihr Amt in Nordhausen im Fall einer ministeriellen Anstellung ruhen lässt. Statt dessen soll der Landkreis von den beiden Beigeordneten (Krauth und Nüßle) regiert werden. Die einen sprechen von einer vernünftigen Variante, die Geld spart, die anderen vom Offenhalten einer Hintertür für den Fall, dass Rot-Rot-Grün in Erfurt nicht lange überleben könnte.

Was macht ein Redakteur also, wenn er ein solches Gerücht vernimmt? Er fragt nach. Das haben wir am Montagvormittag dieser Woche offiziell getan. Die Pressestelle des Nordhäuser Landratsamtes, sonst immer sehr schnell, exakt und fleißig, vermeldete am Dienstag: Das wird in unserem Hause geprüft. Am Mittwoch: Das müsse auch in Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt geprüft werden. Am Donnerstag: Wir prüfen immer noch und bitten um Verständnis, dass es etwas länger dauert.

Komisch, dabei hätte ein einziger Satz der Landrätin, die seit gestern auf Dienstreise ist, für Klärung gesorgt. Zum Beispiel: "Das ist ein Gerücht, das nicht kommentiert wird", zum Beispiel oder: "Da ist nichts dran!"

Nein, es wird sich ausgeschwiegen und einige der Anwärter, die für eine eventuelle Nachfolgeschaft in Position bringen möchten, die werden langsam aber sicher unruhig. Das ist also heute, 9.30 Uhr, der Sachstand. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Und: es bleibt merkwürdig und hinterlässt eine faden Beigeschmack.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
murmeltier
28.11.2014, 15:36 Uhr
Unglaublich
Was gibt es nichts alles bei Wahl (Beamten)? Mann kann sich zwei schön dotierte Pöstchen sichern. Wer bezahlt denn die ganze Prüferei? Der Steuerzahler. Da kann man natürlich prüfen lasse ohne Ende. Im Kreistag sollte mal nachgefragt werden, was das alles kostet. Diese Prüferei dient persönlichen Interessen und müsste vom Betreffenden SELBST bezahlt werden.
YasminK
28.11.2014, 21:02 Uhr
Im Landratsamt prüft man wieder Unsinn
Herr Greiner, Sie glauben doch nicht im Ernst, dass es möglich ist, das Amt als Landrat ruhen zu lassen für die Zeit eines Ministeramtes? So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört!Past aber zum Landratsamt und zu dem Blödsinn, der da laufend verzappt wird.Einfach nur peinlich!
Gudrun1974
29.11.2014, 09:56 Uhr
Wie kommt Frau Keller nach Erfurt? Mit ihrem weißen Dienstwagen?
Kleine Frage nebenbei: Auf Fernsehbildern von Frau Keller in Erfurt anlässlich der Koalitionsverhandlungen konnte man auch den weißen BMW sehen.

Fährt Madame Landrätin auf meine Kosten zu den Koalitionsverhandlungen ihrer Partei mit dem Dienstwagen des Landratsamtes?
Paulinchen
29.11.2014, 14:06 Uhr
So eine Politikerin ist doch zu ersetzen!
Was passiert in der Tat, wenn Frau Keller (Beamtin) Nordhausen verlässt, sie hinterlässt eine Lücke.

Diese wiederum, wird durch das sich gebildete "große" Loch gänzlich ausgefüllt. Somit ist kein Verlust mehr zu beklagen. Nur so, haben wir Steuerzahler an der richtigen Stelle gespart!
Harzer Grubengeist
29.11.2014, 14:21 Uhr
Landratsamt prüft dias ernsthaft?
Huiuiui... was muss ich denn da lesen, Hr. Greiner...

Das Landratsamt prüft das ernsthaft? Falls ja, ist YasminK und den von ihr verwendeten "Sinn"-Begriffen zuzustimmen!
Können Sie schon über mehr berichten, Hr. Greiner?

Ihr
Harzer Grubengeist
Eckenblitz
29.11.2014, 19:04 Uhr
Marx und Lenin
ich selber glaube auch, dass sich die lr ein hintertürchen offen halten möchte. wie man so hört, soll sie ja einen posten in der staatskanzlei übernehmen, oder? aber bei einem job in der kanzlei muss man schon ein gewisses fachwissen haben, mit marxismus-leninismus kommt man dort nicht sehr weit.oder bekommt sie dort einen posten bei dem man keinen schaden anrichten kann?

von der freien wirtschaft hat die lr wenig ahnung, da schauen sie sich einmal ihren wertegang an, mehr muss man da nicht sagen, oder?
Mister X
29.11.2014, 19:19 Uhr
Angst
Statt dessen soll der Landkreis von den beiden Beigeordneten (Krauth und Nüßle) regiert werden.
Diese Angelegenheit zeigt sehr deutlich welche Angst Politiker/innen vor Wahlen haben. Bevor man Neuwahlen ansetzt, geht man lieber faule Kompromisse ein. Vor allem bessert dies ja auch die Altersvorsorge der beiden erheblich auf.

Noch einen Vorteil hat diese Variante, man findet dann überhaupt keinen Verantwortlichen mehr. Man weiterhin Steuergelder verbrennen, der Bürger bezahlt es ja. Da muss man sich schon fragen, ob die Kreistagsmitglieder im Privatleben auch so viel Mist verzapfen?
Till Probst
29.11.2014, 20:44 Uhr
Ministerin Keller mit SED-Vergangenheit?
Eine Frau, die zu DDR-Zeiten Gesellschaftswissenschaften, also Marxismus/Leninismus studiert hat, die in der FDJ-Kreisleitung und in der SED-Kreisleitung tätig war, ausgerechnet eine solche Person soll das größte Ministerium in einer künftigen Thüringer Landesregierung übernehmen?

Wahrscheinlich schwant ihr schon, dass von den Grünen oder der SPD irgendjemand hinter diese ultrarote Biografie kommt und feststellt, dass sich das mit dem Bekenntnis zum Unrechtsstaat DDR im Koaltionsvertrag nicht vereinbaren lässt. Denn so ganz geht das in Sachen Glaubwürdigkeit nicht zusammen, auf der einen Seite die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen und auf der anderen Seite eine langgediente SED-Funktionärin, die in machtvoller Stellung maßgebliche idelogische Unterstützung für den Unrechtsstaat leistete, in ein Ministeramt zu hiefen. Sollte es in der rot-rot-grünen Regierung zu Meinungsverschiedenheiten kommen, wird sie als Erste ihren Hut nehmen müssen. Und zu Meinungsverschiedenheiten wird es kommen, denn Der Spiegel hat die Biografie auch schon bemerkt.
-Insider-
30.11.2014, 00:33 Uhr
ich
beschreib es mal knackig mit einem wort:

Krank!
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