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Do, 10:17 Uhr
20.11.2014

Der Tod in Thüringen

Ein Tod ist eine Tragödie, viele Tode sind Statistik - alles lässt sich in Zahlen ausdrücken, auch das Ende des Lebens. Mit der Mathematik hinter der Tragödie beschäftigen sich heute die Statistiker aus Erfurt...

Im Jahr 2013 verstarben 27.593 Thüringer Bürger, davon 13.341 Männer und 14.252 Frauen. Das waren 452 Personen bzw. 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 77,5 Jahre (2012: 76,9 Jahre). Die Thüringer Männer verstarben im Durchschnitt mit 73,6 Jahren, die Frauen mit 81,1 Jahren (2012: 72,9 bzw. 80,7 Jahre).

Die häufigste Todesursache stellte im Jahr 2013 eine Herz-Kreislauferkrankung dar. Damit ließen sich 42,5 Prozent aller Todesfälle auf diese Erkrankung zurückführen (11.737 Fälle). Stündlich erlagen durchschnittlich 1,3 Einwohner Thüringens dieser Todesursache. Dabei waren Frauen hiervon häufiger betroffen als Männer. Ihr Anteil betrug 47,5 Prozent, jener der Männer dagegen lag wie im Jahr 2012 bei 37,3 Prozent. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen. 10.351 Personen bzw. 88,2 Prozent waren 70 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter bei diesem Krankheitsbild betrug 81,4 Jahre.

Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer Kreislauferkrankung im Alter von 77,2 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich ein Alter von 84,5 Jahren.
Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2013 war mit 6709Fällen bzw. einem Anteil von 24,3 Prozent eine Neubildung, darunter erlagen 6.536 Thüringer bzw. 23,7 Prozent aller Gestorbenen einem bösartigen Tumorleiden. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil der an Neubildungen Gestorbenen an den Sterbefällen insgesamt 24,9 Prozent, der an bösartigen Neubildungen 24,2 Prozent. Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 5 741 Personen bzw. 85,6 Prozent 60 Jahre und älter.

Das mittlere Sterbealter betrug im Durchschnitt 73,1 Jahre.
Die Zahl der Sterbefälle infolge von Krankheiten des Atmungssystems ist im Jahr 2013 um 5,9 Prozent auf 1 931 Fälle gestiegen. In weiteren 1 295 Fällen bzw. bei 4,7 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nichtnatürlicher Tod) zum Tode. Im Jahr 2012 betrug der Anteil 4,9 Prozent (1 343 Fälle). Dabei waren Männer mit einem Anteil von 5,9 Prozent an allen Todesursachen häufiger betroffen als Frauen (3,6 Prozent).
Autor: red

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