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Fr, 07:00 Uhr
21.11.2014

Lichtblick: Tage mit Sturm und Regen

Musik ist etwas ganz besonderes für unser Leben. Sie erreicht unser Herz, berührt uns tiefer, als wir ahnen. Musik kann heilen und trösten. Wenn Musik verbunden ist mit einem guten Text, dann kann ein Lied ein Lichtblick werden in dunkler Zeit. Gerade im grauen November...


Als ich vor kurzem wegen einiger schwieriger Fragen ins Grübeln kam, fiel mir ein Lied ein, dass ich seit vielen Jahren kenne und gerne gesungen habe. Es stammt von den Liedermachern Andreas Malessa und Arno Backhaus. Es passt vom Text und von der Melodie her in den Herbst:

029
1. Tage mit Sturm und Regen, die Nächte werden
kalt. In einem Hauch von Wehmut fühl ich mich arm und
alt. Jahre voll Glück und Lachen blasse Erinnerung. Steh
vor den Trümmern eines Traums, und Trauer lähmt den
Schwung.

2. Raureif liegt auf den Wäldern, und Wolken ziehen
durch das Tal. Blumen des Sommers welken, und der Apfelbaum steht kahl. Ich spür den Arm um meine Schulter, hör,
wie mein Vater spricht: „Du hast mich oft gefragt: „Warum?!“,
doch du verstehst die Antwort nicht.

3. Ich weiß um Sturm und Regen, kenne die kalte
Nacht. Ich sehe deine Tränen und was dich traurig macht.
Ich gab dir Glück und Lachen, ich war dein neues Lied.
Doch heil ist der, der mir vertraut, auch wenn er vieles
noch nicht sieht.“

Der Trost in diesem Lied besteht darin: Gott, der Vater ist uns nahe. ER beantwortet nicht alle Fragen nach dem „Warum?!“, die wir so oft stellen. Aber ER legt den Arm um uns. ER ist in Jesus einer von uns geworden, der aus eigener menschlicher Erfahrung weiß, wie es um uns steht, wie wir uns fühlen. Der Prophet Jesaja sagt über IHN: „ER trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.“ Darum kann ER mit den Worten dieses Liedes tröstend unser Herz berühren: „Ich weiß um Sturm und Regen, kenne die kalte Nacht. Ich sehe deine Tränen und was dich traurig macht. Ich gab dir Glück und Lachen, ich war dein neues Lied.“

Trauer und Glück, Frust und Freude, Erfolg und Scheitern sind IHM bekannt. Und zwar in ihrer ganzen tragischen Tiefe, die sie haben können. Wie gesagt: ER erklärt uns nicht alles. Aber ER verspricht: „ICH BIN DA!“ Das ist die tiefste Bedeutung des Namens Gottes im ersten Teil der Bibel, im Alten Testament. Und ER lädt ein, Heil und Trost zu finden, indem wir IHM Schritt für Schritt erlauben, mit uns zu gehen. Indem wir IHM vertrauen, auch wenn es uns schwer fällt, seinen Arm im Trotz nicht von unserer Schulter zu schlagen.

Sein Versprechen gilt: „Doch heil ist der, der mir vertraut, auch wenn er vieles noch nicht sieht.“ Vielleicht finden Sie ja einen Bekannten, der Ihnen dieses Lied von der CD „Die Platte“ vorspielt. Aber selbst wenn Sie die Melodie nicht hören können: Lesen Sie in aller Ruhe dieses Lied immer mal durch. Versuchen Sie, sich vorzustellen, es geht um Sie und Gott in diesem Lied. Legen Sie Ihre Zweifel, Ihre Fragen an das Leben, Ihre geplatzten Träume hinein. Und dann lesen Sie, was Gott durch dieses Lied zu Ihnen sagt. Und versuchten Sie es, IHM zu antworten so wie Ihnen zumute ist. Sie werden erfahren: Es ist nicht umsonst. Es kann Sie tief berühren.
Pfarrer Reinhard Süpke
Autor: red

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