Mi, 20:24 Uhr
05.11.2014
Demokratie ist Bunt
In Nordhausen wird viel getan, von dem man nicht immer hört. Viele Projekte zur Förderung von Toleranz, Demokratie und Vielfalt hat es gegeben, über einige haben wir berichtet, andere waren im Stillen erfolgreich. Das Programm, dass die Projekte ermöglichte, soll fortgeführt werden. Heute gab es dazu eine Regionalkonferenz...
Es ist ein bisschen wie bei der babylonischen Verwirrung im Buch der Bücher: erst war das Programm unter dem Titel "Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" bekannt. Es folgte der Name "Toleranz fördern, Kompetenz Stärken", bald wird es unter "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" firmieren. In den Landkreisen Kyffhäuser und Eichsfeld sind wieder andere Begriffe im Umlauf.
Im Grunde sind alle aber Teil eines großen Ganzen, das in Thüringen, ein bisschen mehr Verwirrung kann nicht schaden, unter der Bezeichnung "Lokaler Aktionsplan" (LAP) läuft. Geht man jetzt noch darauf ein, wie und von wem das ganze unter welchen Bedingungen finanziert wird und wer überhaupt Anträge auf Förderung stellen darf, steht man den biblischen Babyloniern in Sachen Verwirrung in nichts mehr nach. Deswegen erst einmal genug davon. Am Ende zählt der Inhalt.
Insgesamt wurden in den verschiedenen LAP's rund 360 Projekte gefördert, 38 davon in Nordhausen und Umgebung. Hinzu kommen Thüringenweit tätige Beratungs- und Präventionsstellen wie zum Beispiel der Verein MOBIT. Die "Mobile Beratungsstelle" ist seit Jahren um Aufklärung und Hilfe in Sachen Rechtsextremismus aktiv, auch in Nordhausen.
Anlässlich der heutigen Regionalkonferenz wurden zwei dieser Unternehmungen mit dem Thüringer Demokratiepreis ausgezeichnet. Shred for tolerance - Rollen gegen Rechts des 1. Eichsfelder Sportclubs aus Leinefelde und das Projekt Starke Kinder durch Musik des Vereins KIM aus Kirchworbis teilten sich die Ehre. Die Skatertruppe von ESCape hat sich das Ziel gesetzt, das Freizeitangebot verschiedener Institutionen der Jugend- und Sozialarbeit durch Longboard Workshops zu bereichern und Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Hintergründen zusammen zu bringen, um gegen Intoleranz und Diskriminierung Stellung zu beziehen.
Der Verein KIM aus Kirchworbis will es den Kindern der örtlichen Flüchtlingsunterkunft mit Musik und Tanz ermöglichen, sich besser zu verwurzeln und den Kontakt zu anderen Kindern zu fördern. Gemeinsam mit den Grundschulen in Gernrode und Kirchworbis formierte man eine Kindertanzgruppe, die Feste mitgestaltet, Auftritte absolviert und auch Abseits von Musik und Tanz Zeit miteinander verbringt, etwa beim gemeinschaftlichen Kochen.
Aber bei der Konferenz ging es um mehr als nur die Würdigung dieses Engagements. Die Zusammenkünfte bringen Akteure aus der gesamten Nordthüringer Region an einen Tisch um sich auszutauschen und Projektideen und Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Das geschah heute Abend an vier Thementischen.
Angelo Glashagel
Autor: redEs ist ein bisschen wie bei der babylonischen Verwirrung im Buch der Bücher: erst war das Programm unter dem Titel "Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" bekannt. Es folgte der Name "Toleranz fördern, Kompetenz Stärken", bald wird es unter "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" firmieren. In den Landkreisen Kyffhäuser und Eichsfeld sind wieder andere Begriffe im Umlauf.
Im Grunde sind alle aber Teil eines großen Ganzen, das in Thüringen, ein bisschen mehr Verwirrung kann nicht schaden, unter der Bezeichnung "Lokaler Aktionsplan" (LAP) läuft. Geht man jetzt noch darauf ein, wie und von wem das ganze unter welchen Bedingungen finanziert wird und wer überhaupt Anträge auf Förderung stellen darf, steht man den biblischen Babyloniern in Sachen Verwirrung in nichts mehr nach. Deswegen erst einmal genug davon. Am Ende zählt der Inhalt.
Insgesamt wurden in den verschiedenen LAP's rund 360 Projekte gefördert, 38 davon in Nordhausen und Umgebung. Hinzu kommen Thüringenweit tätige Beratungs- und Präventionsstellen wie zum Beispiel der Verein MOBIT. Die "Mobile Beratungsstelle" ist seit Jahren um Aufklärung und Hilfe in Sachen Rechtsextremismus aktiv, auch in Nordhausen.
Anlässlich der heutigen Regionalkonferenz wurden zwei dieser Unternehmungen mit dem Thüringer Demokratiepreis ausgezeichnet. Shred for tolerance - Rollen gegen Rechts des 1. Eichsfelder Sportclubs aus Leinefelde und das Projekt Starke Kinder durch Musik des Vereins KIM aus Kirchworbis teilten sich die Ehre. Die Skatertruppe von ESCape hat sich das Ziel gesetzt, das Freizeitangebot verschiedener Institutionen der Jugend- und Sozialarbeit durch Longboard Workshops zu bereichern und Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Hintergründen zusammen zu bringen, um gegen Intoleranz und Diskriminierung Stellung zu beziehen.
Der Verein KIM aus Kirchworbis will es den Kindern der örtlichen Flüchtlingsunterkunft mit Musik und Tanz ermöglichen, sich besser zu verwurzeln und den Kontakt zu anderen Kindern zu fördern. Gemeinsam mit den Grundschulen in Gernrode und Kirchworbis formierte man eine Kindertanzgruppe, die Feste mitgestaltet, Auftritte absolviert und auch Abseits von Musik und Tanz Zeit miteinander verbringt, etwa beim gemeinschaftlichen Kochen.
Aber bei der Konferenz ging es um mehr als nur die Würdigung dieses Engagements. Die Zusammenkünfte bringen Akteure aus der gesamten Nordthüringer Region an einen Tisch um sich auszutauschen und Projektideen und Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Das geschah heute Abend an vier Thementischen.
- Schulsozialarbeit und LAP's - wie kann die Kooperation gelingen
- Kultur des Wegschauens - Kann sie überwunden werden?
- Wie kann eine gelebte Solidarität mit Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten gefördert werden?
- Regionale Wirtschaft als zivilgesellschaftliches Element
Angelo Glashagel



