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Mi, 11:35 Uhr
05.11.2014

Weiterbau der B243n? - Berlin sagt nein

Immer noch leiden die Menschen entlang der B 243 im Landkreis Nordhausen unter den Belastungen, vor allem denen des Schwerlastverkehrs. Doch das interessiert in Berlin eigentlich niemand...

Protest am 5. Dezember 2012 (Foto: J. Piper) Protest am 5. Dezember 2012 (Foto: J. Piper)

Das Bundesverkehrsministerium hat dem Landkreis Nordhausen mitgeteilt, dass der Bund in den kommenden Jahren die Ortsumfahrung Mackenrode nicht finanzieren werde.

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Dies hat die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche, Landrätin Birgit Keller auf ihr Schreiben an Verkehrsminister Alexander Dobrindt hin mitgeteilt, in dem der Landkreis die Dringlichkeit des Weiterbaus der B 243 noch einmal ausführlich begründet hat; auch der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme hatte sich in dieser Sache an den Minister gewandt.

„Das Gesamtvolumen der Bedarfsplanmaßnahmen, für die unanfechtbares Baurecht vorliegt, belief sich … auf rund 4,7 Milliarden Euro“, schreibt Staatssekretärin Reiche. „Daher konnten nicht alle Projekte für eine Baufreigabe berücksichtigt werden. Hierzu gehört zu meinem Bedauern auch die B 243, Ortsumfahrung Mackenrode sowie der in Niedersachsen angrenzende Streckenabschnitt von der Landesgrenze Niedersachsen/Thüringen bis südlich Bad Sachsa.“

Zwar sei der vordringliche Bedarf für die B 243n im Fernstraßenausbaugesetz von 2004 anerkannt, aber die Finanzierung dennoch momentan nicht möglich. In Thüringen werde der Bund laut dem Schreiben jetzt den 4. Bauabschnitt der Ortsumfahrung Bad Salzungen im Zuge der B 62 sowie den 2. Bauabschnitt der B 90n von der A 71 bei Traßdorf bis zur B 87 bei Stadtilm finanzieren – mehr nicht.

„Trotz all unserer Bemühungen in Richtung Bund ist offenbar in den nächsten Jahren nicht mit einem Weiterbau der B 243 über die Landesgrenze hinweg zu rechnen“, bedauert Birgit Keller. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass verkehrsregelnde Maßnahmen die Anwohner jetzt vom Durchgangsverkehr entlasten. Hier muss der Freistaat Thüringen einlenken, denn bislang erfahren wir kaum Unterstützung bei unseren Anträgen für ein LKW-Nachtfahrverbot und Geschwindigkeitsbeschränkungen.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund, der ebenfalls auf das Schreiben der Landrätin reagiert hat, spricht sich für ein Nachtfahrverbot aus: „Unabhängig vom tatsächlichen Baubeginn erscheint es mir vordringlich, durch verkehrspolitische Maßnahmen ein zusätzliches Verkehrsaufkommen zu begrenzen, z.B. durch ein Nachtfahrverbot für LKW“, schreibt Grund.

Trotz dieser negativen Nachrichten aus Berlin werde sich der Landkreis Nordhausen weiter für den raschen Weiterbau einsetzen – gemeinsam mit dem Nachbarlandkreis: „Ich stehe dazu bereits in Kontakt mit meinem Kollegen Bernhard Reuter, Landrat des Landkreises Göttingen, der mit Osterode fusionieren wird“, sagt Birgit Keller. „Wir werden uns gemeinsam für die B 243 stark machen – denn wir brauchen den Ausbau dieser wichtigen Verkehrsachse, zur Entlastung der Anwohner und für eine bessere Anbindung der Unternehmen.“
Autor: red

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Kommentare
E20
05.11.2014, 12:45 Uhr
Blockade
Plakate mit Forderungen, welche in den "Wind" gehalten werden, bewirken beim Bund schon lange nichts mehr.
Die GDL macht es doch vor, hier wird die Schiene blockiert, warum sollte das denn nicht auch auf der Straße funktionieren? Der Landkreis ist in diesem Falle die Gewerkschaft und fordert durch stundenweise Blockade der B243 die finanzielle Freigabe der Mittel beim Bund ...
Eckenblitz
05.11.2014, 12:54 Uhr
Starke Frau Keller?
frau keller will sich stark machen für den ausbau der b 243, dass ich nicht lache. ich habe frau keller im kreistag erlebt. das ist zwar eine weile her, damals hatten wir noch einen herrn landrat. frau keller sagte damlas, sie macht sich im kreistag stark für die ungeschönten arbeitslosenzahlen.

sie forderte den herrn landrat auch auf, dass sie bei der nächsten sitzung nur noch die ungeschönten zahlen haben wolle. sie bekamm aber wieder die gleichen geschönten zahlen zu hören und was hat sie dagegen getan, nichts, sie hat die zahlen ohne widerspruch hingenommen.

also liebe straßenanwohner gebt nicht zuviel auf die versprechen der landrätin. noch dazu, wo sie mit einem bein schon in erfurt steht.
Paulinchen
05.11.2014, 13:05 Uhr
Hallo – Ihr lieben Landsleute an der B 243
Das ist ja nun ein schwarzer Tag für alle Anlieger dieser Straße. Aber so geht es ja leider uns allen, auf den verschiedensten Ebenen des Alltages. Mal ist es der Ausbau von Straßen, dann der Bau von Umgehungsstraßen und dann wieder sind es die Löhne/Gehälter und die Renten im Osten unserer Republik.

Da wurde nun ein gigantisches Projekt auf der Seite von Niedersachsen verwirklicht und an der Grenze zwischen Ost und West ist wie so oft Ende im Gelände. Vielleicht muss die Berliner Eminenz noch abwarten, wie groß das Finanzloch der Ukraine wird, um im Bedarfsfall dem Amerikaner eine tolle West/Ostachse zu errichten. Da werden natürlich solche Straßen wie die B 243 zur größten Nebensächlichkeit, wo gibt. Man soll ja, so schreibt die nnz-online, vor dem Schreiben unbedingt nachdenken. Das habe ich getan und mir so vorgestellt, was würden uns die Volksvertreter wohl sagen, wenn bei der nächsten Wahl keiner zu wählen geht, oder zumindest den Stimmzettel ungültig macht? Kann es dann sein, dass es dann viele Egon Krenz gibt, die das Wahlergebnis fälschen würden, damit sie ihre Posten beibehalten können?

Für mich ist es eine Schande, wie solche Politiker es ignorieren können, dass bei den Anliegern solcher Straßen, die Brummis fast durch die Wohnungen fahren. Wenn ich dann noch in der Presse lesen muss, dass die neue EZB-Bank in Frankfurt/M. mit Stühlen (ca. 1.000 Stck.) ausgestattet wird, welche nicht in der EU gefertigt werden (dazu sind wir sicher zu blöd) sondern in der Schweiz. Schwillt mir der Kamm. Die Eidgenossen haben sich natürlich über diesen Auftrag riesig gefreut, denn immerhin kostet ein solcher Stuhl ja „nur“ 1.700 CHF und die MwSt. liegt wohl so um die 7,6% dort. (ca. 1.385,-€!) Wer zahlt für diesen Luxus? Darf ich raten – wir natürlich!! Wäre ja mal eine Aufgabe für Herrn Grund und Frau Keller dies zu ermitteln ob ich mich da ja auch irre. Diese Zocker sollten auf Holzstühlen sitzen, dann pennen sie nicht ein und verpassen dann auch nicht, wenn die nächste Krise auf uns zurollt. Denn genau die EZB ist im Moment unsere Zinsverbrennungsmaschine und somit Handlanger der Regierung in Berlin.
nemoi
05.11.2014, 13:25 Uhr
strassen?
fragt doch mal in berlin nach, ob nicht noch etwas mehr geld für waffenlieferungen ins ausland gebraucht wird, dafür ist doch immer was da, damit noch mehr menschen mit deutschen waffen getötet werden können....

umgehungsstrassenbau in deutschland ist eh ein stiefkind und wenn dann werden sie nur da gebaut wo die zuständigen politiker auch einen nutzen von haben .....

und unsere landrätin hat mal wieder nichts erreicht, von starkmachen keine spur...

obwohl sie sich doch so gern ins richtige licht bringen lässt wäre sie auf den titelblatt der "VOGUE" besser aufgehoben...
caesarndh
05.11.2014, 15:45 Uhr
Schlicht verpennt!
Wenn im Jahr 25 nach der Grenzöffnung noch immer nicht mal ansatzweise erkennbar ist wann die B243n fertig gebaut wird, so kann man das nicht der Frau Keller anlasten!

Hier hat Ihr Vorgänger und die seit Jahren im Landkreis und im Landtag regierenden/agierenden Herren schlicht und einfach verpennt etwas in der Sache zu bewegen!!!!

Jetzt ist es zu spät. Wie es bessser funktioniert zeigt Sachsen Anhalt mit der B6n, die Stück für Stück und zielstrebig ausgebaut wurde.

Jammern hilft nicht mehr, wer diese Herren immer wieder wählt, der muß halt leiden..................
henry12
05.11.2014, 18:39 Uhr
wozu auch straßen.....?
der osten ist mehr das land für wind-und
solarparks und der stromtrassen. solange
außerdem autobahnen aus bedeutungslosigkeit nicht fertig werden, halte ich die hoffnung auf umgehungsstraßen für ziemlich illusorisch.
BGE- Pirat
05.11.2014, 20:00 Uhr
ja E 20
die autofahrer müssen soviel bezahlen
und dann ist kein geld für die straßen da,
ich bin ganz deiner meinung
das volk sollte mal wieder auf stehen.....
ich bin dabei wann wollen wir die B243
bestreiken ???
mfg heiko
NDH62
06.11.2014, 07:12 Uhr
Der tägliche Wahnsinn
Deutschlands Straßen sind nur noch ein großes , rollendes Warenlager. Alles wird auf LKW verstaut und auf Abruf geordert. Dann der Wahnsinn, alles kreuz und quer durch Europa zu karren, was angeblich auch noch viel günstiger ist, als regional vor Ort zu produzieren und auf kurzem Weg an den Kunden zu bringen. Dann der nächste Wahnsinn, die inzwischen einst vorhandenen Schienenwege nicht auszubauen und zu nutzen und damit die Straßen wesentlich zu entlasten.

Es werden zwar neue Autobahnen und Umgehungsstraßen gebaut, aber auf Grund der schnellen Verlagerung von Schiene auf Straße hingt der gesamte Straßenbau hinterher. Und vorhandene Straßen sind inzwischen in einem katastrophalen Zustand, weil auch für den Unterhalt das Geld fehlt.

Nun hat Deutschland auch noch wichtige Aufgaben in der Welt zu erledigen. Wir müssen unser Vaterland unbedingt in Afghanistan oder sonst wo auf der Welt Krieg spielen. verteidigen. Und Waffenlieferungen stehen an oberster Priorität. Da muß man doch Verständnis haben, daß es dann eben an anderen Stellen an finanziellen Mitteln fehlt.

Mit dem Streik auf der B 243 ist eine sehr gute Idee. Wir müssen endlich wieder aufstehen und auf die Straße gehen.
ich bin auch dabei, da ich ebenfalls an einer Bundesstraße wohne und den Terror mit den LKW`s täglich erlebe.
Aber die Menschen sind scheinbar bequem geworden. Wir müssen endlich mal wider zeigen, wer hier das Volk ist.
NDHler
07.11.2014, 08:07 Uhr
LK Nordhausen weiter auf dem Abstellgleis!
Während man im LK Nordhausen in Sachen Straßenbau weiter in die Röhre guckt, feiert man im Eichsfeld die Neueröffnung des neuen Heiligenstädter Autobahnzubringers. Ok, hier handelt es sich um eine Landstraße und nicht um eine Bundesstraße, aber auch den Vergleich unter Landstraßen würde der LK Nordhausen verlieren. Prima!
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