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Mo, 12:49 Uhr
03.11.2014

Lebenshilfe-Werkstatt ersatzlos gestrichen

Neben der Werkstatt der Nordthüringer Lebenshilfe in Nordhausen gab es mit Klettenberg und Steinrode noch zwei Außenstellen. Eine davon wird geschlossen. Die nnz mit den Einzelheiten...

Geflochtene Artikel werden weiter hergestellt - nur nicht in Steinrode. (Foto: Sven Gämkow) Geflochtene Artikel werden weiter hergestellt - nur nicht in Steinrode. (Foto: Sven Gämkow)

Anne und Karl S. haben ein behindertes Kind. Trotz seiner Behinderung geht Klaus (Namen geändert) regelmäßig zur Arbeit. Er ist einer von rund 700 Frauen und Männern, die in der Nordthüringer Lebenshelfe beschäftigt werden.

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Jeden Arbeitstag in den zurückliegenden Jahren ist Klaus nach Steinrode im Landkreis Eichsfeld gefahren. Ab dem 1. Dezember wird sich das ändern. Die Werkstatt in Steinrode wird ersatzlos gestrichen. Die Planungskommission des Landes verfügte das bereits vor zwei Jahren so.

Gründe waren der Standort in einem anderen Landkreis und die immer höher werdenden Fahrtkosten. Tilly Pape, die Geschäftsführerin der Nordthüringer Lebenshilfe hatte sich in den zurückliegenden Monaten mehrfach, eine Tagesstätte für vor allem ältere Menschen mit Behinderung im Landkreis Nordhausen zu etablieren. "Allerdings konnte der Landkreis unsere Vorstellungen und Wünsche nicht realisieren", sagt Pape.

Also müssen die beiden Gruppen in Steinrode umziehen, in diesem Monat. Nach Nordhausen, gemeinsam mit ihren Teamleitern. Einige Eltern kritisierten im Gespräch mit der nnz, dass die Entscheidung "Hals über Kopf" bekannt gemacht wurden. Am 23. Oktober schickte die Lebenshilfe die Briefe an Eltern und Betreuer der behinderten Mitarbeiter.

Auch dazu gibt es eine Erklärung aus dem Landratsamt und der Geschäftsführung der Lebenshilfe unisono. Die Beschäftigten der Werkstatt in Steinrode sollten nicht allzu zeitig mit den Informationen verunsichert werden. Die Mitarbeiter aus Steinrode werden in Nordhausen weiter arbeiten. Hier geht es damit in der Werkstatt noch enger zu, als das bislang der Fall ist. Um eine räumliche Lösung beziehungsweise Alternativen werden der Landkreis und das Land nicht herum kommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
lore56
04.11.2014, 12:43 Uhr
vollendete tatsache
Immer auf den Rücken der Menschen die sich nicht wehren können. Auf der einen Seite heisst es Eingliederung , Integration dann gewöhnen sich die Menschen an ihre Arbeit , freuen sich jeden Tag auf ihr Team und ihre Teamleiterin dann werden sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie sie das verkraften und damit umgehen danach fragt kein Mensch.
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