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Fr, 07:29 Uhr
25.05.2001

Erster Archivtag in Nordhausen macht Lust auf mehr

Nordhausen (nnz). Archive gehören zu den ältesten Behörden, die es überhaupt gibt. Seitdem die Institutionen des öffentlichen Lebens ihre Arbeit schriftlich dokumentierten, kennt man Archive als Aufbewahrungs-, Auskunfts- und Auswertungsstellen für das amtliche Schriftgut. Sie bilden für historisch Interessierte, für Wissenschaftler und amtliche Stellen wichtige Quellenbestände. nnz-Autor Rainer Hellberg blickt für Sie auf den Tag der Archive am vergangenen Wochenende zurück.

Am vergangenen Sonnabend fand bundesweit erstmals ein Tag der Archive statt. Zahlreiche interessierte Bürger nutzten in Nordhausen Gelegenheit, sich über die Bestände des Kreisarchivs zu informieren. Die beiden Mitarbeiter Viola Herzog und Katrin Dambor standen den Besuchern für Auskünfte sowie Akteneinsichtnahmen zur Verfügung und gaben Einblick in die Entwicklung des Archivs.

Das Kreisarchiv Nordhausen entstand im Jahre 1951. Mit der Wende begann eine neue Entwicklung. Es setzte ein sprunghafter Anstieg der Archivbenutzer ein. 1992 bezog das Kreisarchiv die Räume in der Grimmelallee 20. Es umfaßt derzeit weit über 1200 laufende Meter Archivgut. Die historische Archivbibliothek bietet dem Nutzer umfangreiches Hintergrundwissen zum jeweiligen Forschungsgebiet. Sie beheimatet Literatur der Heimat- und Volkskunde, Geschichte, Medizin, Industrie, Gewerbe, Handel, Sprachen, Pädagogik sowie Kunst und Kultur. Die Sammlungen beinhalten die regionale Presse von 1803 bis zur Gegenwart, amtliche Druckschriften, Gesetzeswerke, Landkarten und Postkarten. Den größten Bestand bilden die Akten der ehemaligen Kreisverwaltung aus den Jahren 1952 bis 1990. Die älteste Akte befindet sich im Bestand Niedergebra und stammt aus dem Jahre 1585. Das Stadtarchiv Nordhausen konnte sich am Tag der Archive wegen Umbauarbeiten nicht beteiligen.
Autor: rh

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