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So, 15:49 Uhr
12.10.2014

Sportlich und festlich an der Rotleimwiese

Am Sonnabend begingen die Keglerinnen und Kegler des Nordhäuser SV das 40jährige Jubiläum ihrer Sportstätte an der Rotleimwiese. Zunächst sportlich mit dem Wettkampf um die Vereinsmeisterschaft, danach im festlichen Rahmen mit der Erinnerung an 40 Jahre vieler schöner Erfolge...


Aber auch die schmerzliche Erinnerung an Helmut Dallmann, den 40 Jahre lang guten Geist der Sportstätte, der viel zu früh verstorben dieses Jubiläum nicht mehr miterleben durfte.

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Dazu kam ein etwas düsteres Zukunftsbild für den Kegelsport hierzulande: Überalterung, fehlender Nachwuchs einhergehend mit immer weniger werdender Mannschaften. Die „Alten“ zeigten im Wettstreit um die Vereinsmeisterschaft aber, dass mit ihnen noch eine ganze Weile zu rechnen sein wird. Obwohl wegen der Herbstferien nicht alle noch Aktiven dabei waren bewiesen sie mit vielen starken Leistungen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

Spannend bis zuletzt sowohl bei den Frauen als auch den Männern der Kampf um den Vereinstitel. Gespielt wurde über vier Bahnen je 25 Wurf immer abwechselnd in die Vollen und Räumen. Tina Romhardt, Kapitän der Landesligamannschaft, und in Abwesenheit mehrerer Mannschaftskameradinnen auch hohe Favoritin bei den Frauen, ging als Erste auf die Bahn. Es lief zunächst überhaupt nicht. Nur 183 Holz nach den ersten beiden Bahnen. Doch dann lief sie noch zu ganz großer Form auf. Es folgten 170 Volle und großartige 88 Räumer.

Das damit noch ganz starke Gesamtergebnis von 441 Holz schien schon der sichere Sieg in der Frauenkonkurrenz. Dagmar Reitmeier bot als nächste zwar auch eine sehr gute, vor allem gleichmäßige Vorstellung mit 81 Räumern zum Schluss, doch am Ende fehlten deutliche 19 Zähler. Nicht schlecht auch Heike Fiedler, ihr fehlte es aber vor allem in die Vollen. Das galt auch für Ursula Kühlewind, die dennoch ein starkes Spiel machte.

Dann aber kam Birgit Galonska, wie Dagmar Reitmeier Ersatzspielern für die Erste. Auf Bahn Eins schien sie noch nicht richtig warm, aber dann ließ sie einen richtigen Kracher raus, räumte überragende 96 Holz und hatte bei Halbzeit schon 241 Holz auf dem Konto. Dann noch 153 Volle und die Spitzenposition von Tina Romhardt war endgültig in Gefahr. Zwar schien das Wissen um die zuvor nie in Erwägung gezogenen Siegchance Birgit Galonska im letzten Räumen etwas nervös werden, aber letztlich hatte sie ihre Nerven doch im Griff und schaffte vier mehr gefallene Kegel zum Sieg.
40 Jahre gefeiert (Foto: Uwe Tittel)
40 Jahre gefeiert (Foto: Uwe Tittel)
40 Jahre gefeiert (Foto: Uwe Tittel)
40 Jahre gefeiert (Foto: Uwe Tittel)
Genauso spannend der Verlauf bei den Männern. Hier hatte zunächst Manfred Glandien mit sehr konstantem Spiel ein gutes Resultat vorgelegt, wurde aber gleich von Heinz Schulz mit der Winzigkeit eines einzigen mehr gefallenen Kegels überholt. Schulz hatte am Ende mit 304 Holz zwar das beste Vollenresultat des Tages, spielte aber insgesamt zu instabil und blieb doch deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Dann war mit Rainer Wille einer der großen Favoriten an der Reihe. Ähnlich wie bei Schulz fehlte es auch bei ihm an gewohnter Wurfstabilität, dennoch sorgte er mit 452 Holz für ein Spitzenresultat, das nur noch schwer zu toppen sein würde. Klaus Stilzebach lag nach zwei Bahnen noch sehr gut im Rennen, baute dann jedoch ab. Er strahlte dennoch. 406 Holz sind im schon viele Jahre nicht mehr auf der Bahn an der Rotleimwiese gelungen und Platz Vier am Ende hätte ihm auch kaum einer zugetraut.

Blieb am Ende Reiner Hagemeier, der Rainer Wille vielleicht noch gefährden würde können. Danach sag es zunächst nicht aus. Nur 133 Volle und bei Halbzeit 18 Punkte Rückstand auf Wille. Dann wurde Hagemeier wie bei den Frauen Tina Rohmhardt aber immer stärker. Mit 154 Vollen hatte er den Rückstand schon auf 7 Zähler verkürzt. Und er ließ noch tolle 90 Räumer folgen und überflügelte damit noch seinen Mannschaftskameraden vom Verbandsliga-Seniorenteam.

Durfte man bei den Männern mit dem Duell zwischen Reiner Hagemeier und Rainer Wille rechnen, so ist der Sieg von Birgit Galonska schon eine richtige Überraschung. Verdient aber ist er allemal. Abteilungsleiterin Heike Fiedler gratulierte beiden Siegern ganz herzlich und überreichte die Siegerpokale. Dann ging es zum Festbankett.
Uwe Tittel

Ergebnisse der NSV-Vereinsmeisterschaft

Frauen
1. Birgit Galonska 445 (288+157)
2. Tina Romhardt 441 (308+133)
3. Dagmar Reitmeier 422 (278+144)
4. Heike Fiedler 402 (270+132)
5. Ursula Kühlewind 393 (262+131)
6. Ursula Lautenbach 356 (253+103)
7. Petra Töpfer 312 (215+ 97)

Männer
1. Reiner Hagemeier 456 (287+169)
2. Rainer Wille 452 (301+151)
3. Heinz Schulz 420 (304+116)
4. Manfred Glandien 419 (296+123)
5. Klaus Stilzebach 406 (290+116)
6. Roland Rahn 394 (279+115)
7. Hans Kolbe 386 (267+119)
8. Rainer Gebhardt 381 (261+120)
9. Wilfried Nachtwey 364 (275+ 89)
Autor: red

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