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Mi, 18:53 Uhr
08.10.2014

Neue Feuerwache als ÖPP-Projekt?

Zur heutigen Sitzung des Hauptausschuss berichtete Oberbürgermeister Dr. Zeh auch von einem Besuch in Celle. Die Stadt hat vor kurzem eine neue Feuerwache eröffnet, gebaut und bezahlt mit der Hilfe privater Investoren...


Der Bau öffentlicher Einrichtungen oder Infrastruktur durch private Investoren ist auch als "ÖPP" - Öffentlich-Private Partnerschaft bekannt. In der 70.000 Einwohnerstadt Celle hatte man eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, deren Ergebnissdie ÖPP - Variante als die insgesamt günstigste herausstellte. In nur 15 Monaten sei die neue Feuerwehrwache hochgezogen worden, berichtete Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh anlässlich des heute tagenden Hauptausschusses.

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Wirtschaftsminister Gabriel hat dieser Tage eine Renaissance der öffentlich-privaten Partnerschaften ins Gespräch gebracht und vorgeschlagen, das finanzkräftige Unternehmen aus der Versicherungsbranche Investitionen im Bereich Infrastruktur übernehmen.

Dabei stehen ÖPP-Projekte immer wieder in der Kritik. Oft mangelt es an Qualität, etwa bei der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen, und am Ende werden die ÖPP-Projekte für den Steuerzahler häufig doch teurer, als angekündigt. Dies hatte der Bundesrechnungshof moniert.

Auch in Nordhausen hat man schon Erfahrungen, und zwar nicht nur positive, mit derlei Partnerschaften gemacht, so sind die Polizei am Darrweg und das neue Landratsamt durch ÖPP entstanden.

In Sachen Feuerwehr stünde ein privater Investor schon bereit. Anfang des Jahres hatte Oliver Wönnmann, seines Zeichens Feuerwehrenthusiast und Geschäftsführer des Kurbelwellenherstellers Feuer Powertrain, angeboten, die neue Wache in der Rothenburgstraße zu errichten.

"Ich traue mir zu, durch meine Kontakte zu Banken solch günstige Zinskonditionen auszuhandeln, die den kommunalen Konditionen ähnlich sind. Dann haben wir in der Nordhäuser Region genügend Unternehmen, die als ARGE zum Beispiel in der Lage sind, die baulichen Herausforderungen zu realisieren", sagte Wönnmann damals. Nach Informationen der nnz war beim Besuch in Celle auch Wönnmann mit dabei.

Da der Spielraum der Kommunen für Investitionen immer geringer werde, müsse man über alternative Wege der Finanzierung nachdenken, so Zeh. Sowohl das Land Thüringen, das ein Kompetenzzentrum für ÖPP eingerichtet hat, als auch der Bund könnten derlei Projekte fördern, erläuterte Zeh. In Sachen Feuerwehr bliebe die Aufgabe natürlich hoheitlich und würde nicht in private Hand gegeben, Bau und Betrieb der Feuerwache könnten aber durchaus privat geregelt werden.
Autor: red

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Kommentare
NDHler
09.10.2014, 09:51 Uhr
Ich finde das Modell gar nicht so schlecht.
Da es sich bei Herrn Wönnmann um eine Persönlichkeit handelt welche sich ohnehin in Nordhausen engagiert, glaube ich nicht, dass hier solche negativen Erfahrungen auftreten wie in dem Artikel angesprochen. Und wenn man sich mal anschaut was da in Celle entstanden ist, dass sieht schon ordentlich aus.
98maschr
09.10.2014, 11:19 Uhr
Zu kurzfristig gedacht...
Die langfristigen Kosten für eine Kommune sind bei solchen Projekten zumeist höher als wenn man es in Eigenregie finanziert. Die Haftung der privaten Investoren beträgt meistens lediglich 25.000 € und die öffentliche Hand hat kaum Rechtsansprüche in Bezug auf Baumängel, Umbauten, geschweige denn Hausrecht. Sicherlich gibt es positive Beispiele für derlei Projekte, aber bei unserer Verwaltung würde es mich nicht wundern wenn man blindlings einen 1000-seitigen Vertrag unterschreibt bei dem die Kommune komplett über den Tisch gezogen wird und unsere Kinder in 30 Jahren noch dafür blechen müssen.

Kann so etwas funktionieren? Ja.
Muß man hierbei extrem vorsichtig sein? Ja.
Hat man genügend fachliches Wissen für so etwas vor Ort? *hust*
360grad
09.10.2014, 12:04 Uhr
Bisher kein Nachweis
Warum muss immer noch einer mitverdienen?
Im Gesundheits"markt"
Im Pflege"markt"
Im Vorsorge"markt"
Es wurde in Deutschland bisher kein ÖPP -Projekt nachgewiesen, welches nicht zulasten des öffentlichen Haushaltes abgerechnet wurde.
Durch ÖPP sind bisher Schäden in Milliardenhöhe NACHGEWIESEN.
Einfach mal nachfragen, wo so was schon länger läuft.
Glaubt hier wirklich jemand, dass Herr Wönnmann das aus Nächstenliebe machen will?
Er sieht einen hohen und sicheren Gewinn - das ist alles.
Die Stadt Nordhausen kann das nicht?
NDHler
09.10.2014, 12:44 Uhr
Der böse Kapitalist!
Klar will der Mann damit auch Geld verdienen. Auch die Banken welche das Projekt mit finanzieren wollen damit Geld verdienen. Wenn ich zur Arbeit gehe will ich genau wie jeder andere auch Geld verdienen. Und zwar so viel wie irgend möglich!!! Das ist doch das normalste der Welt. Es geht hier darum welche Variante die langfristig günstigste für die Stadt Nordhausen ist. Da ist es völlig richtig sich ein solches Projekt anzuschauen, wo zu allem Überfluss auch noch Herr Wönnmann mit beteiligt war. Herr Wönnmann ist in Nordhausen in vielfältiger Weise engagiert, von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass er die Stadt über den Tisch ziehen will bzw. sich das leisten kann.
360grad
09.10.2014, 13:09 Uhr
Natürlich macht er das nicht
Er wird eine GmbH gründen, für den Fall, dass es schief geht.
Ich meine auch nicht, dass Herr Wönnmann jemanden über den Tisch zieht. Die Möglichkeit des ÖPP wurde geschaffen, um ganz legal Profit auf Kosten der Allgemeinheit zu machen.

Herrn Wönnmann kein Vorwurf zu machen!

Aber unseren Ahnungslosen im Rathaus !
Googeln Sie mal" ÖPP Kritik"!
Die Dienstreise hätte man sparen können.
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