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Mi, 18:59 Uhr
08.10.2014

Pleite oder nicht? (2)

Im Hauptausschuss ging es heute um den Stachel im Fleisch der Kommune - die Haushaltslage. Die optimistischen Schätzungen der vorangegangenen Jahre haben sich nicht bewahrheitet, zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen Lücken in Millionenhöhe...


Grundlagen der heutigen Gespräche im Hauptausschuss war die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben sowie der Kredite und Investitionen.

Einnahmen und Ausgaben

Demnach war 2012 kein schlechtes Jahr für die Stadt. Fallende Zuschüsse des Landes konnten damals durch erfreulich hohe, eigene Steuereinnahmen von fast 20,6 Millionen Euro zumindest ein wenig kompensiert werden. Heute ist klar: es war ein "Einmaleffekt", wie Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sagte.

Die Einnahme-Prognosen der Jahre 2013 und 2014 fußten allerdings auf diesen guten Ergebnissen. Wie auch andere Kommunen hatte man die Zahlen hierzu damals vom Finanzministerium bekommen und mit diesen gearbeitet, da keine eigenen Erhebungen vorlagen, so Oberbürgermeister Zeh.

Und es kam anders als erhofft. 2013 hatte man gut drei Millionen Euro weniger aus eigenen Steuereinnahmen wie der Gewerbe- oder der Hundesteuer im Stadtsäckel als erwartet, 2014 wird ein Minus von 2,73 Millionen prognostiziert. Auch die Zuweisungen vom Land fielen um fast 1,1 Million Euro geringer aus als erwartet. Und sie werden in Zukunft wohl weiter sinken.

Umgekehrt ging man auf der Ausgabenseite davon aus, das die Belastungen geringer ausfallen würden, als es am Ende der Fall war. 2014 werden die Ausgaben für Investitionen aus Eigenmitteln und die Kreisumlage um jeweils rund 1,2 und 1,1 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen gestiegene Personalkosten. Gab die Stadt noch 2010 16,9 Millionen Euro für Personal aus, werden es 2014 rund 19,65 Millionen Euro sein. Der Entwicklung lägen vor allem gestiegene Tarife zu Grunde, aber auch absolut ist die Zahl der Mitarbeiter von 376 im Jahr 2010 auf 412 in diesem Jahr gestiegen.

Kredite und Schulden

Für die Kreditentwicklung und den Schuldenabbau war 2012 ebenfalls ein gutes Jahr. Da man Gelder unterhalb der Tilgung aufnehmen konnte, wurde der Kassenkredit wie auch die Schulden abgebaut. Diese hatten sich 2009 auf 33,25 Millionen Euro belaufen und waren bis 2012 auf 40 Millionen gestiegen. Für 2014 rechnet man nun mit einem Schuldenstand von 36,17 Millionen Euro.

Der Kassenkredit, die Investitionen aus Eigenmitteln und somit auch die Kreditaufnahme für Investitionen sind inzwischen jedoch wieder gestiegen. Die genehmigungsfreie Kreditobergrenze von 10,7 Millionen Euro ist für 2014 bereits so gut wie erreicht.

Während der jüngsten Sitzung des Stadtrates war schon angekündigt worden, dass man den Kassenkredit auf 18 Millionen erhöhen müsse. Inzwischen sieht man ein wenig klarer, der Mehrbedarf beträgt jetzt "nur" rund 6 Millionen Euro. Dies sei vor allem auf das mögliche Risiko einer Kreditablöse für die Stadtwerke Holding, die voraussichtlichen Mehrkosten für das Bürgerhaus auf Grund von Entschädigungsforderungen diverser Unternehmen, Steigerungen bei den Personalkosten und die Zuschüsse für Kitas und das Theater zurückzuführen.

Günstig wirkten sich die derzeit niedrigen Zinsen aus. Diese könnten sich aber jederzeit wieder nach oben bewegen, mahnte Oberbürgermeister Zeh an. In Sachen Haushalt kündigte Zeh bis Ende Januar drei Klausuren an, bei denen weiter zur finanziellen Lage beraten werden soll.

Fragen zu den Ausführungen hatte heute im übrigen keines der Mitglieder des Hauptausschusses. Zumindest nicht im öffentlichen Teil der Sitzung.

Man wird sehen müssen, wie die Nordhäuser Politik reagiert, sollte die Erhöhung des Kassenkredites nicht genehmigt werden. Denn dann würden der Stadt allein für das laufende Jahr gut sechs Millionen Euro fehlen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Pe_rle
08.10.2014, 21:32 Uhr
Hundesteuer
na da weiß man doch wenigstens ,warum die Hundesteuer erhöht wurde.
Ist eh mein letzter Hund,ich sehe nicht ein das ich in ein Faß ohne Boden mein Geld investiere.
Sebastian1
09.10.2014, 11:09 Uhr
Hundesteuer abzocke
JA ganz einfach mal die Hundesteuer erhöhen, vielleicht bekommt es keiner mit... unsere vier Beiner und das Herrchen oder Frauchen, zocken wir ab da können wir Schulden und Kredite zahlen (so klingt es von der Stadt)!!!

Jetzt kann ich auch verstehen warum viele Hundebesitzer ihren Vierbeiner Steuerlich nicht anmelden. Es bekommt ja eh keiner mit, Kontrollen finden ja gar nicht statt.

So ging es auch mir, ich Zahle Steuern für mein Hund. wurde auch zweimal Kontrolliert aber nur ob ich Hundekot Beutel bei mir führe, es fand kein Scan oder eine frage nach der Steuermarke...

Warum Hundesteuer für Kredite und Schulden Tilgung?
Wo sind die Hundekotbeutel Spender?

An der Ostsee u co. hat man alle 300m solch einen Spender, und siehe da man kann vom Rasen, Gehwegen und Fußwegen Essen so Sauber ist es.
Wolfi65
09.10.2014, 11:17 Uhr
Jawoll!
Auch hoch mit der Grundsteuer!
Die Erhöhung könnte ich gleich der Agentur für Hilflosigkeit in der Uferstrasse weiterleiten.
Na das wäre doch mal was...
Weiter so!
Paulinchen
09.10.2014, 12:48 Uhr
Wem gehört eigentlich die Immobilie…
…ehemals Reemtsma bzw. davor Tabak Nordhausen? Oder anders gefragt, darf ich Werbung an meinem eigenen Gebäude kostenlos betreiben, obwohl ich den Laden seit Jahren nicht mehr betreibe?

Sollte es da ein Gesetz geben, welches dies verbietet, so frage ich mich, weshalb kassiert die Stadt Nordhausen nicht vom Milliardär Reemtsma, monatlich 50.000,-€ Werbekosten für die Reklame an der „Bude“? Wenn die Kasse leer ist, so sollte man doch nach Quellen suchen, die voller Geld (Reemtsma) sind. Es müssen doch nicht immer nur die armen Bürger herhalten, welche im Steuersumpf vor dem Ertrinken sind. (kalte Progression, Ökosteuer, Energieumlagesteuer, Mineralölsteuer u.u.u.u.. 600.000,- € pro Jahr, für eine Rechnung an Herrn Reemtsma (abzügl.Porto) sollten sich da wohl lohnen oder?

Man muss ja das Geld dann nicht sofort dem hiesigen Fußballclub überweisen.
Eckenblitz
09.10.2014, 17:18 Uhr
Arroganz gleich Politik
es ist schon mehr als traurig, von was für versagern wir hier regiert wurden und werden. solche personen in der freien wirtschaft, die hätten schon lange ihren heut nehmen müssen. aber in nordhausen dürfen die superpolitiker weiter pfuschen.

sie stolzieren in der gegend herum und lassen sich auch noch feiern, man sieht sie bei jeder neueröffnung, wo sie sich gegenseitig lobpreisen, was sie doch so viel gutes tun für ndh.

natürlich, der kulturklotz hinterm rathaus war emens wichtig für die stadt, wo sonst sollen die vielen leser aus sangerhausen bücher lesen? Die stadt kann sich ja kaum retten, vor den touristen ansturm auf die stadt.

ich habe den verdacht das in das prestigeprojekt der ex-ob frau rinke bald gottesdienst abgehalten wird. das erspart so manchen stadtrat den weg in die kirche, er kann seine beichte dann direkt nach einer sitzung abhalten.
ja so sind sie unsere politiker/innen, sie lobpreisen sich gegenseitig, wie gut sie doch harmonieren und das bei jeder sitzung. was machen sie in wahrheit, sie verschleudern die steuergelder, dass es nur so kracht.

ja wozu haben wir denn die gewerbe- oder hundesteuer, hier kann man doch unbegrenzt zulangen, wichtig ist dabei, dass man die steuer ganz allein für sich verbraten kann. Darauf hat der bund keinen zugriff. hinzu kommen ja noch die einnahmen vom ordnungsamt.

also nur munder weiter mit der geldverschwendung. ihnen liebe politiker/innen werden bestimmt noch gute ideen kommen, wie sie an billiges geld kommen. so kann sich dann jedes stadtratsmitglied, sein prestigeopjekt leisten. das volk ist ja so dumm und merkt nicht wie sie von der politik geschröpft werden, aber das glauben eben nur sie liebe politiker/innen.
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