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Di, 09:16 Uhr
07.10.2014

Eine Wolfsstube für Hainrode

Die Gebrüder Wolf sind die berühmtesten Söhne Hainrodes. Während der ältere Bruder zur geachteten Größe in der deutschen Altertumswissenschaft wurde, begann der jüngere zu musizieren. Beide werden in Hainrode seit Jahren geehrt, nun zeigte der Museumsverein Hainrodes die erste "Wolfstube"...

Friedrich August Wolf, Altphilologe, wurde am 15. Februar 1759 geboren , sein jüngerer Bruder Georg Friedrich Wolf , Musikschriftsteller und -lehrer, wurde am 12. September 1761 zu Hainrode am Fuß der Hainleite geboren. Die Richtung auf die Musik wurde ihm von Kindesbeinen auf eingepflanzt. Der Vater, der Schulmeister und Organist Joh. Gotthold Wolf, nahm es sehr ernst mit der Unterweisung seiner Söhne und wollte, selbst ein tüchtiger Musiker, gelehrte Tonmeister aus ihnen machen.

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Die Mutter, auch eine Organistentochter aus Neustadt u. H., war eine sorgsame, biedere Frau, voll Lebensweisheit und Frische. Sie weckte in ihren Kindern, denen sie bis 1788 am Leben erhalten blieb, einen regen Wetteifer. So früh als irgend möglich, mussten diese viel Musik treiben, besonders Gesang und Klavierspiel, später aber auch verschiedene Saiten- und Blasinstrumente.

Friedrich August, der berühmte ältere Bruder, eignete sich diese Fertigkeiten mehr genötigt an, da sein großes philologisches Genie ihn auf andere Bahnen leitete; Georg Friedrich dagegen erfüllte die ursprünglichen Wünsche des Vaters, indem er sich zur Meisterschaft in der Tonkunst herausbildete.

Die Wolfsstube in Hainrode (Foto: Detlef Zeitler) Die Wolfsstube in Hainrode (Foto: Detlef Zeitler)

Wir Einwohner der Gemeinde sind stolz auf diese beiden Söhne unserer Gemeinde, der eine war ein weltberühmter Altertumswissenschaftler und der andere ein berühmter Musikwissenschaftler. Dem Ersteren wurde ein Denkmal errichtet am 04.10.1984- so jährte sich dieser Tag zum 30igsten Mal.

Unmittelbar neben der Kirche St. Maria Magdalena im Vorgarten seines Geburtshauses ist seitdem auf einem Steinsockel ein Portraitrelief Wolfs zu sehen; darunter die Inschrift: „Friedrich August Wolf (1759-1824) Der Begründer der Altertumswissenschaft und der modernen Homerforschung der Wilhelm von Humboldts dauernde Wertschätzung und Goethes zeitweilig engste Freundschaft genoss, wurde in diesem Haus als Sohn eines Lehrers geboren.“

Der ältere der beiden Brüder erregte spektakuläres Aufsehen durch sein Buch „Prolegomena ad Homerum“. Dieses Buch machte ihn, der sich ohnehin durch verschiedene Publikationen ein beachtliches Renommee erworben hatte, mit einem Schlage über die Grenzen der Altertumswissenschaft und Deutschland hinaus berühmt.Er war ein Mann, der das Gymnasium im neuhumanistischen Sinne förderte und dessen philologische Arbeiten nicht nur unmittelbar in seiner Zeit große Wirkungskraft besaßen, sondern der Erforschung der Antike auch für die Zukunft fruchtbare Impulse gaben.

Die Wolfsstube in Hainrode (Foto: Detlef Zeitler) Die Wolfsstube in Hainrode (Foto: Detlef Zeitler)
Einen Tag vor dem 30. Jahrestag der Grundsteinlegung des F -A -Wolf- Denkmales veranstaltete der Heimat- und Museumsverein Hainrode in den Räumen „Zur Bleiche 12“ einen Tag der offenen Tür für alle interessierten Bürger des Ortes.

Nachdem wir das Denkmal mit Blumen geschmückt hatten, sagte D. Zeitler einige Dankesworte an unser Ehrenmitglied Otto Pabst und an die fleißigen Vereinsmitglieder. Danach ging es in die Museumsräume zu einem Gläschen Sekt, zu Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, zu netten Gesprächen, zur Besichtigung der Wolf- Stube und zu den weiteren für Ausstellungszwecke angedachte Stuben. Alle diese Stuben sind allerdings noch lange nicht fertig - aber erste gute Ansätze für wirkungsvolle Ausstellungen sind schon spürbar. Unser Verein hat nun schon 10 Mitglieder und ist immer für weitere Mitglieder offen .

Der Heimat- und Museumsverein Hainrode (Foto: Detlef Zeitler) Der Heimat- und Museumsverein Hainrode (Foto: Detlef Zeitler)

Bedanken möchten wir uns bei allen Gästen, insbesondere bei unserem Bürgermeister,Herrn Wenkel und seiner Frau sowie bei unserem ehemaligen Bürgermeister, Herrn Rilk. Sehr hilfreich an diesem Tag waren die Erinnerungen von Hilde Kellermann, denn sie konnte fast lückenlos auf unseren ältesten Schulfotos die Namen der Schüler benennen.

Für die zukünftige Vereinsarbeit war dieser sonnige, fruchtbringende Tag sehr wichtig, denn wieder haben wir viele Erinnerungen zur Aufbewahrung und späteren Ausstellung zusammentragen können.

G. Zeitler, Vereinsvorsitzender
des Heimat- und Museumsvereins Hainrode
Autor: red

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