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Mo, 15:02 Uhr
29.09.2014

Kunst und Poesie des Geldes

Um Macht, Anziehungskraft und Erotik des Geldes wird in der kommenden Woche im Nordhäuser Tabalspeicher referiert. Hintergrund ist die aktuelle Ausstellung über das "liebe Geld"...


Aus Anlass der aktuellen Sonderausstellung „Womit bezahlte der Nordhäuser? Geld im Wandel der Zeit“ referiert Ulf Dräger, Kustos des Landesmünzkabinettes Sachsen-Anhalt, Stiftung Moritzburg Halle (Saale) am Mittwoch, dem 8. Oktober, um 19:30 Uhr, im Museum Tabakspeicher, über Macht, Anziehungskraft und Erotik des Geldes. Bekannt ist Dräger für seine unkonventionelle und erfrischende Art, komplexe Zusammenhänge anschaulich und leicht verständlich darzustellen.

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Er sagt: „Geld ist praktisch, dumm und langweilig. Man kann es nur zählen, einnehmen und ausgeben. Aber Geld ist auch eine Sprache, mit der wir kommunizieren. So ist das Verdienen, Vermehren, Ausgeben und Berechnen vielen Menschen sehr wichtig und das Unterschlagen besonders aufregend. Schon in den frühen Zivilisationen war die Macht des Geldes magnetisierend.“

Niemand weiß genau, wie das Geld in die Welt kam. Der Streit um seine Anfänge ist so alt wie das Geld selbst. Entstand es durch Handel, aus religiösen Gründen oder aus Prestigedrang? Münzen waren zu allen Zeiten „metallene Chroniken“. Heute ist Geld zweifellos das „mediale Blut“ der Volkswirtschaften. Geld verkleidet sich als Symbol – es bleibt ein Paradoxum. Die Dematerialisierung des Geldes ist ein Kennzeichen der Entwicklung in der Moderne. Von den alten Münzen bis zum elektronischen Geld hat sich ein fundamentaler Umbruch vollzogen. Fast alles, was uns nützlich oder wertvoll erscheint, kann und muss vielleicht auch in Geld ausgedrückt werden. Ist dies auch heute noch „geprägte Freiheit“ oder eine neue Form der Sklaverei?

Nordhausen, Museum Tabakspeicher, am 8.Oktober, 19:30 Uhr
Autor: red

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