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So, 21:06 Uhr
14.09.2014

Wahlabend: Stimmen zum Wahlausgang

Der Wähler hat gesprochen. Die CDU hat in der Stadt das nachsehen und muss sich im Landkreis zumindest verfolgt fühlen. Die SPD wird in sich gehen müssen. Erste Reaktionen zum Endergebniss der Landtagswahl in Nordhausen...

Die Linke

"Ich bin völlig platt, das hätte ich nie gedacht", sagte Katja Mitteldorf von der Partei die Linke. "Das ist das erste Mal, dass ich als Kandidatin aufgetreten bin und ich habe mich als der Mensch gezeigt, der ich bin. Und ich dachte eigentlich, wenn es nicht klappt, dann versuchst du es in fünf Jahren noch einmal aber jetzt bin ich einfach sprachlos und freue mich wahnsinnig."

Am Dienstag will Mitteldorf erst einmal nach Erfurt fahren und dort mit den Kolleginnen und Kollegen feiern. Danach wartet aber schon viel Arbeit auf die überraschende Siegerin der Wahl in der Stadt. "Es wird Sondierungsgespräche und Verhandlungen geben. Das heißt, das viel inhaltliche Arbeit auf mich wartet", freute sich Mitteldorf.

Parteifreundin Angela Hummitzsch fehlten 300 Stimmen zum Sieg über Konkurrent Egon Primas von der CDU. Doch sie zeigte sich selbstbewusst: "Ich habe gekämpft, habe alles gegeben, einen fairen Wahlkampf geführt und wer kämpfen kann, kann auch verlieren. Der Grundstein ist gelegt und in fünf Jahren werde ich wieder antreten und das Direktmandat holen".

Die CDU

"Ich war immer in der Stadt präsent und ich werde auch weiterhin präsent sein", so die Kandidatin der CDU, Inge Klaan nach einer knappen und unerwarteten Niederlage gegen Katja Mitteldorf. Noch überwiege die Enttäuschung, sagte Staatssekretärin Klaan, aber sie wünsche Frau Mitteldorf alles Gute.

Das sie verloren hat, kann nicht am Wahlkampf gelegen haben, meinte Klaan. Immerhin: sie hat als Kandidatin etwa 5% mehr Stimmen in der Stadt sammeln können, als die eigene Partei, was für einen Kandidaten auch nicht schlecht sei, sagte Klaan. Ab morgen soll das Wahlergebnis genaueren Analysen unterzogen werden.

Für Inge Klaan und die CDU werden die Verhandlungen in Erfurt entscheidend sein. "Die CDU ist die Mehrheitspartei mit klarem Regierungsauftrag. Ich warne die SPD davor, eine Koalition mit der Linken einzugehen, denn dann wird sie in fünf Jahren ganz weg sein." Ob es zum Rot-rot-grünen Bündnis kommt, oder ob es doch bei der Großen Koalition bleibe, das müssten die kommenden Tage zeigen. "Ich denke aber, das die SPD sich besinnen wird.", sagte Klaan. Egon Primas war für ein Statement leider nicht mehr zu erreichen.

Die SPD

Auch von der SPD war zu späterer Stunde kein Statement mehr zu bekommen. Nach den herben Verlusten der Partei liegt es jetzt an den Mitgliedern, über mögliche Koalitionen zu entscheiden. Gibt man erneut den Juniorpartner in einer "Großen" Koalition mit der CDU und riskiert in fünf Jahren erneut geschwächt dazustehen oder wagt man das Experiment mit der Linken? Beide Optionen sind zweischneidige Schwerter für die SPD und die Frage, ob sich die Partei in der Koalition mit der Linken besser profilieren könnte als bisher, ist nicht einfach zu beantworten. Nur eines ist sicher: es bleibt spannend in Thüringen.
Angelo Glashagel
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Kommentare

15.09.2014, 07.51 Uhr
Nörgler | Was bleibt von der SPD
Hat die SPD in Thüringen überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Wenn man sich die 12 Abgeordneten mal genauer ansieht, ist nur ein Direktkandidat dabei. Was ist das für eine Volkspartei, bei der weder der Parteivorsitzende, noch der Fraktionsvorsitzende oder die Spitzenkandidatin ihren Wahlkreis gewinnen können.

Vielen Dank, Herr Matschie für die fünf Jahre, in denen Sie Vize-Ministerpräsident spielen durften.

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15.09.2014, 09.53 Uhr
Otto Eckeblitz | Nöglern hat Recht
Das sehen wir genauso.Aber keine sorgen auch für die verlierer wird schon Watte ausgelegt.Um ihren Abgang brauchen wir uns keine sorgen machen.Sie werden nie ALG eins oder ALH zwei Beantragen müssen. Das was sie geschaffen hatten.

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