Sa, 19:41 Uhr
13.09.2014
Geburtstag in der Autowelt
Was macht ein Verband, der seinen zehnten Geburtstag feiert? Der sucht sich einen passenden Veranstaltungsort in Nordhausen und findet ein Autohaus. In der Skoda-Autowelt der Peter-Gruppe feierte der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) sein zehnjähriges Jubiläum...
Nach einem Vorspiel von Solisten der Kreismusikschule eröffnete NUV-Chef Hans-Joachim Junker die Feier und begrüßte alle Gäste und verzichtete auf die Aufzählung – bis auf Helmut Peter. Der hatte die Feier (siehe oben) erst möglich gemacht.
Junker berichtete den rund 300 Gästen des Abends über die Geschichte des Verbandes, dem zwei eigenständige Verbände und Vereinigungen vorausgingen. Wurden vor zehn Jahren 70 Mitglieder gezählt, so sind es aktuell 140. Junker beendete seine Ansprache mit dem Ausblick auf die morgigen Wahl und empfahl allen Gästen daran teilzunehmen.
Ein Grußwort gab es dann vom Thüringer Minister Christian Carius. Der wäre gern für die Infrastruktur zuständig, nicht nur für Bau und Verkehr. Und Carius lobte die zurückliegenden 25 Jahre, die natürlich durch die CDU geprägt waren. Wahlkampf gab es natürlich auch, zum Beispiel gebe es Parteien, die Unternehmen gern reglementieren würden, und es gebe Parteien, die sich der sozialen Marktwirtschaft verschrieben hätten.
Dann, endlich, war Wolfgang Grupp an der Reihe. Er, der notleidende Unternehmer aus Baden Württemberg, sei gern in eine prosperierende Region wie Nordhäuser gekommen. Nach nur drei Minuten der sanften Einleitung war Grupp bei den gierigen Managern, den seelenlosen Individuen, die keinerlei eigene Verantwortung übernehmen und denen jegliche Grundregeln des wirtschaftlichen Handelns verloren gegangen sind. Von der Politik verlange er die entsprechenden Rahmenbedingungen, damit diesem Treiben Einhalt geboten werden könne.
Weitere Themen waren der Mindestlohn, für den sich der Unternehmer schämen müsse, der ihn bislang nicht bezahle oder die soziale Verantwortung gegenüber den anvertrauten Mitarbeitern. Grupp berichtete weiter von seinem Unternehmen, in dem seit Bestehen noch kein Mitarbeiter wegen Mangel an Arbeit entlassen werden musste und sein Unternehmen habe keinerlei Bankkredite und nur eine einzige Bankverbindung.
Die Strategie der Unternehmensführung bei Trigema ist, glaubt man den Gruppschen Ausführungen, nicht kurios, sie sind außergewöhnlich. Und sie funktioniert. Grupp ist der Inhaber von Trigema, er benötigt keine Manager, er übernimmt die Verantwortung und er trifft die Entscheidungen. Immer. Schnell.
Und wenn es in seinem Unternehmen mal nicht so laufen sollte, dann gibt es nur einen Schuldigen – "und das bin ich". Und dieses ICH bekam natürlich eine personalisierte Flasche edlen Nordhäuser Doppelkorns. Anschließend wurde gespeist, denn mit vollem Magen war die folgende kabarettistische Kost besser zu ertragen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redNach einem Vorspiel von Solisten der Kreismusikschule eröffnete NUV-Chef Hans-Joachim Junker die Feier und begrüßte alle Gäste und verzichtete auf die Aufzählung – bis auf Helmut Peter. Der hatte die Feier (siehe oben) erst möglich gemacht.
Junker berichtete den rund 300 Gästen des Abends über die Geschichte des Verbandes, dem zwei eigenständige Verbände und Vereinigungen vorausgingen. Wurden vor zehn Jahren 70 Mitglieder gezählt, so sind es aktuell 140. Junker beendete seine Ansprache mit dem Ausblick auf die morgigen Wahl und empfahl allen Gästen daran teilzunehmen.
Ein Grußwort gab es dann vom Thüringer Minister Christian Carius. Der wäre gern für die Infrastruktur zuständig, nicht nur für Bau und Verkehr. Und Carius lobte die zurückliegenden 25 Jahre, die natürlich durch die CDU geprägt waren. Wahlkampf gab es natürlich auch, zum Beispiel gebe es Parteien, die Unternehmen gern reglementieren würden, und es gebe Parteien, die sich der sozialen Marktwirtschaft verschrieben hätten.
Dann, endlich, war Wolfgang Grupp an der Reihe. Er, der notleidende Unternehmer aus Baden Württemberg, sei gern in eine prosperierende Region wie Nordhäuser gekommen. Nach nur drei Minuten der sanften Einleitung war Grupp bei den gierigen Managern, den seelenlosen Individuen, die keinerlei eigene Verantwortung übernehmen und denen jegliche Grundregeln des wirtschaftlichen Handelns verloren gegangen sind. Von der Politik verlange er die entsprechenden Rahmenbedingungen, damit diesem Treiben Einhalt geboten werden könne.
Weitere Themen waren der Mindestlohn, für den sich der Unternehmer schämen müsse, der ihn bislang nicht bezahle oder die soziale Verantwortung gegenüber den anvertrauten Mitarbeitern. Grupp berichtete weiter von seinem Unternehmen, in dem seit Bestehen noch kein Mitarbeiter wegen Mangel an Arbeit entlassen werden musste und sein Unternehmen habe keinerlei Bankkredite und nur eine einzige Bankverbindung.
Die Strategie der Unternehmensführung bei Trigema ist, glaubt man den Gruppschen Ausführungen, nicht kurios, sie sind außergewöhnlich. Und sie funktioniert. Grupp ist der Inhaber von Trigema, er benötigt keine Manager, er übernimmt die Verantwortung und er trifft die Entscheidungen. Immer. Schnell.
Und wenn es in seinem Unternehmen mal nicht so laufen sollte, dann gibt es nur einen Schuldigen – "und das bin ich". Und dieses ICH bekam natürlich eine personalisierte Flasche edlen Nordhäuser Doppelkorns. Anschließend wurde gespeist, denn mit vollem Magen war die folgende kabarettistische Kost besser zu ertragen.
Peter-Stefan Greiner




