tv nt eic kyf msh nnz uhz
Fr, 11:13 Uhr
12.09.2014

Begreifbare Reformation

Der neue Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Südharz, Andreas Schwarze, und seine Frau Kathrin waren jetzt zum Antrittsbesuch im Nordhäuser Rathaus...

Besuch im Rathaus (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Besuch im Rathaus (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)

Im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sagte Schwarze, dass er in seiner Funktion als Beauftragter für das Reformationsjubiläum sich schon bald in der Stadt genauer umsehen werde, wie man das Thema in Nordhausen im Wortsinne „begreifbar“ machen könne. „Mit Blick auf die Lutherdekade müssen wir auch über das Jahr 2017 hinaus denken“, so Schwarze.

Wie auch dem Oberbürgermeister sei ihm die Ökumene ein Anliegen. „Auch auf allen anderen Feldern des Miteinanders in der Stadt sollte die Kultur des Gesprächs gepflegt werden“, so Schwarze. Oberbürgermeister Zeh bat den Superintendenten um Ideen und Mitgestaltung des städtischen Osterfestes, das im kommenden Jahr in anderer Form ausgerichtet werden solle und das auch in angemessener Form an die christlichen Wurzeln des Festes erinnern solle.

Dr. Zeh sagte mit Blick auf das geplante Lutherdenkmal für den Blasiiplatz, dass die Stadt bei der Bundesregierung Fördermittel für das Denkmal beantragt habe. Die grundlegende Entscheidung über die Form des Denkmals sollte im Wesentlichen aber die evangelischen Kirchen treffen bzw. die dazu eingerichtet Arbeitsgruppe.

Weitere Themen des Gesprächs war der bevorstehende Einzug der „Himmelgartenbibliothek“ in das Museum „Flohburg“. Dr. Zeh sagte, man müsse geeignete Formen finden, um diese für Nordhausen kultur- und religionsgeschichtliche wichtige Büchersammlung angemessen zu vermarkten und zu präsentieren.

Diskutiert wurde auch der Stellenwert des Martinifestes für Nordhausen sowie die Gestaltung des kommenden Adventsmarktes.
Autor: red


Kommentare

12.09.2014, 17.50 Uhr
othello | religiöse Dominanz und Ignoranz
Als Gegner eines Lutherdenkmals in Nordhausen muss ich meine Kapitulation erklären.
Bei so viel religiöser Dominanz und Ignoranz in Nordhausen, kommt man sich vor, wie der Rufer in der Wüste. Mit der Planung eines Lutherdenkmals in Nordhausen, wo schon Fördermittel beantragt wurden, beweist man, mit welcher Ignoranz auf berechtigte Kritiker des Wirkens Luthers reagiert wird. Schon vergessen, was Herr Dr. Heinz Schilling und Dr. Wagner in zwei verschiedenen Vorträgen in Nordhausen dargelegt haben? Schon vergessen, ihre Warnungen vor dem Luther-Kult und der Luther-Verklärung ! Aber im Stadtrat sitzen wahrscheinlich zu viele religiös verblendete Ignoranten und atheistische Ja-Sager. Eine Stadt errichtet im 21. Jahrhundert ein Denkmal für Luther. Was für ein Rückschritt ! Ein symbolischer Schlag gegen Aufklärung und Wissenschaft !
Aber mit Widerstand ist hier wohl nicht mehr zu rechnen.
Noch ein kleiner Hinweis an Herrn Dr. Zeh als Bürgermeister. Sie sind Bürgermeister aller Nordhäuser, auch der Nicht - Christen. Deshalb ist die Ökumene nicht ihre Aufgabe als Bürgermeister, denn die interessiert den normalen Bürger der Stadt Nordhausen überhaupt nicht.
Trennen sie ihr Amt von ihren religiösen Aufgaben !

0   |  0     Login für Vote
12.09.2014, 19.57 Uhr
Zukunft | Recht
Othello hat Recht, die Aufgabe des Bürgermeisters ist nicht die Ökumene. Aber Kann man das Amt von eigenen religiösen Denken bzw.Aufgaben trennen, ich denke nicht. Das konnte auch die Vorgängerin des Oberbürgermeisters nicht.

0   |  0     Login für Vote
18.09.2014, 14.00 Uhr
Flitzpiepe | Rumgeeiere
Ja wie denn nun?
Hier steht, dass Dr.Zeh den Herrn Schwarz gebeten hat, bei der Umgestaltung des Osterfestes mitzuhelfen.
In einer anderen Onlinezeitung war zu lesen, dass es umgekehrt war. Der Herr Schwarz möchte keine traditionelle Ostereiersuche mehr auf dem Petersberg am Samstag.
Egal wie rum, Freunde machen sich beide damit bestimmt nicht.

0   |  0     Login für Vote
18.09.2014, 16.16 Uhr
Bleistift und Lineal | himmelgartenbibliothek
immer, wenn ich in aktuellen meldungen die worte "himmelgartenbibliothek" und "museum flohburg" im kontext lese frage ich mich, warum nur ich innerlich zusammenzucke, und nicht auch die entsprechenden politiker vor scham im boden versinken.

warum?

na - war doch die himmelgartenbibliothek seinerzeit eines, wenn nicht sogar DAS pro-argument für den bau der kulturbibliothek. dann "vergaß" man sie in der ausschreibung (was wäre einem architekturbüro in der freien wirtschaft wohl passiert, wenn es eines der größten posten im bauwerk mal eben vergisst?) und musste - huch! - eins-fix-drei einen neuen platz für sie suchen.

mir tut so viel (0/*%$§:>+^ - das darf ich leider nicht ausschreiben) innerlich weh. politikern jedoch offenbar nicht. alles vergeben und vergessen. freundlich in die kamera lächeln, nicken und schön gemeinsam im chor: "himmelgartenbibliothek" und "museum flohburg".

0   |  0     Login für Vote

→ Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Anzeige MSO digital

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige