Do, 12:19 Uhr
04.09.2014
Unterwegs auf Hornissenfang
Mario Schneider wohnt idyllisch Am Weißen Stieg 6 in Stempeda. Nur wenige Meter neben dem Haus befindet sich ein Holzstapel. Kürzlich ergriff er ein Holzscheit. Und erlebte eine böse Überraschung. Für ihn war sie lebensbedrohlich. Kurt Frank berichtet...
In diesem Holzstapel befindet sich das Hornissennest. Wegen seiner Lage kann es nicht umgesetzt werden.
Stempeda. Halb so schlimm, dachte der 46-Jährige. Hatte er doch problemlos Bienenstiche überstanden. Die Stichstelle betupfte er wieder mit Zwiebelsaft. Doch diesmal kam alles anders. Sein Gesicht schwoll an, erinnert sich Mutter Birgit. Plötzlich kamen Atembeschwerden hinzu. In panischer Angst fuhr ihn die Mutter in das Krankenhaus. Diagnose: Allergieschock. Für Mario wurde alles gut.
Neugierig geworden, näherte sich danach Birgit Schneider vorsichtig dem Holzhaufen. Große gelb-schwarz gestreifte Insekten flogen an einer Stelle ein und aus. Wie Wespen sahen sie aus. Nur bedeutend größer: Hornissen. Hier hatten sie ihre Brut. Die Frau verständigte die Feuerwehr. Um das Nest beseitigen zu können, bedürfe es einer Genehmigung, bescheinigte man ihr. Hornissen stehen unter Naturschutz.
Die Familie wandte sich an die Naturschutzbehörde des Landkreises. Mit Martin Taeger war heute Vormittag nnz vor Ort. Das Nest, urteilte der Fachmann, könne man leider nicht umsetzen. Zu versteckt liegt es zwischen dem Holz. Zu seinem Bedauern müsse er eine Genehmigung für die Hausbesitzer ausschreiben, die es ihnen erlaubt, das Hornissennest beseitigen zu lassen.
Die Tierchen fliegen auch nachts, weiß Taeger. Unglückliche Umstände könnten bewirken, das man gestochen werde. Reagieren Menschen wie Mario Schneider allergisch, könne es für sie lebensbedrohlich werden. Hornissen suchen sich wie Wespen alle möglichen Stellen für ihre Brut aus. Eine Beseitigung sei auch dann erlaubt, wenn sie für die Bewohner des Hauses unverhältnismäßig ist.
In der Regel sind Panikreaktionen vor den Brummern unangebracht. Hornissen sind friedliche Insekten, sofern man nicht wild auf sei einschlägt. Sie sind nur bis Mitte Oktober aktiv. Danach sterben die Arbeiterinnen. Nur die Königin überlebt. In morschen Bäumen oder Erdreich. Nie an der gleichen Stelle erfolge im Frühjahr ein Nestbau.
Mancherorts selten geworden, sind Hornissen streng geschützt. Ihr Nutzen ist unbestritten. Sie erbeuten für ihre Larven Fliegen, Wespen, Heuschrecken, Raupen, Spinnen, Käfer, Libellen. Auch Bienen sind vor ihnen nicht sicher. Noch so verlockend können Pflaumenkuchen oder Süßigkeiten auf dem Tisch stehen, im Gegensatz zu den lästigen Wespen würden sich Hornissen nie daran vergreifen. Ihr Stich ist nicht schmerzhafter als der einer Biene, die Wirkung des Giftes gleicht dem einer Wespe.
Autor: redIn diesem Holzstapel befindet sich das Hornissennest. Wegen seiner Lage kann es nicht umgesetzt werden.
Stempeda. Halb so schlimm, dachte der 46-Jährige. Hatte er doch problemlos Bienenstiche überstanden. Die Stichstelle betupfte er wieder mit Zwiebelsaft. Doch diesmal kam alles anders. Sein Gesicht schwoll an, erinnert sich Mutter Birgit. Plötzlich kamen Atembeschwerden hinzu. In panischer Angst fuhr ihn die Mutter in das Krankenhaus. Diagnose: Allergieschock. Für Mario wurde alles gut.
Neugierig geworden, näherte sich danach Birgit Schneider vorsichtig dem Holzhaufen. Große gelb-schwarz gestreifte Insekten flogen an einer Stelle ein und aus. Wie Wespen sahen sie aus. Nur bedeutend größer: Hornissen. Hier hatten sie ihre Brut. Die Frau verständigte die Feuerwehr. Um das Nest beseitigen zu können, bedürfe es einer Genehmigung, bescheinigte man ihr. Hornissen stehen unter Naturschutz.
Die Familie wandte sich an die Naturschutzbehörde des Landkreises. Mit Martin Taeger war heute Vormittag nnz vor Ort. Das Nest, urteilte der Fachmann, könne man leider nicht umsetzen. Zu versteckt liegt es zwischen dem Holz. Zu seinem Bedauern müsse er eine Genehmigung für die Hausbesitzer ausschreiben, die es ihnen erlaubt, das Hornissennest beseitigen zu lassen.
Die Tierchen fliegen auch nachts, weiß Taeger. Unglückliche Umstände könnten bewirken, das man gestochen werde. Reagieren Menschen wie Mario Schneider allergisch, könne es für sie lebensbedrohlich werden. Hornissen suchen sich wie Wespen alle möglichen Stellen für ihre Brut aus. Eine Beseitigung sei auch dann erlaubt, wenn sie für die Bewohner des Hauses unverhältnismäßig ist.
In der Regel sind Panikreaktionen vor den Brummern unangebracht. Hornissen sind friedliche Insekten, sofern man nicht wild auf sei einschlägt. Sie sind nur bis Mitte Oktober aktiv. Danach sterben die Arbeiterinnen. Nur die Königin überlebt. In morschen Bäumen oder Erdreich. Nie an der gleichen Stelle erfolge im Frühjahr ein Nestbau.
Mancherorts selten geworden, sind Hornissen streng geschützt. Ihr Nutzen ist unbestritten. Sie erbeuten für ihre Larven Fliegen, Wespen, Heuschrecken, Raupen, Spinnen, Käfer, Libellen. Auch Bienen sind vor ihnen nicht sicher. Noch so verlockend können Pflaumenkuchen oder Süßigkeiten auf dem Tisch stehen, im Gegensatz zu den lästigen Wespen würden sich Hornissen nie daran vergreifen. Ihr Stich ist nicht schmerzhafter als der einer Biene, die Wirkung des Giftes gleicht dem einer Wespe.


