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Do, 09:52 Uhr
04.09.2014

Nasser Sommer sorgt für Probleme im Wald

Der Sommer war Phasenweise alles andere als Traumhaft. Die vielen Regentage vermießten aber nicht nur Sonnenanbetern und Freibadbesucher die Saison. Auch in den Wäldern des Südharzes sorgte der nasse Sommer für Probleme...

In den Waldbeständen des Forstamtes Bleicherode-Südharz werden besonders Frosttage und Trockenperioden für eine bestandesschonende Rückung des eingeschlagenen Holzes genutzt. Positiv sind hier trockene Wochen im Frühjahr und Spätsommer.

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Die Rückemaschinen verursachen durch ihr hohes Eigengewicht weniger Bodenschäden. Gleibildung d.h. tiefe Fahrspuren werden weitestgehend vermieden, da der Waldboden eine hohe Tragkraft besitzt. Dieses Sommerhalbjahr gab es kaum durchgängig anhaltende Trockentage. Im Gegenteil, erhebliche Mengen Niederschlags, besonders im Harzbereich ließen eine reguläre Bewirtschaftung unserer Wälder kaum zu.

Regenreiche Wochen haben besonders in Waldgebieten mit hoher Lößlehmauflage dazu geführt, dass die Rückung mehrfach abgebrochen werden musste. Rückemaschinen sind im Bestand eingesunken und eine Holzbringung war kaum mehr möglich.

Durchnässter Maschinenweg im Kammerforst südöstlich der Stadt Ellrich (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz) Durchnässter Maschinenweg im Kammerforst südöstlich der Stadt Ellrich (Foto: Forstamt Bleicherode-Südharz)
In einigen Fällen wurde nach mehrmaligem Verschieben der Rückung dennoch begonnen, so z.B. am Kammerforst im Revier Ellrich, nahe des Karstwanderweges. Neben erheblichen Rückegleisen sind nun auch die Wege mit Schlamm überhäuft und die aufgezogenen Ketten haben an einigen Forststraße Wegeschäden verursacht. Ein weiteres Verschieben der Holzbringung ist problematisch, da sich die Aufnahmefähigkeit des Marktes reduziert und ein Qualitätsverfall und somit ein Preisverfall abzeichnet.
Außerdem verzögern sich geplante Maßnahmen zur Instandsetzung der Wege, die nach den Folgen starker Regengüsse und Holzerntemaßnahmen dringend notwendig sind, da eingeschlagenes Holz aus dem Wald erst abfließen muss.

Wanderer und Naturfreunde werden um Verständnis gebeten. Diese außergewöhnliche Situation fordert Kompromisse und schnelle Lösungen. Temporär auftretende Schäden werden im Anschluss umgehend behoben.
Autor: red

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