Di, 22:27 Uhr
02.09.2014
Pflegereform im Jubliäumsjahr
Seit 15 Jahren organisiert Karin Krug die jährliche VdK-Infobus-Tour. Im Jubiläumsjahr steht die Reise ganz im Zeichen der VdK-Protestkampagne für eine große Pflegereform. Heute starteten die Mitglieder des Sozialverbandes in Ilfeld auf dem Supermarktparkplatz ihre Aktion....
Wir setzen uns für die Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, erklärt Hermann Schuchhardt, VdK-Mitglied im Landesvorstand, den Besuchern des Infostandes das Anliegen des Sozialverbandes. Rund 80 Prozent der zu Pflegenden werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Diese zum Teil sehr schwere Arbeit wird aber bei der Rentenberechnung nur ungenügend berücksichtigt, das soll sich ändern, fordert er. Pflege soll einen größeren Anreiz bekommen, stimmt ihm auch Sylvia Schmidt, Vorsitzende des Ortsverbandes Ilfeld, zu.
Der VdK initiierte eine Unterschriftenaktion, die mehr Leistungen für demenzkranke Menschen, die Bemessung der Pflegebedürftigkeit nach dem Grad der Selbstständigkeit, mehr finanzielle Leistungen und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige, die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und die Stärkung der Kommunen im Hinblick auf altersgerechtes Wohnen und Leben fordert. Über 200.000 Menschen unterzeichneten diese Petition, das zeigt einen starken öffentlichen Rückhalt der Forderungen, ist sich Schuchhardt sicher. Diese Petition wurde nun bei der Bundesregierung eingereicht; jetzt sind die Politiker am Zug.
Ohne Angehörige würden 3,2 Millionen mehr Vollzeit-Pflegekräfte benötigt, dies gibt der Arbeitsmarkt nicht her. Die Situation der häuslichen Pflege muss verbessert werden, denn immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, meint Kreisverbandsvorsitzender Bernd Reiber. Laut VdK-Statistik wird es im Jahr 2030 rund 3,4 Millionen und 2050 rund 4,5 Millionen Menschen geben, die Hilfe benötigen.
Anja Posevsky stellte heute in Ilfeld die Kampagne Ich will Pflege...für Dich, für mich, für alle vor. Hier werden bessere Arbeitsbedingungen für Pflegende und eine bessere Pflege für die Bewohner gefordert, berichtet die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Ilfelder Neanderklinik. Sind die Mitarbeiter motiviert, sind auch die Bewohner zufriedener, weiß sie aus ihrem Arbeitsalltag. Jedoch möchte kaum jemand noch einen Beruf im Pflegebereich ergreifen, das ist natürlich ein weiteres Problem, erläutert Anja Posevsky, die auch Delegierte im Deutschen Pflegeverband ist. Auch für die Nachwuchsgewinnung hatte sie ihren Informationsstand in Ilfeld aufgebaut.
Der VdK-Info-Bus ist morgen zwischen 08.00 Uhr und 12.00 Uhr vor dem Nordhäuser Rathaus zu finden.
Autor: redWir setzen uns für die Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, erklärt Hermann Schuchhardt, VdK-Mitglied im Landesvorstand, den Besuchern des Infostandes das Anliegen des Sozialverbandes. Rund 80 Prozent der zu Pflegenden werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Diese zum Teil sehr schwere Arbeit wird aber bei der Rentenberechnung nur ungenügend berücksichtigt, das soll sich ändern, fordert er. Pflege soll einen größeren Anreiz bekommen, stimmt ihm auch Sylvia Schmidt, Vorsitzende des Ortsverbandes Ilfeld, zu.
Der VdK initiierte eine Unterschriftenaktion, die mehr Leistungen für demenzkranke Menschen, die Bemessung der Pflegebedürftigkeit nach dem Grad der Selbstständigkeit, mehr finanzielle Leistungen und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige, die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und die Stärkung der Kommunen im Hinblick auf altersgerechtes Wohnen und Leben fordert. Über 200.000 Menschen unterzeichneten diese Petition, das zeigt einen starken öffentlichen Rückhalt der Forderungen, ist sich Schuchhardt sicher. Diese Petition wurde nun bei der Bundesregierung eingereicht; jetzt sind die Politiker am Zug.
Ohne Angehörige würden 3,2 Millionen mehr Vollzeit-Pflegekräfte benötigt, dies gibt der Arbeitsmarkt nicht her. Die Situation der häuslichen Pflege muss verbessert werden, denn immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, meint Kreisverbandsvorsitzender Bernd Reiber. Laut VdK-Statistik wird es im Jahr 2030 rund 3,4 Millionen und 2050 rund 4,5 Millionen Menschen geben, die Hilfe benötigen.
Anja Posevsky stellte heute in Ilfeld die Kampagne Ich will Pflege...für Dich, für mich, für alle vor. Hier werden bessere Arbeitsbedingungen für Pflegende und eine bessere Pflege für die Bewohner gefordert, berichtet die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Ilfelder Neanderklinik. Sind die Mitarbeiter motiviert, sind auch die Bewohner zufriedener, weiß sie aus ihrem Arbeitsalltag. Jedoch möchte kaum jemand noch einen Beruf im Pflegebereich ergreifen, das ist natürlich ein weiteres Problem, erläutert Anja Posevsky, die auch Delegierte im Deutschen Pflegeverband ist. Auch für die Nachwuchsgewinnung hatte sie ihren Informationsstand in Ilfeld aufgebaut.
Der VdK-Info-Bus ist morgen zwischen 08.00 Uhr und 12.00 Uhr vor dem Nordhäuser Rathaus zu finden.


