Fr, 11:30 Uhr
29.08.2014
Grüne im Grünen
Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer informierte sich gestern im Landkreis Nordhausen über die Thüringer Landwirtschaft. Zusammen mit Christian Darr, dem Nordhäuser Landtagskandidaten der Grünen, wurde das Grüne Band bei Ellrich und Wiesen in Neustadt begutachtet...
Gemeinsam mit Christian Darr, dem bündnisgrünen Direktkandidaten zur Landtagswahl, sprach der Minister am Vormittag mit der Schäferin Gisela Roßmeier. Sie beweidet zwischen Ellrich und Zorge die Flächen des ehemaligen Grenzstreifens, welcher heute als Grünes Band bekannt sind.
Hier entstand über mehrere Jahrzehnte eine schützenswerte Flora und Fauna, die durch behutsame Maßnahmen, wie die Beweidung mit Schafen und Ziegen, gepflegt wird. Die Beweidung mit Schafen ist wichtig für die Landschaft sagte Roßmeier im Gespräch mit dem Minister. Besonders die seit Jahren rückläufigen Schafbestände gefährden zunehmend den Erhalt ökologisch wertvoller Flächen. Beide Länder verzeichnen eine ähnliche Entwicklung, die Thüringer Förderprogramme bieten jedoch noch einiges Potenzial um dem Rückgang wirksam zu begegnen erläutert Christian Darr. So wurden in Niedersachsen die Prämien für kleine Herden erhöht, um Anreize zum Erhalt der Bestände zu bieten.
Minister Meyer, Wiesenbesitzer Gerd Ulm und Direktkandidat für der Grünen für den Thüringer Landtag, Christian Darr (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Nordhausen)
Am Nachmittag besuchten die beiden bündnisgrünen Politiker eine Streuobstwiese bei Neustadt. Über die Fläche führte der Besitzer Gerd Ulm, welcher neben aktuellen Projekten auch seine Pläne für die Zukunft erläuterte. Seit dem Kauf vor vier Jahren widmet sich Ulm der Pflege und Wiederherstellung des Apfel- und Birnbaumbestands. Inzwischen absolviert er eine Weiterbildung zum Streuobstpädagogen und teilt, nicht nur in verschiedenen Schulprojekten, sein Wissen über Apfelsorten und die Verarbeitung zur leckeren Nahrungsmitteln: Die Kenntnisse über alte Sorten und die Herstellung natürlicher, gesunder Nahrungsmittel sollten bereits in den Kindergärten und Schulen vermittelt werden.
Minister Meyer erläuterte seinen Gesprächspartnern an einigen Beispielen die Ausrichtung und wirksame Instrumente der niedersächsischen Landwirtschaftspolitik, die zu einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion beitragen.
Abschließend fasst Christian Darr die Eindrücke der Gespräche zusammen: Übereinstimmend nannten beide Gesprächspartner die Forderung nach einer besseren Förderung kleiner und mittlerer Landwirtschaftsbetriebe und die zum Teil großen Schwierigkeiten bei der Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte. Das regionale Angebot erreicht die Verbraucher bisher nur unzureichend. Zur Unterstützung der lokalen Erzeuger sowie für Schutz und Erhalt der Landschaft ist der Naturpark Südharz ein gutes Instrument. Das vorhandenen Potenzial ist seit der Gründung vor fünf Jahren jedoch bisher noch nicht ausgeschöpft.
Autor: redGemeinsam mit Christian Darr, dem bündnisgrünen Direktkandidaten zur Landtagswahl, sprach der Minister am Vormittag mit der Schäferin Gisela Roßmeier. Sie beweidet zwischen Ellrich und Zorge die Flächen des ehemaligen Grenzstreifens, welcher heute als Grünes Band bekannt sind.
Hier entstand über mehrere Jahrzehnte eine schützenswerte Flora und Fauna, die durch behutsame Maßnahmen, wie die Beweidung mit Schafen und Ziegen, gepflegt wird. Die Beweidung mit Schafen ist wichtig für die Landschaft sagte Roßmeier im Gespräch mit dem Minister. Besonders die seit Jahren rückläufigen Schafbestände gefährden zunehmend den Erhalt ökologisch wertvoller Flächen. Beide Länder verzeichnen eine ähnliche Entwicklung, die Thüringer Förderprogramme bieten jedoch noch einiges Potenzial um dem Rückgang wirksam zu begegnen erläutert Christian Darr. So wurden in Niedersachsen die Prämien für kleine Herden erhöht, um Anreize zum Erhalt der Bestände zu bieten.
Minister Meyer, Wiesenbesitzer Gerd Ulm und Direktkandidat für der Grünen für den Thüringer Landtag, Christian Darr (Foto: Bündnis '90 Die Grünen Nordhausen)
Am Nachmittag besuchten die beiden bündnisgrünen Politiker eine Streuobstwiese bei Neustadt. Über die Fläche führte der Besitzer Gerd Ulm, welcher neben aktuellen Projekten auch seine Pläne für die Zukunft erläuterte. Seit dem Kauf vor vier Jahren widmet sich Ulm der Pflege und Wiederherstellung des Apfel- und Birnbaumbestands. Inzwischen absolviert er eine Weiterbildung zum Streuobstpädagogen und teilt, nicht nur in verschiedenen Schulprojekten, sein Wissen über Apfelsorten und die Verarbeitung zur leckeren Nahrungsmitteln: Die Kenntnisse über alte Sorten und die Herstellung natürlicher, gesunder Nahrungsmittel sollten bereits in den Kindergärten und Schulen vermittelt werden.
Minister Meyer erläuterte seinen Gesprächspartnern an einigen Beispielen die Ausrichtung und wirksame Instrumente der niedersächsischen Landwirtschaftspolitik, die zu einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion beitragen.
Abschließend fasst Christian Darr die Eindrücke der Gespräche zusammen: Übereinstimmend nannten beide Gesprächspartner die Forderung nach einer besseren Förderung kleiner und mittlerer Landwirtschaftsbetriebe und die zum Teil großen Schwierigkeiten bei der Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte. Das regionale Angebot erreicht die Verbraucher bisher nur unzureichend. Zur Unterstützung der lokalen Erzeuger sowie für Schutz und Erhalt der Landschaft ist der Naturpark Südharz ein gutes Instrument. Das vorhandenen Potenzial ist seit der Gründung vor fünf Jahren jedoch bisher noch nicht ausgeschöpft.


