Do, 12:27 Uhr
28.08.2014
Robuster Start in den Herbst
Der Thüringer Arbeitsmarkt hat trotz der Sommerferien erneut Stabilität bewiesen. 87.090 Arbeitslose – nur 851 mehr als im Juli – meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen...
Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres (7,9 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 5.082 gesunken. Damit hat Thüringen weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland und schneidet sogar besser ab als Nordrhein-Westfalen und Hamburg.
Inmitten aller derzeitigen Krisen zeigt sich der Thüringer Arbeitsmarkt erstaunlich intakt und lässt sich von konjunkturellen Störfeuern wenig beeindrucken, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt die aktuellen Zahlen. Wie jedes Jahr sei im Ferienmonat August nicht viel Bewegung bei den Beschäftigtenzahlen zu erwarteten gewesen. Der Grund: Viele Betriebe machten derzeit Urlaub und andere legten geplante Einstellungen auf die Zeit nach der Sommerpause. Außerdem meldeten sich viele Schulabgänger vor Ausbildungsaufnahme vorübergehend arbeitslos.
Thüringen setzt weiterhin Maßstäbe auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt. Die Firmen begegnen den Belastungen der Weltmärkte bisher absolut souverän. Russland, Nahost, europäische-Finanzkrise: im derzeit wirtschaftlich komplizierten Umfeld zeigt sich die Beschäftigtensituation bemerkenswert robust und ist nicht zuletzt Ergebnis der Sorge um den Fachkräftenachwuchs, unterstreicht Grusser. Aber auch die solide Binnennachfrage und der private Konsum würden zur positiven Grundstimmung beitragen. So wären derzeit fast 18.000 freie Stellen - immerhin 14,7 Prozent mehr als vor einem Jahr - gemeldet. Deutschlandweit rangiere Thüringen damit hinter Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz auf dem vierten Platz.
Falls jedoch die internationalen Krisen – insbesondere der Ukraine-Konflikt – nicht bald gelöst werden, könnte dies auch Spuren in der Thüringer Wirtschaft hinterlassen. Dann werden die Unternehmen bei der Einstellung zusätzlicher Arbeitskräfte kürzer treten. Aber auch der Mindestlohn könnte sich verschärfend auswirken, warnt der IHK-Chef. Dennoch rechnet er in den nächsten Monaten mit einer stabilen Entwicklung.
Autor: redDie Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres (7,9 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit um 5.082 gesunken. Damit hat Thüringen weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland und schneidet sogar besser ab als Nordrhein-Westfalen und Hamburg.
Inmitten aller derzeitigen Krisen zeigt sich der Thüringer Arbeitsmarkt erstaunlich intakt und lässt sich von konjunkturellen Störfeuern wenig beeindrucken, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt die aktuellen Zahlen. Wie jedes Jahr sei im Ferienmonat August nicht viel Bewegung bei den Beschäftigtenzahlen zu erwarteten gewesen. Der Grund: Viele Betriebe machten derzeit Urlaub und andere legten geplante Einstellungen auf die Zeit nach der Sommerpause. Außerdem meldeten sich viele Schulabgänger vor Ausbildungsaufnahme vorübergehend arbeitslos.
Thüringen setzt weiterhin Maßstäbe auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt. Die Firmen begegnen den Belastungen der Weltmärkte bisher absolut souverän. Russland, Nahost, europäische-Finanzkrise: im derzeit wirtschaftlich komplizierten Umfeld zeigt sich die Beschäftigtensituation bemerkenswert robust und ist nicht zuletzt Ergebnis der Sorge um den Fachkräftenachwuchs, unterstreicht Grusser. Aber auch die solide Binnennachfrage und der private Konsum würden zur positiven Grundstimmung beitragen. So wären derzeit fast 18.000 freie Stellen - immerhin 14,7 Prozent mehr als vor einem Jahr - gemeldet. Deutschlandweit rangiere Thüringen damit hinter Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz auf dem vierten Platz.
Falls jedoch die internationalen Krisen – insbesondere der Ukraine-Konflikt – nicht bald gelöst werden, könnte dies auch Spuren in der Thüringer Wirtschaft hinterlassen. Dann werden die Unternehmen bei der Einstellung zusätzlicher Arbeitskräfte kürzer treten. Aber auch der Mindestlohn könnte sich verschärfend auswirken, warnt der IHK-Chef. Dennoch rechnet er in den nächsten Monaten mit einer stabilen Entwicklung.

