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Mi, 11:17 Uhr
27.08.2014

Keine Maut, dafür Steuer

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert, die Pläne des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) für die Einführung einer Pkw-Maut auf Eis zu legen...


„Die Pkw-Maut schafft neue Ungerechtigkeiten. Deshalb sollte der Bundesverkehrsminister seine Pläne für eine Pkw-Maut zurückziehen“, fordert Marion Jungbluth, Leiterin des Teams Energie und Mobilität im vzbv.

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In der Koalitionsvereinbarung sprachen sich CDU/CSU und SPD für eine Pkw-Maut auf Autobahnen aus, die deutsche Autofahrer nicht zusätzlich belasten darf. Der Bundesverkehrsminister will eine Maut für Autos auf allen Straßen in Deutschland einführen. Davon war im Koalitionsvertrag nicht die Rede.

„Eine absurde Regelung: Lkw könnten weiterhin auf Gemeindestraßen ausweichen, während Pkw auf allen Straßen zahlen müssten. Dabei sind gerade die großen Lastwagen und schwere Busse die Verursacher von Straßenschäden“, so Jungbluth.

Darüber hinaus ist die geplante Pkw-Maut aus Sicht des vzbv auch für Europa das falsche Signal. Wenn die Nachbarn Deutschlands nun für ihre Fahrt nach Deutschland bezahlen müssten, bleibt von einem „Europa ohne Schranken“ nicht viel. Den Nachteil haben vor allem Verbraucher, die Fremdenverkehrswirtschaft und der Einzelhandel entlang den Grenzen. Mögliche Ausnahmeregelungen würden das ohnehin komplizierte System undurchschaubar machen und die Erhebungskosten würden noch teurer werden.

Die zu erwartenden Einnahmen rechtfertigen zudem den Aufwand nicht. „Die Finanzierungslücke beim Erhalt der Straßeninfrastruktur kann auch mit der geplanten Pkw-Maut nicht geschlossen werden. Daher sind deutschen Autofahrer auf Dauer nicht davor geschützt, über die Pkw-Maut zur Straßensanierung zur Kasse gebeten zu werden“, meint die Marion Jungbluth, Teamleiterin Energie und Mobilität des vzbv.

Die Vignetten-Lösung entfaltet zudem keine Lenkungswirkung. Ökologischer und gerechter wäre ein von der Fahrleistung abhängiges Bezahlsystem. Dafür müsste aber ein aufwändiger Erhebungs- und Kontrollapparat aufgebaut werden. Das wäre teuer und die Erhebung der notwendigen Daten gäbe Anlass zur Sorge vor ihrer Zweckentfremdung.

Die Alternative zu einer Maut sind steuerbasierte Finanzierungsinstrumente, die ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand und ohne Datenschutzrisiken funktionieren. Eine ökologische und verkehrspolitisch sinnvolle Lenkungswirkung wäre mit einer stärker emmissionsabhängigen KFZ-Steuer und der Mineralölsteuer besser und einfacher zu erreichen.
Autor: red

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Kommentare
Ickarus
27.08.2014, 14:09 Uhr
Ohne Worte
Da fehlen mir die Worte!! Noch mehr Steuern und unsere Bürger weiter melken? Oh nein!!! Wir deutsche Bürger müssen seit vielen Jahren im Ausland zahlen und die Taschen öffnen!! Jetzt endlich her mit der Vignette und jeder der unsere Straßen nutzt, welche durch die KFZ Steuer deutscher Bürger gefertigt und gewartet werden, soll dafür bezahlen!! Wenn ich z.B. auf der A 2 oder A 38 unterwegs bin, dann sehe ich ca. 2/3 ausländische Fahrzeuge und entweder sollen diese um Deutschland herum fahren oder genauso bezahlen!!!
emmerssen
27.08.2014, 14:24 Uhr
Schwachsinn!!!
Wenn ich so viel Unsinn lese wird mir schlecht. Überall in Europa müssen wir für die Autobahnbenutzung zahlen.Nur in Deutschland nicht!Kommt ein guter Vorschlag wird er kaputt geredet.Womit liebe Herrschaften sollen denn unsere total maroden Straßen endlich instant gesetzt werden? Eventuell hat ja der VZBV dafür auch mal einen Vorschlag?
ente aus ndh
27.08.2014, 19:16 Uhr
ungerecht
jeder autofahrer der sich schonmal über lkw's aufgeregt hatt schreit gleich maut,maut, mauterhöhung.aber selber will er nichts zahlen,das sollen doch die lästigen großen für ihn mitmachen.jeder der die autobahn benutzt sollte auch dafür zahlen!!!
andererseitss muß aber auch sichergestellt werden das die maut auch nur zweckgebunden eingesetzt wird und nicht um irgendwelche haushaltslöcher zu stopfen
Glaskugel
28.08.2014, 07:58 Uhr
Kfz Steuer, Mineralölsteuer
Wenn Kfz Steuer und Mineralölsteuer zweckgebunden eingesetzt würden hätten wir die tollsten Straßen der Welt und bräuchten diese schlecht gemachte Zusatzabzocke überhaupt nicht.
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