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Di, 15:46 Uhr
12.08.2014

Verschmelzung soll Einsparungen bringen

Auf der September-Sitzung wird Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh den Stadträten Vorschläge zur Straffung der Strukturen in der Stadtwerke Holding unterbreiten: Die Verschmelzung der Parkhaus- und Bädergesellschaft mit der Badehaus GmbH sowie die Re-Kommunalisierung der „Neuen Mitte GmbH“...


„Nach einer ausgiebigen Analyse samt externer Expertise werden dies die ersten Schritte zur Gesundung des städtischen Haushalts sein“, sagte der Oberbürgermeister. „Es ist der Auftakt für die umfassende Haushaltskonsolidierung.“

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„Mit der Straffung der Strukturen gewinnt der Stadtwerke-Konzern die nötige Kraft und kann sich zukunftsfest machen. Dies ist wichtig, da die Stadtwerke der wesentliche Dienstleister für die elementare Daseinsfürsorge der Menschen ist. In die Nähe einer Situation, wie sie derzeit zum Beispiel bei den Stadtwerken in Gera Realität ist, darf Nordhausen nicht kommen. Deshalb wäre eine Zustimmung durch die Stadträte vorteilhaft“, sagte Dr. Zeh.

„Da in den letzten Jahren die Neue Mitte GmbH das Ergebnis der Stadtwerke Holding mit jährlich rund 250.000 Euro Verlust belastet hat, empfiehlt das von uns beauftragte Wirtschaftsfprüf-Unternehmen die Re-Kommunalisierung als dringendsten Schritt. Die Wirtschaftsprüfer rechnen mit einer jährlichen finanziellen Entlastung der Stadtwerke Holding von etwa 100.000 Euro.“

„Überlegungen, die Strukturen in der Stadtwerke-Holding zu straffen, gibt es in der Stadtverwaltung bereits seit 2009. Schon damals existierten Überlegungen, die Neue Mitte GmbH aus dem Stadtwerkeverbund wieder auszugliedern“, so der Oberbürgermeister.

„Das Vermögen der GmbH ist bildlich gesprochen sehr überschaubar: Es handelt sich hauptsächlich um die metallenen Steineinfassungen, die Gabionen, auf dem Petersberg. Diese werden in das Eigentum der Stadt übernommen. Die Grundstücke auf denen sich die Gabionen befinden, sind bereits Stadteigentum“ sagte Dr. Zeh.

Die „Neue Mitte GmbH“ war als „Landesgartenschau Nordhausen 2004 GmbH“ gegründet worden, um steuerliche Vorteile einer GmbH zu nutzen. Die entsprechenden steuerlichen Fristen sind im Wesentlichen zum 1. Januar 2015 abgelaufen. Die GmbH sei ein so genannter „geborener Verlustbetrieb“. „Sie hat Aufgaben, die bei Anwendung der kaufmännischen Rechnungslegung fast immer Verluste produzieren.“ Die GmbH soll – so die Beschlussvorlage - ihre Geschäftstätigkeit zum 1. Januar einstellen und abgewickelt werden.

Ebenfalls in der September-Sitzung sollen die Stadträte entscheiden über die Verschmelzung der Parkhaus- und Bäder GmbH mit der Badehaus GmbH. „Durch die Verschmelzung der Badbesitz und mit der Badbetreibungsgesellschaft wird ein Einsparpotential von rund 87.000 Euro jährlich erreicht. Auch diese Verschmelzung soll zum 1. Januar 2015 gelten. Für die Mitarbeiter ändert sich durch die Verschmelzung nichts“, so der Oberbürgermeister.

„Erste Ideen, Gesellschaften zusammenzuführen, gibt es auch hier schon seit 5 Jahren. Im Jahr 2011 wurde geprüft, die Parkhaus- und Bäder GmbH, mit der „Neuen Mitte GmbH und der Stadtwirtschaft zu verschmelzen.“
Autor: red

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Kommentare
Rainer H.
12.08.2014, 16:03 Uhr
Stadtwerke und Einsparen
Das ist ein sehr guter Schritt vom Oberbürgermeister. Das hätte Frau Rinke schon vor Jahren machen sollen. Doch wer haut schon eigenen Parteimitgliedern die Kürzungen rein. Hier ist viel zu sparen. Wenn die Neue Mitte 250.000 Minus pro Jahr einfährt und man diese schließt, müsse man doch mehr wie 100.000 sparen.
emmerssen
12.08.2014, 17:20 Uhr
Expertise?
Hier haben also andere Leute, nicht unsere Stadtobersten die ganze Sache durch gerechnet. Und Sie haben eine "Expertise" erstellt. Die gab es mit Sicherheit nicht umsonst. Da würde mich doch mal interessieren was diese Expertise der Stadt erst mal gekostet hat?
Zukunft
12.08.2014, 18:00 Uhr
Überschaubar
Die möglichen Einsparungen von ca. 200.000 € sind ja überschaubar. Die Rückführung der Gabionen in den städtischen Haushalt belastet auch diesen. Abschreibungen, Abschreibungen......
Hans Dittmar
12.08.2014, 18:39 Uhr
Richtige Schritte bei Stadtwerken
Ich denke es war hier 2 vor 12. Eine Prüfung kostet immer Geld, jedoch würde ich nicht nach den Kosten der Prüfung fragen, sondern danach, weshalb die externen Prüfer, die jährlich das Unternehmen untersuchen und diesem eine Empfehlung bzw. Bescheinigung erstellen, wonach der Aufsichtsrat den Gesellschafter entlastet, nicht mitbekommen haben, das dieses Unternehmen schlecht da steht. Wenn man einige Mitarbeiter hört, sagen diese selbst, dass der Kopf der Gesellschaft schlanker werden muss. Hier gebe ich auch einem Vorredner recht, es muss in so einem kleinen Unternehmen, wo der Geschäftsführer mehr verdient als sein Chef der Oberbürgermeister, nicht jeder kleine Geschäftsführer ein Auto fahren. Ich denke wenn man sachlich von den Aufgaben ausgeht und dabei die Tätigkeitsfelder der einzelnen Mitarbeiter prüft ist einiges an Einsparungen möglich.
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