Di, 10:21 Uhr
11.05.2004
Nasenbären unterwegs
Nasenbären unterwegs (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Was ein Nasenbär ist, das weiß doch jeder, oder meint es zu wissen. Was ist aber nun eine Nasenflöte?Um die Spannung gleich aufzuheben, ehe sie sich ins Unerträgliche steigert: die Nasenflöte ist tatsächlich ein Instrument, auf dem man wirklich unerhörte Musik machen kann, indem man durch die Nase die Luft in das kleine pfeifenähnliche Teil stößt.
Wenn Sie das nicht glauben wollen, können Sie sich am Samstag 15. Mai live davon überzeugen.
Der Jazzclub Nordhausen lässt nicht locker. Jetzt wollen die Aktivisten der weniger populären Musikstile also am Samstag, 15. Mai zur besten Kaffeezeit ihren Baum vor dem Nordhäuser Theater ehren. Alle sind ganz stolz, dass der Jazzbaum tatsächlich neue Triebe angesetzt hat.
Und weil Pflanzen bekanntlich Musik mögen, wird das Gehölz an diesem Nachmittag so richtig verwöhnt. Erst tritt ein Berliner Ensemble auf, das die Rolandstadt noch nie gesehen hat. Das Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester: der Grindchor ist so ziemlich das Abgefahrenste, was man sich vorstellen kann. Eine ganze Reihe erwachsener Leute klemmen sich eine Art Pfeife an die Nase und blasen da hinein. In die Nasenflöte nämlich. Das klingt ein bisschen wie Pfeifen, aber wirklich nur ein bisschen.
Auch den zweiten Programmpunkt sollte eine wahrer Freund ungewöhnlicher Klänge nicht verpassen. Es sind die Musiker einer Gruppe, die mit ihrem unaussprechlichen Namen ebenso für Aufsehen sorgen wie mit ihrer phantastischen Klezmermixmusik: Schnaftl Uftschik. Auch diese Kapelle kommt aus der Bundeshauptstadt und so können die Musiker dann gemeinsam im Bus nach Hause fahren.
Der Nordhäuser Jazzclub wird sich persönlich um die kulinarische Versorgung vor Ort kümmern und mit jeder Menge Men- und Women-Power zu einem wunderschönen Frühlingsnachmittag beitragen. Von 15 19 Uhr soll das fröhliche Fest dauern.


