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So, 12:30 Uhr
27.07.2014

Handballer mit erstem Test

Die Handballer des NSV absolvierten am Samstag ein inoffizielles Kräftemessen auf heimischen Parkett. Gegner war die spielstarke Mannschaft der HSG Plesse-Hardenberg aus Niedersachsen. Für die Südharzer sollte es eine erste Standortbestimmung nach dem Trainingsbeginn vor drei Wochen sein...


Die Nordhäuser basteln an einer neuen Mannschaft. Der Termin zur offiziellen Vorstellung des Teams ist zwar erst in drei Wochen, doch schon jetzt wirft die neue Spielserie ihre Schatten voraus.

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Nach dem der Thüringer Handball Verband keine Veränderungen für die Spielserie 2014/15 geplant hat, kann die Liga durchatmen. Die Nordhäuser wollen dies nutzen um den geplanten Umbau und Neuaufbau der Männer weiter voran zutreiben. Die Mannschaft soll, nach dem Ausscheiden einiger Stammspieler ein komplettes neues Gesicht erhalten. Dabei gilt das Hauptaugenmerk dem eigenen nachrückenden Nachwuchs. Damit wird aber auch klar das der NSV eine der schwersten Spielserien seiner Vereinsgeschichte vor sich hat.

Somit war der erste Auftritt, wenn auch inoffiziell, mit Spannung erwartet. Vorweg, der NSV hat nicht nur ein deutlich jüngeres Gesicht, sie meisterten ihre ersten 60. Spielminuten mit Bravur und deutlich besser als erwartet. Auch wenn das Team um Trainer Stephan Albrecht und Jörg Effenberger am Ende mit 31:38 verlor überzeugten sie und brachten die Gäste bis kurz vor Schluss (30:31) in arge Verlegenheit. Erst der ungestüme Willen die Partie aus dem Feuer reißen zu wollen ließ sie endgültig zu Gunsten der HSG kippen.

Nach dem Anpfiff der beiden gut agierenden Schiedsrichter Roy Grob und Max Nottrodt, letzter im Schiedsrichterförderkader, zeigten die Spieler der HSG sofort ihre Mannschaftsstärke. Auch wenn dem NSV der erste Treffer durch Lukas Fehling gelang und sie zum 2:2 ausgleichen konnten, die Waage neigte sich unaufhörlich in Richtung HSG.

Der Beginn alles andere als aufschlussreich und ansehendlich. Diese Gedanken hatten anscheinend auch die Nordhäuser Bank und nahm in der 8. Spielminute, beim Stand von 3:7, eine Auszeit. Keine Ahnung was besprochen wurde aber es wirkte. Die Gastgeber fortan ohne jeglichen Respekt und kaltschnäuzig. Auf einmal spielten sie wie aus einem Guss.

Beim 10:11 war die Aufholjagt fast von Erfolg gekrönt, jedoch bei gefühlten 30 Grad eine kräftezerrende Angelegenheit. Die Gäste in dieser Phase abgezockter, ließen keine Verschnaufpausen zu und konterten sofort. Zur Halbzeit lagen die Südharzer nur 17:19 in Rückstand.

Die zweite Halbzeit war ein offener, äußerst fairer und sehenswerter Schlagabtausch. Beide Seiten schenkten sich nichts, bei einem fast mörderischen Tempo. Leider blieb dabei die Genauigkeit desöfteren auf der Strecke. Besonders bei den jungen Wilden kam das eine und andere mal das Ungestüme durch. Das machte das Spiel der Nordhäuser wiederum ansehendlich, der Wille wurde belohnt.

Lange lagen die beiden Kontrahenten Kopf an Kopf. Beim 22:21 übernahm der NSV sogar die Führung. Bis zum erwähnten 30:31 spielten beide Teams voll auf Augenhöhe. Erst danach zollten die Nordhäuser dem Kräfteverschleiß und ein wenig (noch!) erlaubter Ungestümheit Tribut und verloren 31:38.

Ein gelungener Auftritt der Nordhäuser gegen die HSG Plesse-Hardenberg. Die Mischung zwischen jungen Spielern und Erfahrung brachte wieder Spielwitz und Kampf auf das Parkett. Da einige Leistungsträger wie Thomas Riemekasten fehlten bleibt scheinbar noch viel Luft nach oben.

Als Goalkeeper, neben Matthias Thiele und Lukas Fehling, zeichnete sich Linkshänder Florian Gröger aus. Aber auch Christopher Barth, der sich die Kreisposition mit dem ausgezeichnet aufspielenden Marc Tube teilte, wusste zu überzeugen. Alles im allen stand die Mannschaft im Vordergrund. Beide Trainer konnten während der 60. Spielminuten viel probieren und neue Erkenntnisse sammeln. In drei Wochen wird das Rückspiel zeigen ob der starke Auftritt der Nordhäuser nur eine Momentaufnahme war.
Frank Ollech

Leon Vaupel, Christoph Keil, Erik Hoche 2/ Martin Rascolek, Lukas Fehling 7/ Christopher Barth 3/ Matthias Thiele 6/ Marc Tube 4/ Florian Gröger 6/ Marco Holznagel 2/ Jonas Frenzel/ Marcel Effenberger 2
Autor: red

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