Do, 07:26 Uhr
17.07.2014
nnz-Forum: Von der Vision zum Urwald
Als Manfred Hartmann am 12.Juli mit seiner Frau das Aceretum (eine Sammlung von verschiedenen Ahornarten) Ilfeld besuchte, war er sehr schockiert und schreibt darüber in der nnz...
Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Worte des Ilfelder Ortschaftsbürgermeisters Sauermann, Harztor Info, 2. Quartal, Seite 26, nicht unkommentiert lassen. Alss vor einigen Jahren der Ilfelder Gärtnermeister Müller-John seine Vision umsetzen wollte, waren viele Bürger und Naturfreunde hellauf begeistert, auch ich.
Wir entschlossen uns spontan, Baumpate zu werden. Leider währte die Euphorie nicht lange, die Pflege der Anlage wurde immer bescheidener, bis sie gänzlich zusammenbrach. Wir fanden unseren Baum, überwuchert von mannshohen Disteln, Brennesseln und Klettkraut. Rings herum das gleiche Bild.
Überall umgestürzte Stützhölzer, vertrocknete Bäume, zerstörte Sitzbänke usw. Einige Schilder von Baumpaten habe ich geborgen, die bereits vom Gras überwuchert waren. Keiner von den Baumpaten hat hier einen "englischen Rasen" erwartet, aber einen Park, der als solcher noch zu erkennen ist. Viele Paten sind nicht ortsansässig und haben somit kaum die Möglichkeit, die Sorge und Pflege für ihr Patenkind zu übernehmen.
Dies ging auch nicht aus der Patenurkunde hervor. Unverständlich für mich ist auch die Tatsache, dass die Baumpaten der Ilfelder Schule, der Kita und anderer Einrichtungen so wenig Interesse für ihr Objekt zeigen. Auch andere Bürger, deren Bäumchen vertrocknet sind, nutzen kaum die Option einer kostenlosen Neuanpflanzung. Das ist sehr traurig.
Leider hat Ilfeld seine Chance vertan, für den Thüringer Südharz Geschichte zu schreiben. Mit Engagement und Nachhaltigkeit hätte man hier einen einzigartigen dendrologischen Park schaffen können, der über die Landesgrenzen hinaus in Deutschland seinesgleichen sucht.
Den Gemeinderatsmitgliedern von Ilfeld empfehle ich, hier eine Stippvisite durchzuführen, um ihrer Verantwortungspflicht den Bürgern gegenüber nachzukommen.
Manfred Hartmann, Nordhausen
Autor: redDeshalb möchte ich an dieser Stelle die Worte des Ilfelder Ortschaftsbürgermeisters Sauermann, Harztor Info, 2. Quartal, Seite 26, nicht unkommentiert lassen. Alss vor einigen Jahren der Ilfelder Gärtnermeister Müller-John seine Vision umsetzen wollte, waren viele Bürger und Naturfreunde hellauf begeistert, auch ich.
Wir entschlossen uns spontan, Baumpate zu werden. Leider währte die Euphorie nicht lange, die Pflege der Anlage wurde immer bescheidener, bis sie gänzlich zusammenbrach. Wir fanden unseren Baum, überwuchert von mannshohen Disteln, Brennesseln und Klettkraut. Rings herum das gleiche Bild.
Überall umgestürzte Stützhölzer, vertrocknete Bäume, zerstörte Sitzbänke usw. Einige Schilder von Baumpaten habe ich geborgen, die bereits vom Gras überwuchert waren. Keiner von den Baumpaten hat hier einen "englischen Rasen" erwartet, aber einen Park, der als solcher noch zu erkennen ist. Viele Paten sind nicht ortsansässig und haben somit kaum die Möglichkeit, die Sorge und Pflege für ihr Patenkind zu übernehmen.
Dies ging auch nicht aus der Patenurkunde hervor. Unverständlich für mich ist auch die Tatsache, dass die Baumpaten der Ilfelder Schule, der Kita und anderer Einrichtungen so wenig Interesse für ihr Objekt zeigen. Auch andere Bürger, deren Bäumchen vertrocknet sind, nutzen kaum die Option einer kostenlosen Neuanpflanzung. Das ist sehr traurig.
Leider hat Ilfeld seine Chance vertan, für den Thüringer Südharz Geschichte zu schreiben. Mit Engagement und Nachhaltigkeit hätte man hier einen einzigartigen dendrologischen Park schaffen können, der über die Landesgrenzen hinaus in Deutschland seinesgleichen sucht.
Den Gemeinderatsmitgliedern von Ilfeld empfehle ich, hier eine Stippvisite durchzuführen, um ihrer Verantwortungspflicht den Bürgern gegenüber nachzukommen.
Manfred Hartmann, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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