Di, 21:00 Uhr
15.07.2014
Bewährungsprobe bestanden?
Es waren vier Wochen voller Fußballfreude für die Nordhäuser Fans. Für den Veranstalter des einzigen Public Viewings in Nordhausen, den Verein Kulturkonzept, war es vor allem ein hartes Stück Arbeit. Nun ist es an der Zeit, die erste Großveranstaltung des Vereins Revue passieren zu lassen...
Die erste Einschätzung ist "sehr gut", bevor man jedoch endgültig Bilanz ziehen könne, wolle man erst warten bis auch die letzte Rechnung bezahlt sei, sagte der Vorsitzende von Kulturkonzept, Volker Nebelung. Am heutigen Abend traf man sich deswegen nur zum gemütlichen Zusammensein in der "Kostbar". "Wir haben erreicht was wir wollten und das Publikum in der Breite angesprochen", sagte der Vorsitzende. Die öffentliche Übertragung der Fussballweltmeisterschaft war eine erste Bewährungsprobe des jungen Vereins die man, sicher auch dank des Erfolges der deutschen Mannschaft, als bestanden bezeichnen kann.
Bei den Veranstaltungen rund um das Public Viewing sei man mal mehr und mal weniger erfolgreich gewesen, sagte Nebelung der nnz. Die "schwarze Nacht", ein Event für die hiesige Gothic-Szene, hätte nicht nur dem Publikum gefallen, sondern auch den Bands. So gut, das eine Band und ein DJ sogar auf ihre Gage verzichteten. Auch der Bandcontest sei für die jungen Musiker gut gewesen, so Nebelung. Dem Verein verhagelten das Wetter und das Campusfest die Bilanz.
Ein "wirtschaftliches Desaster" war hingegen der 2. Nordhäuser Sommergarten. Ein Vereinsmitglied hatte die Organisation in Eigenregie übernommen. Trotz eines guten Programms hätte es am Ende an Besuchern gemangelt, so die Einschätzung Nebelungs.
"Es waren vier anstrengende Wochen, die an den Kräften gezehrt haben", sagte Nebelung, "und wir hatten leider einige Austritte aus dem Verein." Das sei bei so einem jungen Verein normal, erläuterte er, und im Laufe des Monats hätten die Eintritte in den Verein überwogen. Wie in fast jedem Verein, hatte am Ende "der harte Kern" viel Arbeit übernommen und erhielt dafür heute ein großes Lob. Aber nicht nur den eigenen Vereinsmitgliedern wollte man danken, auch die Zusammenarbeit mit den Behörden sei erfreulich unbürokratisch gelaufen.
Mit den Kleingärtnern rund um das Parkschloss hatte man beständig das Gespräch gesucht. "Sie haben gesagt, sie hätten es sich schlimmer vorgestellt", erzählte Nebelung. Fällt die finanzielle Bilanz am Ende positiv aus, könnte auf die Hobbygärtner in Zukunft noch mehr zukommen. Spätestens im September plant Kulturkonzept die nächste Veranstaltung am Parkschloss. Zuvor sollen aber noch die Werke aus dem Graffiti Contest versteigert werden.
Der Verein hofft in naher Zukunft die Räumlichkeiten der Sparkasse nutzen zu können, um die Werke auszustellen und letztendlich zu versteigern. Die Einnahmen aus der Versteigerung sollen dem Kinderhilfswerk Mitteldeutschland zu Gute kommen.
Trotz eines furiosen Fanfestes waren sie waren nicht ganz frei von Konflikten, die vergangenen vier Wochen. Zur Causa Heck wollte sich Nebelung jedoch nicht äußern. "Für den Verein spielt das keine Rolle mehr", sagte Nebelung, "es wird keine weitere Zusammenarbeit mit dem Medienhaus Heck geben".
Der Verein hatte sich zu Beginn der WM vorgenommen, genügend Einnahmen zu generieren, um in Zukunft weniger beachtete Kultursparten und Künstler abseits des Nordhäuser Mainstreams zu fördern. Wie die endgültige Bilanz auch aus monetärer Sicht aussieht, wird aber wohl erst in zwei bis drei Wochen zu erfahren sein. Und dann wird auch über die nahe Zukunft des Vereins mehr Klarheit herrschen.
Angelo Glashagel
Autor: redDie erste Einschätzung ist "sehr gut", bevor man jedoch endgültig Bilanz ziehen könne, wolle man erst warten bis auch die letzte Rechnung bezahlt sei, sagte der Vorsitzende von Kulturkonzept, Volker Nebelung. Am heutigen Abend traf man sich deswegen nur zum gemütlichen Zusammensein in der "Kostbar". "Wir haben erreicht was wir wollten und das Publikum in der Breite angesprochen", sagte der Vorsitzende. Die öffentliche Übertragung der Fussballweltmeisterschaft war eine erste Bewährungsprobe des jungen Vereins die man, sicher auch dank des Erfolges der deutschen Mannschaft, als bestanden bezeichnen kann.
Bei den Veranstaltungen rund um das Public Viewing sei man mal mehr und mal weniger erfolgreich gewesen, sagte Nebelung der nnz. Die "schwarze Nacht", ein Event für die hiesige Gothic-Szene, hätte nicht nur dem Publikum gefallen, sondern auch den Bands. So gut, das eine Band und ein DJ sogar auf ihre Gage verzichteten. Auch der Bandcontest sei für die jungen Musiker gut gewesen, so Nebelung. Dem Verein verhagelten das Wetter und das Campusfest die Bilanz.
Ein "wirtschaftliches Desaster" war hingegen der 2. Nordhäuser Sommergarten. Ein Vereinsmitglied hatte die Organisation in Eigenregie übernommen. Trotz eines guten Programms hätte es am Ende an Besuchern gemangelt, so die Einschätzung Nebelungs.
"Es waren vier anstrengende Wochen, die an den Kräften gezehrt haben", sagte Nebelung, "und wir hatten leider einige Austritte aus dem Verein." Das sei bei so einem jungen Verein normal, erläuterte er, und im Laufe des Monats hätten die Eintritte in den Verein überwogen. Wie in fast jedem Verein, hatte am Ende "der harte Kern" viel Arbeit übernommen und erhielt dafür heute ein großes Lob. Aber nicht nur den eigenen Vereinsmitgliedern wollte man danken, auch die Zusammenarbeit mit den Behörden sei erfreulich unbürokratisch gelaufen.
Mit den Kleingärtnern rund um das Parkschloss hatte man beständig das Gespräch gesucht. "Sie haben gesagt, sie hätten es sich schlimmer vorgestellt", erzählte Nebelung. Fällt die finanzielle Bilanz am Ende positiv aus, könnte auf die Hobbygärtner in Zukunft noch mehr zukommen. Spätestens im September plant Kulturkonzept die nächste Veranstaltung am Parkschloss. Zuvor sollen aber noch die Werke aus dem Graffiti Contest versteigert werden.
Der Verein hofft in naher Zukunft die Räumlichkeiten der Sparkasse nutzen zu können, um die Werke auszustellen und letztendlich zu versteigern. Die Einnahmen aus der Versteigerung sollen dem Kinderhilfswerk Mitteldeutschland zu Gute kommen.
Trotz eines furiosen Fanfestes waren sie waren nicht ganz frei von Konflikten, die vergangenen vier Wochen. Zur Causa Heck wollte sich Nebelung jedoch nicht äußern. "Für den Verein spielt das keine Rolle mehr", sagte Nebelung, "es wird keine weitere Zusammenarbeit mit dem Medienhaus Heck geben".
Der Verein hatte sich zu Beginn der WM vorgenommen, genügend Einnahmen zu generieren, um in Zukunft weniger beachtete Kultursparten und Künstler abseits des Nordhäuser Mainstreams zu fördern. Wie die endgültige Bilanz auch aus monetärer Sicht aussieht, wird aber wohl erst in zwei bis drei Wochen zu erfahren sein. Und dann wird auch über die nahe Zukunft des Vereins mehr Klarheit herrschen.
Angelo Glashagel



