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Di, 19:07 Uhr
15.07.2014

„Grünes Licht“ für den Donnerstag

Es war die erste Sitzung des städtischen Finanzausschusses in der neuen Legislaturperiode. Und da musste denn auch gleich gewählt werden. Der Vorsitz für die kommenden fünf Jahre. Und es gab eine Vorentscheidung für den Albert-Kuntz-Sportpark...


Wie man vernahm, waren die Wahlen der anderen, nicht öffentlich tagenden Ausschüsse sehr harmonisch und friedlich verlaufen. Und so stand auch diesem Ausschuss nichts mehr im Wege.

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Die Mitglieder wählten Tilly Pape (CDU) erneut zur Vorsitzenden. Pape bekam alle acht Stimmen. Natürlich muss es für diesen wichtigen Ausschuss auch einen Stellvertreter geben. Hans-Georg Müller wurde vorgeschlagen. Auch Müller wurde einstimmig gewählt.

Aber es gab noch einen weiteren Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil dieser Sitzung. Es ging um die überplanmäßige Ausgabe zur Vergabe von Planungsleistungen in Vorbereitung eines Fördermittelantrages zur Fortführung der Sanierung der Sportanlage "Albert-Kuntz-Sportpark". Lange war dazu in den entsprechenden Gremien diskutiert worden. 80.000 Euro sollen die Planungsleistungen kosten. Dafür wurden 50.000 Euro bei den Außenarbeiten der Schule am Förstemannweg, 20.000 Euro wurden bei den Investitionszuschüssen bei Krippen und Kitas gestrichen und 10.000 Euro fanden die Finanzexperten beim Erwerb/Veräußerung von Grundstücken.

Tilly Pape (CDU) kritisierte, dass für die Kita der Lebenshilfe die Abschreibungen nicht genehmigt wurden und so nicht investiert werden kann. Schließlich wurde abgestimmt. Sechs Mitglieder des Finanzausschusses votierten „für Wacker“, Tilly Pape enthielt sich ihrer Stimme und Ursula Burkhardt (Grüne) stimmte dagegen. Das aber ist noch nicht die endgültige Entscheidung, die wird in einem Grundsatzbeschluss des Stadtrates auf seiner Sondersitzung am Donnerstag getroffen.

Die „Kuh“ am Kuhberg ist damit noch nicht vom Eis. Die Präsidialen des Fußballsportvereins werden noch in den Fraktionen werben und möglichst viele Eltern von Kindern, die im AKS beim Training eine sinnvolle Beschäftigung erfahren, sollten sich diese Sitzung nicht entgehen lassen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
NDHler
15.07.2014, 22:23 Uhr
Die Grünen
Schön wie sie einem immer wieder sagen: Bitte nicht wählen!
Danke für den Hinweis!
HolRic
16.07.2014, 08:35 Uhr
Vernunft
Ja, die Vertreterin der Grünen war im Ausschuss dagegen, dem Stadtrat die Vergabe der Planungsleistung für den AKS zu empfehlen. Auch schon im letzten Stadtrat haben wir uns zu diesem Thema sehr kritisch geäußert.

Warum?
Eine Investition in den Breitensport halten wir auf jeden Fall für notwendig. Uns ist aber völlig unklar, wofür Breitensport zwei Flutlichtanlagen, eine Anzeigentafel, einen Turm für Fernsehübertragungen, Sicherheitsanlagen u.v.m. benötigt. Eine Investitionssumme von über 1M€ (Eigenmittel) kann die Stadt kaum aufbringen und es gibt unserer Meinung nach auch viele andere Vorhaben, die mindestens gleichen Stellenwert genießen. Hier seien die Sanierung von Brücken (z.B. Betonstraße Sundhausen), Umsetzung des Spielplatzkonzeptes und Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes erwähnt. Auch haben wir bis heute keine Lösung für die Finanzierung des Brandschutzes im Theater und den Neubau einer Feuerwache für die BF. In Niedersalza werden Grundschüler in einem Container, die wie ein Provisorium in einem Flüchtlingslager aussieht, unterrichtet.

All diese Projekte sind wichtig, vielleicht auch wichtiger als der AKS, und es geht darum, insgesamt ein lebenswertes Nordhausen zu gestalten und zu finanzieren. Einseitige Investitionen in eine Sportart können wir vor dem Hintergrund ohnehin nicht vorhandener Mittel leider nicht befürworten.

Mit begrenzten Mitteln zu haushalten heißt eben auch Prioritäten zu setzen und das kann manchmal leider auch wehtun.

H. Richter
Retupmoc
16.07.2014, 09:21 Uhr
Money, Money,Money
Von mir aus kann Wacker 5 Millionen bekommen. Dann muss die Kohle aber aus einem anderen Topf kommen.

Aber bitte nicht, wenn deswegen Gelder für Schulen und Kitas gestrichen werden. Die Kinder und deren Bildung sind wichtiger, als die Finanzierung von "Söldnern" bzw. das deren Platz schön grün ist. Wenn kein Event (gegen RWE, Jena oder Magedeburg) ist, verlieren sich im Durchschnitt 700 Leute im AKS (gegen Ende der Saison sogar unter 500). Vielleicht bekommt Wacker das Geld auch zusammen, wenn man die für die 4. Liga sehr üppigen Gehaltsstreifen jeden Monat etwas kürzt?

Ich ziehe übrigens meinen Hut vor Ihnen Frau Burghardt. Sie haben wenigstens Sachverstand. Bleiben Sie standhaft - im Interesse der Kinder dieser Stadt.

PS: Und bevor der Einwand kommt, das sich auch Wacker um die Kinder kümmert. Alles richtig. Nur mit dem gleichen Recht müsste man dann die Spardose auch über den NSV, Salza, Sundhausen, den LV Altstadt, den Schwimmern, den Radsportlern, den Volleyballerm, Judokas ... usw. ausschütten.
Flitzpiepe
16.07.2014, 11:47 Uhr
Problem nicht verstanden
Hier geht es um die Sanierung eines Objektes und nicht um Zuwendungen für einen Verein.
Der AKS gehört als Sportanlage genau wie alle anderen Hallen und Sportplätze der Stadt. Alle anderen Objekte haben nach der Wende in irgendeiner Form hohe Gelder zur Sanierung bekommen. Ich nenne mal nur die Ballspielhalle und den Hohekreuzsportplatz.
Und nun ist seit Jahren der dringende Bedarf auch beim AKS da. Den kann man aber nicht wegreden oder zur Neiddebatte unter den Vereinen benutzen.
Sicherlich wird der aufzubringende Eigenanteil der Stadt schmerzlich sein. Dies kann man aber nicht dem AKS oder Wacker anlasten. Für die finanzielle Schieflage der Stadt ist ein anderes noch nicht mal fertiges Objekt schuld...
Retupmoc
16.07.2014, 13:07 Uhr
Problem verstanden
Dann soll doch die Stadt die Kubibo wieder abreißen. Erspart dann zumindest die horrenden Betriebskosten.

Wenn ich das richtig gelesen habe, geht es hier aber darum bei Schulen und KItas zu kürzen. Nicht am Hohekreuzsportplatz. Und das kann eben nicht sein.

Am Besten wäre, wenn die Stadt Wacker das Gelände für einen Euro verkauft. Mal sehen, was dann passiert.
Flitzpiepe
16.07.2014, 13:22 Uhr
Da gehe ich sogar mit
Die Stadt gibt den AKS für einen Euro an Wacker ab.
Dann kann Wacker zeigen, ob sich das aktuelle Niveau mit einem von Investoren sanierten AKS (oder dann Knauf-Arena, ENFA- Echte Nordhäuser Fußballarena oder ...) halten kann. Bei dem aktuellen Zinsniveau sollte da was machbar sein. 40 % förderfähig sollte das dann immer noch sein.
Dann hört auch endlich dieses gegeneinander Ausspielen der vielen Geldempfänger, weil die Finanzen nicht für alles reichen, auf.

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die jetzt freigemachten Planungsgelder keine Kürzungen bei den Kitas und Schule Ost sondern quasi frei, da dort nicht gebraucht.
Wolfi65
16.07.2014, 13:37 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Janko
16.07.2014, 15:51 Uhr
@flitzpiepe
"freie gelder, die von kita und schule nicht gebraucht werden"...?

kennen Sie irgendeine kulturelle oder soziale einrichtung, wo geld frei herumliegt und nicht gebraucht wird? natürlich fehlt das geld, welches jetzt ins stadion gepumpt wird, an anderer stelle. jeden euro kann man nur einmal ausgeben.
-Insider-
16.07.2014, 15:57 Uhr
ob
ich will oder nicht, aber ich muss zum ersten mal retupmoc in teilen zustimmen.

Ja, der AKS bedarf einer sanierung. das sehen wohl alle beteiligten, auch der von mir so oft gescholtene stadtrat, so. allerdings muss die frage erlaubt sein: können wir uns derzeit investitionen in höhe von 2-3 mio euro (bei öffentlichen projekten immer mind. 150% der ausgangsgröße nehmen) leisten. vllt. ginge das ja sogar, wenn da nicht das theater (DER zuschauer-/touristenmagnet schlechthin im kreis) mit einem volumen von 15-20 mio anstünde, eine feuerwache mit 5-10 mio, brücken und straßen saniert werden müsste mit einem betrag welcher stand heute kaum zu beziffern ist, eine neue bliblioethek kurz vor vollendung stünde mit unterhaltskosten die der stadt das genick brechen werden....dazu darf man nicht vergessen, dass der stadt das wasser allein ohne diese ausgaben schon jetzt das wasser bis über beide ohren steht.

kurzum: der wille sollte, ja muss da sein, den AKS zu sanieren, lediglich die mittel fehlen aus meiner sicht.

aber vllt. fällt FSV-Mathias ja noch eine Lösung ein, z.b. steuern rauf für alle, damit 500-600 nordhäuser alle 14 tage mal ne runde fussball gucken können (polemischer abschluss, ich weiß)
Flitzpiepe
16.07.2014, 15:59 Uhr
Polemik
Ich hoffe, @janko weiß schon, dass öffentliche Gelder immer zweckgebunden sind?
Wenn Planungsgelder bei einer Schule oder Kita nicht verwendet werden können (warum auch immer), dann kann dieses Geld nicht für etwas anderes als eben Planungen verwendet werden.

Wieso zitieren Sie einen Text, den es so gar nicht gegeben hat?
Zukunft
16.07.2014, 16:01 Uhr
AKS
Ich kann das Gejaule von den maroden Brücken nicht mehr hören. Und dass nun Geld bei den Kitas und Schulen gestrichen wird. Zu letzteren: Ein Verwaltung hat einen Plan, Haushalt genannt. Da sind Maßnahmen geplant. Auch solche, die dann vielleicht nicht in diesem Jahr umgesetzt werden können. Also kann man da das Geld wegnehmen.

Zu den Brücken. Dass die Brücken sanierungsbedürftigt sind, stand in dieser NNZ jedes Jahr erneut. Hatte jahrelang aber niemand interessiert. Jetzt, da Eigentum der Stadt saniert werden soll, kommt der Aufschrei. Unbegreiflich...
undCO
17.07.2014, 09:01 Uhr
CONTRA WACKER
Heute bitte vor der Abstimmung gut überlegen.
Retupmoc
17.07.2014, 09:45 Uhr
Gejaule?
Nicht nur Brücken in Nordhausen wären in dieser Stadt sarnierungsbedürftig. Deswegen "jaulen" aber Bürgerinnen und Bürger nicht, wenn Sie darauf hinweisen, das diese Stadt nicht nur im AKS eine marode Infrastruktur hat. Wer dafür verantwortlich ist - da werden sich wohl weiterhin die Bälle in den Fraktionen zugeschoben. Fakt ist - das die Verunglimpfung von Menschen nicht der Weg ist, Mängel zu beseitigen.

Und noch eine Bitte an alle, die heute für die Geldschwemme stimmen. Helfen Sie bitte Wacker auch persönlich, zum Beispiel mit 10 % Ihres Monatsgehaltes für die nächsten zwei Jahre. Da kommt die Hilfe an und der Steuerzahler wird entlastet.
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