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Di, 15:24 Uhr
15.07.2014

JEKI – ein Weg zur Musik

Hinter der Bezeichnung JEKI verbirgt sich eine bundesweite vom Kultusministerium geförderte Initiative. Kindern aller Bevölkerungsschichten soll ermöglicht werden, ein Musikinstrument näher kennen zu lernen und Unterstützung bei den ersten Schritten zum eigenen Musizieren zu erhalten. Auch in Nordhausen...


Über den Zeitraum von zwei Jahren erhält eine komplette Schulklasse einmal wöchentlich Unterweisungen im Instrumentalspiel. Während dieses Konzept an Grund- und Regelschulen bereits erfolgreich umgesetzt wurde, gab es für die Übertragung auf die besonderen Bedingungen einer Förderschule bisher keinerlei Erfahrungen.

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Dieser Herausforderung stellten sich in diesem Schuljahr erstmals Lehrer der Kreismusikschule und der Förderschule für geistige Entwicklung St. Martin in Nordhausen. Im August vergangenen Jahres starteten acht Jungen und Mädchen mit ihrer Klassenleiterin Carla Floor und der Musiklehrerin Elisabeth Krieger ihr erstes JEKI-Jahr.

Behutsam führten die beiden Förderschulpädagogen gemeinsam mit Gila Schwandner und Roswitha Will von der Kreismusikschule die 10 bis 12 jährigen ans Instrumentalspiel heran. Klar strukturierte 45 Minuten, in denen Musik mit allen Sinnen erlebbar gemacht wurde, halfen den Kindern mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen oder autistischen Zügen sich auf diesen Unterricht einlassen zu können.

Laute und leise, schnelle und langsame, hohe und tiefe Töne, sowie den Klangunterschied von Holz, Metall- und Fellklingern erlebten die Schüler in Liedern und Klanggeschichten.
JEKI an Nordhäuser Kreismusikschule (Foto: privat)
JEKI an Nordhäuser Kreismusikschule (Foto: privat)
JEKI an Nordhäuser Kreismusikschule (Foto: privat)
Zu Beginn wurde das Orffsche Instrumentarium genutzt, um das rhythmische und metrische Empfinden zu stabilisieren. Mit Klanghölzern, Handtrommel und Triangel lernten sie ihre Lieder zunächst rhythmisch zu begleiten. Das Halten des Grundschlages erforderte und erfordert auch heute noch viel Übung.

Erste melodische Begleitungen spielten die Jungen und Mädchen auf Klingenden Stäben und auf dem Xylophon. Beim gemeinsamen Musizieren ist es notwendig aufeinander zu hören. Solche besonderen Anforderungen des Instrumentalspieles können auch das Gesamtverhalten der Kinder beeinflussen und das schulische Lernen unterstützen.

Nach diesen ersten instrumentalen Erfahrungen wurden ihnen Gitarre, Blockflöte, Keyboard und Cajon vorgestellt, die sie anschließend in kleinen Gruppen selbst ausprobieren konnten. Im nächsten Schuljahr wird es Aufgabe sein, für jeden Schüler das richtige Instrument auszuwählen.

Mit einem Fußballlied stellte sich die JEKI-Klasse im Sommerkonzert der St.-Martin-Schule am 3. Juli ihren Mitschülern vor und konnte bei dieser Gelegenheit der neuen JEKI-Gruppe schon einen kleinen Eindruck vermitteln, wie viel Freude das Instrumentalspiel macht.
Roswitha Will
Autor: red

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