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Mi, 13:50 Uhr
02.07.2014

„Auferstanden aus Ruinen“

Wer beim Lesen der Überschrift an die Nationalhymne der DDR, die nicht gesungen werden durfte, denkt, der liegt ganz falsch nicht, denn die St. Johanniskirche ist seit 1990 aus einer abrissreifen Ruine wieder erstanden...

Orgelweihe in Ellrich (Foto: Dr. Hannelore Pientka) Orgelweihe in Ellrich (Foto: Dr. Hannelore Pientka)

Und so frohlocken nun nicht nur die wenigen Ellricher Kirchgänger über die neue Orgel, sondern auch die Bürger dieser Harzstadt, für die die Marktkirche seit Jahren wieder ein kulturelles Zentrum ist. Wäre es nach dem Willen der damaligen Regierenden – auch und gerade die des Kreises Nordhausen – gegangen, dann stünde auf dem Marktplatz heute eine der typischen Kaufhallen, flach und architektonisch einfallslos, eben ‚Platte‘.

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Dass die Stadt heute wieder im Zentrum ihr altes Wahrzeichen hat – wenn auch ohne die beiden Türme, die bereits im Jahre 1958 aus mangelnder Standsicherheit abgerissen wurden – verdankt sie nicht zuletzt auch dem Wirken des "Förderkreises zum Wiederaufbau der St. Johanniskirche in Ellrich", der für seine Arbeit am 12. Juni 2009 mit dem Thüringer Denkmalsschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Von außen in alter Schönheit erstrahlend, sind innen noch viel Arbeit und finanzielle Mittel nötig, um auch hier die Kirche wieder in einen ähnlichen Zustand zu bringen, wie er nach dem Wiederaufbau nach einem verheerendem Brand Anfang des vergangenen Jahrhunderts anzutreffen war.

Sicher, von Zeit zu Zeit gibt es heute wieder Konzerte in der Johanniskirche, auch wird sie zu Festtagen wieder von der Gemeinde genutzt. Was aber fehlte war eine Orgel, denn E-Piano oder Cembalo können den Klang der "Königin der Instrumente" nicht ersetzen. Umso mehr muss der St. Blasii-Gemeinde Nordhausen und deren Kantor, Herrn Michael Kremzow gedankt werden, dass das nicht mehr genutzte Orgelpositiv der Ellricher Kirche zur Verfügung gestellt werden konnte.

Unterstützt von Christine Heinrich, Kantorin in Ilfeld und von der Firma Orgelbau Reinhard Hüfgen in Halberstadt konnte die Orgel in der Kirche aufgestellt, gestimmt und in der Intonation den Raumverhältnissen angepasst werden. Erste Klangproben ließen nicht nur die anwesenden Experten erstaunen, sondern erfüllten alle an der Planung und Umsetzung Beteiligten mit Dank und Freude.

Um auch alle Bürger dieser Harzstadt und unseres Landkreises an den Klängen dieser „Königin der Instrumente“ zu erfreuen, findet am 10. Juli um 17 Uhr die feierliche Inbetriebnahme der Orgel in der St. Johanniskirche statt. Wer mit den Ellrichern Bürgern ‚jauchzen und frohlocken‘ möchte, der sei an diesem Tage in diese Kirche, die ‚aus Ruinen auferstanden ist‘ eingeladen. Bei einem kleinen Imbiss soll dieses Ereignis nachklingen und alte Kontakte vertiefen oder auch neue knüpfen. Auch hierzu ladet Pfarrerin Hilde Jüngling herzlich ein.
Dr. Hannelore Pientka
Autor: red

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