Mo, 14:23 Uhr
23.06.2014
Historisch gewachsen, durch Grenzen getrennt
In einem gemeinsamen Schreiben an ihre jeweiligen Landesregierungen bitten die Bürgermeister von Nordhausen, Goslar und Wernigerode um Unterstützung. Der Harz sei ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum, über Ländergrenzen hinweg und müsse enger kooperieren können...
Nach dem zweiten länderübergreifenden Treffen von Landräten, Bürgermeistern und Multiplikatoren am 10. Juni in Nordhausen, geht es für die Oberbürgermeister aus Goslar, Nordhausen und Wernigerode nun um eine weitere Verstetigung der Initiative.
Mit einem gemeinsamen Schreiben an die Ministerpräsidentin des Landes Thüringen, Frau Christine Lieberknecht und die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Herrn Stephan Weil und Herrn Reiner Haselhoff, bitten die Oberbürgermeister nun um Unterstützung der Länder bei ihren Plänen zu einer harzweiten Kooperation.
Trotz der unterschiedlichen Grenzziehungen, heißt es in dem Schreiben, habe sich auch aus gemeinsamen historischen Wurzeln gewachsen und nach der Wiedervereinigung mit neuem Schwung, ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum gebildet. Die Oberbürgermeister sehen daher die Notwendigkeit einer engeren regionalen und auch institutionalisierter Kooperationen. So sollen die Chancen auf eine bessere Positionierung im Wettbewerb der Regionen erhöht werden.
Der Harz wird nach ihrer Überzeugung, ohne die regionale Brille auf der Nase, als Gesamtregion wahrgenommen. Aufgrund seiner Geschichte und seiner wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung braucht der Harz dringend ein neues Image, so Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert. Die Menschen im Harz sind durch vielfältige Wirtschaftsbeziehungen verbunden, Pendelbewegungen zwischen den Ländern sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Vor diesem Hintergrund muss der Wirtschaftsraum Harz als Ganzes wahrgenommen werden. Dies wird besonders mit Blick auf die gerade begonnene neue Förderperiode der EU erneut deutlich.
Vor allem in Bezug auf die verkehrstechnische Erschließung des Harzes spricht sich deshalb Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, für ein einheitliches Vorgehen der Länder gegenüber dem Bund aus. Wir brauchen einen Ring um den Harz, bestehend aus A 38, B 243n und B 6n und einer fortzusetzenden A 71. Der Harz muss, wie der Raum Halle-Leipzig, als eine Region gesehen und erschlossen werden.
Das gemeinsame Ziel soll daher sein, in absehbarer Zeit gemeinsam einen Verflechtungsraum zu bilden. Eine der möglichen Organisationsformen zur effektiven Zielerreichung sehen die Akteure dabei in der Gründung eines länderübergreifenden Mehrthemenzweckverbandes.
Der Harz braucht eine starke und gemeinsame Stimme. Wenn jeder Landeszipfel des Harzes in die Himmelsrichtung seiner Landeshauptstadt funkt, wird er allein nur unzureichendes Gehör finden. Der Schulterschluss im Harz setzt daher den Weg konsequent fort und kann gerade im 25. Jahr der Deutschen Einheit endlich auch eine institutionelle Einheit schaffen, so Dr. Oliver Junk.
Es wird daher von den Initiatoren angeregt, dass sich die Ressortchefs der drei Landesregierungen zu einem gemeinsamen Spitzentreffen im Harz verabreden, um mit den Akteuren vor Ort die Kooperation und die weitere Vorgehensweise vertieft zu beraten.
Autor: redNach dem zweiten länderübergreifenden Treffen von Landräten, Bürgermeistern und Multiplikatoren am 10. Juni in Nordhausen, geht es für die Oberbürgermeister aus Goslar, Nordhausen und Wernigerode nun um eine weitere Verstetigung der Initiative.
Mit einem gemeinsamen Schreiben an die Ministerpräsidentin des Landes Thüringen, Frau Christine Lieberknecht und die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Herrn Stephan Weil und Herrn Reiner Haselhoff, bitten die Oberbürgermeister nun um Unterstützung der Länder bei ihren Plänen zu einer harzweiten Kooperation.
Trotz der unterschiedlichen Grenzziehungen, heißt es in dem Schreiben, habe sich auch aus gemeinsamen historischen Wurzeln gewachsen und nach der Wiedervereinigung mit neuem Schwung, ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum gebildet. Die Oberbürgermeister sehen daher die Notwendigkeit einer engeren regionalen und auch institutionalisierter Kooperationen. So sollen die Chancen auf eine bessere Positionierung im Wettbewerb der Regionen erhöht werden.
Der Harz wird nach ihrer Überzeugung, ohne die regionale Brille auf der Nase, als Gesamtregion wahrgenommen. Aufgrund seiner Geschichte und seiner wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung braucht der Harz dringend ein neues Image, so Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert. Die Menschen im Harz sind durch vielfältige Wirtschaftsbeziehungen verbunden, Pendelbewegungen zwischen den Ländern sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Vor diesem Hintergrund muss der Wirtschaftsraum Harz als Ganzes wahrgenommen werden. Dies wird besonders mit Blick auf die gerade begonnene neue Förderperiode der EU erneut deutlich.
Vor allem in Bezug auf die verkehrstechnische Erschließung des Harzes spricht sich deshalb Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, für ein einheitliches Vorgehen der Länder gegenüber dem Bund aus. Wir brauchen einen Ring um den Harz, bestehend aus A 38, B 243n und B 6n und einer fortzusetzenden A 71. Der Harz muss, wie der Raum Halle-Leipzig, als eine Region gesehen und erschlossen werden.
Das gemeinsame Ziel soll daher sein, in absehbarer Zeit gemeinsam einen Verflechtungsraum zu bilden. Eine der möglichen Organisationsformen zur effektiven Zielerreichung sehen die Akteure dabei in der Gründung eines länderübergreifenden Mehrthemenzweckverbandes.
Der Harz braucht eine starke und gemeinsame Stimme. Wenn jeder Landeszipfel des Harzes in die Himmelsrichtung seiner Landeshauptstadt funkt, wird er allein nur unzureichendes Gehör finden. Der Schulterschluss im Harz setzt daher den Weg konsequent fort und kann gerade im 25. Jahr der Deutschen Einheit endlich auch eine institutionelle Einheit schaffen, so Dr. Oliver Junk.
Es wird daher von den Initiatoren angeregt, dass sich die Ressortchefs der drei Landesregierungen zu einem gemeinsamen Spitzentreffen im Harz verabreden, um mit den Akteuren vor Ort die Kooperation und die weitere Vorgehensweise vertieft zu beraten.


