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Do, 10:59 Uhr
12.06.2014

nnz-doku: Gemeinsame Erklärung

Auf der konstituierenden Sitzung des Nordhäuser Stadtrates haben gestern Abend die unten unterzeichnenden Fraktionen folgende Erklärung abgegeben. Sie wurde von Dr. Max Schönfelder, Alterspräsident, verlesen...


Gemeinsame Erklärung der demokratischen Parteien zum Einzug der rechtsextremen NPD in den Nordhäuser Stadtrat:

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Die in den Stadtrat Nordhausens gewählten Vertreterinnen und Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP und SPD bedauern den Wiedereinzug der rechtsextremen NPD bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014.

Aus diesem Grund wird sich den Ausführungen der heute erschienen Erklärung des Landkreises Nordhausen, der Stadt Nordhausen, der IGM Nordhausen und des Nordhäuser Unternehmerverbandes angeschlossen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den demokratischen Geist des Nordhäuser Stadtrates gegen den braunen Ungeist zu bewahren. Danach wird sich unser heutiges und zukünftiges Handeln ausrichten.

Gemeinsam stehen wir für den Schutz und die Weiterentwicklung der Demokratie im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Thüringen. Auf diesem Fundament wenden wir uns gegen jede Form der politisch motivierten Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen Antisemitismus. Der Einzug der rechtsextremen NPD in den Stadtrat erfüllt uns mit Sorge.

Er schadet der Demokratie und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wir gehen jedoch davon aus, dass ein Teil der Wählerschaft der NPD sich nicht mit den verfassungsfeindlichen Zielen dieser Partei identifiziert. Deshalb ist es unsere dringlichste Aufgabe, jene von der Demokratie enttäuschten Bürgerinnen und Bürger für die demokratische Wertegemeinschaft zurückzugewinnen. Wir wollen nach Kräften dafür sorgen, dass auch diejenigen wieder in den Prozess der politischen Meinungsbildung einbezogen werden, die zur Stadtratswahl nicht wählen gegangen sind.

Zum Erreichen dieses Zieles ist eine sachorientierte und erfolgreiche Arbeit der Stadtverwaltung ebenso wichtig wie ein kritisch-konstruktives Wirken der Stadtratsmitglieder. Eine Zusammenarbeit mit Mitgliedern der NPD darf und wird es nicht geben. Als Demokratinnen und Demokraten grenzen wir uns klar von ihnen ab. Trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen sind wir uns darin einig, dass die Verteidigung der Demokratie immer Vorrang haben muss.

Die Vorsitzenden der Fraktionen:
Holger Richter (Bündnis 90 / Die Grünen)
Norbert Klodt (CDU)
Barbara Schencke (DIE LINKE)
Martin Höfer (FDP)
Andreas Wieninger (SPD)
Autor: red

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Kommentare
Icke82ndh
12.06.2014, 11:31 Uhr
JAJA
Is Klar - Bla Bla Bla Demokratie hier, Demokratie da - Ich kann nicht mehr vor LACHEN. Dies nennt man also Demokratie?

Wie sagte es Adenauer "Ich bin diktatorisch, nur mit stark demokratischem Einschlag."
Pe_rle
12.06.2014, 13:09 Uhr
braunes Gesindel
tja,
hätten die Politiker in Nordhausen Ihre Hausaufgaben in der vorherigen Legislaturperiode richtig gemacht,dann wäre der braune Geist jetzt nicht im Stadtrat.
Aber wer sich Jahre rumstreitet,und den Bürger für Dumm verkauft ,braucht sich dann nicht zu wundern wenn es so kommt wie es jetzt ist.
Übrigens wurde eine solche Erklärung auch schon das letzte mal abgegeben,aber dazu gelernt hat man eben nicht.
Also liebe Veränderungsverhinderer nicht aufregen.
Wolfi65
12.06.2014, 13:50 Uhr
Die Sorge der Demokraten...
Dürfte doch mit der Tatsache halbiert worden sein, dass sich die Sitze der NPD im Stadt nach der Wahl halbiert haben. Oder bin ich da falsch informiert?
Retupmoc
12.06.2014, 13:58 Uhr
Taschentücher im Angebot
Ich würde gern ein paar Taschentücher spendieren. Wenn die lieben Demokraten ihre Krokodilstränen vergiessen. Per-le bringt es auf den Punkt. Die NPD wählen nur Leute . um gegen die herrschende Klasse zu protestieren. Der Anteil der Wähler, die den Wahnsinnigen als Vorbild sehen dürfte heutzutage gen Null tangieren.

Problemlösung: Man müsste nur die Partei verbieten. Das tun Ihre Parteichefs aber nicht. Und deshalb ist es jedes Jahr dieselbe Leier.
hamster
12.06.2014, 16:33 Uhr
Gestern erst gelesen!
Ich zitiere:
Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von nur 3,5 Prozent. Damit hat Thüringen unter allen Bundesländern den geringsten Anteil an Migranten... (red)

Es muss also einen anderen Grund für die vielen NPD Wähler gegeben haben.???
Wolfi65
12.06.2014, 18:50 Uhr
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