Do, 10:38 Uhr
12.06.2014
Probe-"Ernte"
Das "Krause Laichkraut" macht den Wasserfachleuten des Nordhäuser Rathauses zu schaffen. Heute ist mit der Probe-"Ernte" begonnen worden...
Heute ist im Gondelteich, dessen Wasserspiegel um 50 Zentimeter abgelassen wird, mit dem Entfernen des "Krause Laichkraut" begonnen worden. Wie man ann den Bildern sieht, keine leichte Aufgabe. Wie Kerstin Windisch vom Gewässerunterhaltungsverband "Harzvorland" der nnz sagte, soll in den kommenden Tagen geprüft werden, wie dem Wuchs des Krautes beizukommen sei.
Letztlich müssen die Pflanzen rigoros aus dem schlammigen Untergrund gezogen werden. Am Ufer wird dann ein Pflanzenberg aufgeschüttet, um das Wasser ablaufen zu lassen. Noch haben die Verwalter in Nordhausen keine Erfahrungen im Umgang mit dieser Wucherung. Die aber wolle man durch die beiden Probetage sammeln, schließlich soll der Gondelteich bald wieder dazu genutzt werden können, zu dem er einst angelegt wurde - zum Gondeln.
Am einfachsten wäre es, das Wasser komplett abzulassen und dann den Grund auszubaggern. Das allerdings lässt sich aus Gründen des Natur- und Tierschutzes nicht machen, schließlich haben sich im Gondelteich schon zahlreiche Fische angesiedelt.
Vor der Sanierung war der Nordhäuser Stadtpark-Gondelteich gekennzeichnet durch eine starke Verschlammung (Verlandung) des Gewässers und einer Massenentwicklung von Planktonalgen. Die damit verbundenen stark verschlechterten Lichtbedingungen schon in geringer Wassertiefe haben die natürlichen Vorkommen von Unterwasserpflanzen fast gänzlich verdrängt.
Infolge der durchgeführten Maßnahmen am Gondelteich (Verringerung der Nährstoffbelastung und damit Trübung des Wassers) kann nun ausreichend Sonnenlicht auch in tiefere Bereiche bis auf den Grund vordringen und so auch wieder die Entwicklung von größeren Wasserpflanzenbeständen, wie die des Krausen Laichkrautes, ermöglichen. Trotz der Nährstoffreduzierung (Entschlammung) ist die Versorgung dieser Unterwasserpflanzen über die Vorräte im verbliebenen Sediment (Schlamm), in denen sie wurzeln, noch gut. Die Zunahme dieser Wasserpflanzen ist aus ökologischer Sicht damit ein
Zeichen der Verbesserung des Gewässerzustandes. In Hinblick auf die Nutzung als Gondelteich müssen nun gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde Wege der Realisierbarkeit gefunden werden.
Peter-Stefan Greiner
Auch in nnz-tv werden wir über die heutige Aktion berichten
Autor: redHeute ist im Gondelteich, dessen Wasserspiegel um 50 Zentimeter abgelassen wird, mit dem Entfernen des "Krause Laichkraut" begonnen worden. Wie man ann den Bildern sieht, keine leichte Aufgabe. Wie Kerstin Windisch vom Gewässerunterhaltungsverband "Harzvorland" der nnz sagte, soll in den kommenden Tagen geprüft werden, wie dem Wuchs des Krautes beizukommen sei.
Letztlich müssen die Pflanzen rigoros aus dem schlammigen Untergrund gezogen werden. Am Ufer wird dann ein Pflanzenberg aufgeschüttet, um das Wasser ablaufen zu lassen. Noch haben die Verwalter in Nordhausen keine Erfahrungen im Umgang mit dieser Wucherung. Die aber wolle man durch die beiden Probetage sammeln, schließlich soll der Gondelteich bald wieder dazu genutzt werden können, zu dem er einst angelegt wurde - zum Gondeln.
Am einfachsten wäre es, das Wasser komplett abzulassen und dann den Grund auszubaggern. Das allerdings lässt sich aus Gründen des Natur- und Tierschutzes nicht machen, schließlich haben sich im Gondelteich schon zahlreiche Fische angesiedelt.
Vor der Sanierung war der Nordhäuser Stadtpark-Gondelteich gekennzeichnet durch eine starke Verschlammung (Verlandung) des Gewässers und einer Massenentwicklung von Planktonalgen. Die damit verbundenen stark verschlechterten Lichtbedingungen schon in geringer Wassertiefe haben die natürlichen Vorkommen von Unterwasserpflanzen fast gänzlich verdrängt.
Infolge der durchgeführten Maßnahmen am Gondelteich (Verringerung der Nährstoffbelastung und damit Trübung des Wassers) kann nun ausreichend Sonnenlicht auch in tiefere Bereiche bis auf den Grund vordringen und so auch wieder die Entwicklung von größeren Wasserpflanzenbeständen, wie die des Krausen Laichkrautes, ermöglichen. Trotz der Nährstoffreduzierung (Entschlammung) ist die Versorgung dieser Unterwasserpflanzen über die Vorräte im verbliebenen Sediment (Schlamm), in denen sie wurzeln, noch gut. Die Zunahme dieser Wasserpflanzen ist aus ökologischer Sicht damit ein
Zeichen der Verbesserung des Gewässerzustandes. In Hinblick auf die Nutzung als Gondelteich müssen nun gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde Wege der Realisierbarkeit gefunden werden.
Peter-Stefan Greiner
Auch in nnz-tv werden wir über die heutige Aktion berichten













