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Fr, 09:36 Uhr
06.06.2014

Klaan: Wahlprivileg nutzen

Die Wahlbeteiligung auf kommunaler wie auch auf europäischer Ebene war dieses Jahr einmal mehr rückläufig. Inge Klaan, Landtagskandidatin der Nordhäuser CDU für die Wahlen im Herbst, macht sich in der nnz ihre Gedanken dazu...

"Liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser,

vielen Dank noch einmal an Alle, die am 25. Mai wählen gegangen sind und insbesondere natürlich an diejenigen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. In den letzten Wochen vor und nach den Wahlen teilten mir jedoch auch immer wieder Personen mit, dass sie nicht wählen gegangen sind.

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Es stimmt mich nachdenklich, wenn immer weniger Wähler ihr Recht und Privileg, Teil dieser Demokratie zu sein, wahrnehmen. So lag die Wahlbeteiligung für die Europa- und Kommunalwahlen in der Stadt Nordhausen gerade einmal bei etwa 42 %. Ob durch politisches Desinteresse oder bewusste Entscheidung gegen eine Stimmabgabe – unsere Demokratie scheint einen großen Anteil unserer Bevölkerung nicht mehr zu erreichen.

Viele haben den Eindruck mit der Abgabe ihrer Stimme nichts bewirken zu können und dass Europa nichts mit ihrer Lebenswirklichkeit zu tun hat – doch dies täuscht. Gerade von europäischer Ebene kommen zahlreiche Richtlinien, die durch bundesdeutsche Gesetze umgesetzt werden müssen. Dies geschieht nicht aus blinder Regulierungswut, sondern letztlich auch für die Sicherung unseres Wohlstandes, in einem prosperierenden europäischen Wirtschaftsraums.

Gerade die deutsche Wirtschaft profitiert in diesem Binnenmarkt.

Bei dem Projekt Europa geht es jedoch vordergründig nicht um wirtschaftliche Interessen, sondern vor allem auch um die Wahrung des Friedens. Noch nie konnten so viele Menschen, für eine so lange Zeit, in so großer Freiheit in Europa leben. Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wohlstand sind dabei die wesentlichen Pfeiler dieses Friedens. Allzu schnell vergessen wir, dass wir hier in den Neuen Ländern erst seit 25 Jahren die Freiheit eines eigenmündigen, selbst bestimmten Lebens errungen haben. Wer sein Wahlrecht nicht nutzt – ob auf europäischer, nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene – verschenkt seine Möglichkeit, Einfluss auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen unserer Zukunft zu nehmen.

Auch im Hinblick der kommenden Landtagswahlen am 14.
September möchte ich alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser auffordern, ihr Wahlprivileg zu nutzen. Sie haben es in der Hand über unsere Zukunft mitzuentscheiden. Denn im Herbst entscheidet sich, ob wir den erfolgreichen Weg, den wir für unsere Heimat beschritten haben fortführen oder aber das Erreichte aufs Spiel setzen.

Ich wünsche Ihnen schöne Pfingsten!"

Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Inge Klaan
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Flitzpiepe
06.06.2014, 11:54 Uhr
Wie naiv muss man sein,
wenn man denkt, dass nicht die Wirtschaft die treibende Kraft in Europa ist.
So so, das Hauptinteresse ist also der Frieden. Und um dieses Ziel zu erreichen ist Deutschland zum Waffenexporteur Nr. 3 aufgestiegen.
Also quasi 'Frieden schaffen MIT Waffen'.
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

PS: Ich war wählen. Leider hat es nicht geholfen.
Pe_rle
06.06.2014, 14:23 Uhr
Klaan
Werte Frau Klaan ,
ich find es schon etwas befremdend ,wenn sich jemand zu einer Wahl aufstellen läßt, und sich dann durch ein anderes Parteimitglied ersetzen läßt. Vorgeführt von Ihrem Parteifreund Dr. Zeh. Das sagt mir als Wähler das ich vera.... werde.
Der Parteienklüngel der hier fabriziert wird, tut der Stadt und Ihrem Umfeld nicht gut.
Ich bin davon überzeugt,das wenn sich die gewählten Volksvertreter,mehr um das wesentliche, nämlich unsere Stadt kümmern würden, mehr dabei raus kommt.
Halten Sie Ihre Parteispielchen ganz einfach dabei raus,und es werden wieder mehr Wähler an die Wahlurne treten. Das gilt auch für die anderen Parteien.
henry12
07.06.2014, 08:03 Uhr
"WAHLPRIVILEG NUTZEN"
Die Legitimation der gewählten Parteien auf Grund der Wahlteilnahme , egal auf welcher Ebene, schwindet allgemein . Also geht es anderen scheinbar so wie mir. Im Laufe der Jahre bin ich persönlich vom überzeugten Wähler zum vehementen Nichtwähler geworden.

Das ist aber auch die Chance für die Parteien, überhaupt wieder in ihre Ämter zu kommen, da nur noch der harte Kern der Parteimitglieder und ihre Sympathisanten wählen gehen.Der Nichtwähler hat leider keine Alternativen, wenn er keine Chaoten wählen möchte. Als ist es die Einheitswahl der Kandidaten der Nationalen Front 2.0.
habauchwaszusagen
07.06.2014, 13:13 Uhr
Wahlregeln
man müsste ganz einfach nur die Wahlregeln ändern.
es müsste verboten werden das sich sich Personen aufstellen lassen, die bereits ein Amt inne haben. es ist doch vorher schon gewiss, das wenn man ein Landtagsmandat hat, man nicht einen lumpigen Stadtratsposten annimmt. es dürfen nur Personen sich zur Wahl stellen, die ihr erhaltenes Mandat auch annehmen. und das muss im Vorfeld klar geregelt sein.
und wenn man wie Frau Klan und Herr Primas bereits im Landtag voll ausgelastet ist, so sollte man meinen, dann hat man sich nicht noch kommunal zur Wahl zu stellen.
Harzer_jung
08.06.2014, 04:50 Uhr
zeh hat genug
Als Beispiel mal unser OB.
Finanziell hat der ausgesorgt. (Was ich ihm meinetwegen auch gönne,)

Er würde sich doch unterm Strich mit einem Mandat im Stadtrat nicht finanziell verschlechtern.
Es dürfte ja bei ihm sogar ein nullsummenspiel sein.

Korrigiert mich bitte, aber seine ganzen übergangsgelder, ansprüche usw. aus erfurter Zeiten sind ja nachrangig.

Man bedenke wie lang oder oft er Minister oder staatssekretär war.
Das OB Gehalt dürfte da nicht auffallen.

Ich hab auch kein problem mit personen die in den landtag und in lokale parlamente gewählt werden.

Das kann durchaus zusammenpassen.
Nur eben der missbrauch der nerft.

Das annehmen eines Mandats als Pflicht, das seh ich als nicht ideal an.

Eher den automatischen Verlust bestimmter bestehender Mandate wenn man zu anderen sich zur Wahl stellt.

Oder gerade bei kommunalwahlen: wenn ein Kandidat sein gewähltes Mandat nicht wahrnimmt, dann kann gern der nächste auf der Liste nachrücken, sofern er eben selbst genug stimmen bekommen hat.
Stimmen für einen bestimmten kandidaten sollten bei nichtannahme nicht wie jetzt auf die Liste aufgeteilt werden, sondern ersatzlos verfallen.
Damit währen scheinkanditaturen wertlos.
Matthi
09.06.2014, 11:44 Uhr
Jendricke und Rinke ebenso
Stimmt, Harzer Jung, was Sie schreiben.

Nur sollte man auch hier alle Seiten betrachten: Denn sowohl Herr Jendricke als auch Frau Rinke haben jahrelang diesen Wählerbetrug betrieben.

Herr Jendricke dürfte derzeit Höhenflug haben angesichts seines auf den ersten Blick imposanten Wahlerfolgs, der allerdings die strukturelle Schwäche der SPD in Nordhausen überdeckt.

Doch eines ist klar: Alle, die ihn gewählt haben, vor allem die älteren Menschen, bei denen er und sein Umfeld massiv geworden haben, haben garantiert nicht gewusst, dass sie ihre Stimmen ebenso hätten zum Fenster rausschmeißen können.

Aber in dieser Stadt wollen die Leute manipuliert werden.
Zukunft
09.06.2014, 18:53 Uhr
Europa
Bei Europa geht es vordergründig nur um wirtschaftliche Interessen.Die großen Unternehmen profitieren, Wechselkurse fallen weg. Die EU besteht aus 28 Mitgliedsstaaten und 18 Länder haben den Euro. Die Länder die den Euro als Zahlungsmittel haben sind wirtschaftlich und in der Sozialpolitik verschieden aufgestellt. Für ein Land ist ein starker Euro gut für ein anderes Land weniger. Mehr wie 50% der Wahlberechtigten sind nicht zur Wahl gegangen. Das hat sicher tieferliegende Gründe, auch Politikverdrossenheit.
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