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So, 09:55 Uhr
25.05.2014

Nordhäuser THW ist bereit

„Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz“ – diese Redensart ist im Katastrophenschutz jedem bekannt. Aktuell durften die freiwilligen Helfer des Ortsverbandes Nordhausen des Technischen Hilfswerks dies am vergangenen Samstag erfahren...

Zum Einsatz (Foto: THW) Zum Einsatz (Foto: THW)

In Erwartung einer längeren Ruhezeit bis zum nächsten Hochwasser kam am späten Samstagabend um 20:45 Uhr der Anruf aus der Geschäftsstelle Erfurt mit dem Auftrag, die Fachgruppe Beleuchtung vorzubereiten. Ziel ist das über 1000 km entfernte Bosnien, in welchem zurzeit die schlimmsten Überschwemmungen der letzten 100 Jahre die Menschen aus den Häusern treiben.

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Die gesetzliche Ausrückezeit von 120 Minuten für das THW konnte auch unter den Bedingungen der Vorbereitung auf den mehrwöchigen internationalen Einsatz eingehalten werden. Gegen 22:30 Uhr verließ die Fachgruppe das Stadtgebiet Nordhausen zur ersten Etappe nach Erfurt.

Der Ortsverband Nordhausen beteiligt sich damit an dem so genannten „High-Capacity-Pumping-Modul“ (HCP) aus Thüringen und Sachsen. Diese Module wurden vom THW im Auftrag der EU gegründet und bestehen aus mehreren Hochleistungspumpen. Um autark arbeiten zu können, sind jedem der acht bundesweit vom THW gestellten Module weitere Komponenten angegliedert wie zum Beispiel eine Logistik-Komponente oder die Beleuchtung.

Da der Einsatz im Ausland durch Sprachbarrieren und unterschiedliche gesetzliche Regelungen einen anderen Anspruch als Inlandseinsätzen hat, ist hierfür eine besondere Qualifikation erforderlich: die Einsatzbefähigung Ausland. Diese Helfer werden durch das THW in einer bundesweiten Experten-
Datenbank geführt und nach Bedarf der speziellen Qualifikation alarmiert.

In der Nacht zum Samstag wurden auch zwei Helfer mit „Expertenstatus“ aus dem Ortsverband Nordhausen alarmiert, ein „mechanical Expert“ und ein „electrical Expert“, gleichzeitig „paramedic“ des Moduls. Leider können diese aus beruflichen Gründen nicht an dem 14-tägigen Einsatz teilnehmen. Deshalb wurde die in Bosnien benötigte Technik an der Sammelstelle Erfurt dem HCP-Modul übergeben. Durch die bundesweit einheitliche Ausstattung und vieler gemeinsamer Übungen und Ausbildungen der letzten Jahre können die Kameraden aus den anderen Ortsverbänden die Technik ohne Vorbereitungen übernehmen.

Bereits am Dienstag kam dann jedoch die Entwarnung: die Anforderung der EU an das Auswärtige Amt wurde zurückgezogen, so dass zwar weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft besteht, die Technik jedoch vorerst wieder in die Ortsverbände zurückverlegt wurde. Das Nordhäuser THW wäre damit auf allen Ebenen der Katastrophenhilfe vertreten: regional beispielsweise bei der Überschwemmung in Ilfeld vor vier Wochen, national 2013 in Sachsen beim Jahrhunderthochwasser und nun auch international beim Hochwasser in Bosnien.

Die Mitglieder des Ortsverbandes Nordhausen wünschen den eingesetzten Kräften der HCP-Module viel Erfolg bei der Hilfe und eine gesunde Rückkehr in die Ortsverbände.
Robert Klingebiel, Ortsbeauftragter Nordhausen
Autor: red

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