Mi, 09:09 Uhr
14.05.2014
Wagner geht
Jens-Christian Wagner, der Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, wird Nordhausen verlassen. Einzelheiten in Ihrer nnz...
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" erhält eine neue Führung: Zum 1. September 2014 übernimmt Dr. Jens-Christian Wagner das Amt des Geschäftsführers. Der 48-Jährige ist einstimmig vom Stiftungsrat für die Dauer von fünf Jahren berufen worden, teilte die Vorsitzende des Stiftungsrates, die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, gestern mit.
Mit Herrn Dr. Wagner gewinnt die Stiftung einen herausragenden Experten deutscher Gedenkstätten- und Erinnerungskultur. Er hat sich auf den vielfältigen Feldern professioneller Gedenkstättenarbeit einen exzellenten Ruf erarbeitet. Der Stiftungsrat und das Niedersächsische Kultusministerium sind gleichermaßen davon überzeugt, mit Dr. Jens-Christian Wagner eine höchst kompetente und engagierte Führungspersönlichkeit für die Stiftungsarbeit gewonnen zu haben."
Der promovierte Historiker hat sich im Auswahlverfahren gegen eine Vielzahl hochkarätiger Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Als bisheriger Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora verfügt er über langjährige Leitungsexpertise. Dr. Wagner kennt die Herausforderungen und Chancen moderner Gedenkstättenkultur. Wir sind davon überzeugt, dass er die vielfältigen Aufgaben, die in Niedersachsen auch künftig anstehen, mit Erfahrung, Fachwissen und dem nötigen Einfühlungsvermögen für die Belange der Opfer und Überlebenden umsetzen wird", so Ministerin Heiligenstadt.
Der bisherige Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten", Dr. Habbo Knoch, war zum 31. März 2014 ausgeschieden. Bis zum Eintritt von Herrn Dr. Wagner wird die Geschäftsführung kommissarisch weiter durch Dr. Rolf Keller (Abteilung Gedenkstättenförderung Niedersachsen in Celle) sowie durch Katrin Unger und Dr. Thomas Rahe (beide Gedenkstätte Bergen-Belsen) wahrgenommen.
Jens-Christian Wagner wurde 1966 in Göttingen geboren. Er studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Romanische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educación in Santiago de Chile. Seit 2001 leitet Jens-Christian Wagner die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Zeitweise war er zudem Lehrbeauftragter an der Universität Göttingen. Seit 2010 vertritt Dr. Wagner auf Beschluss der Kultusministerkonferenz die deutschen Bundesländer im Internationalen Komitee der Stiftung Auschwitz-Birkenau in Warschau.
Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der Zwangsarbeit und der Konzentrationslager im Nationalsozialismus sowie zur Erinnerungskultur nach 1945, außerdem hat er mehrere Ausstellungen zu diesem Themenkreis kuratiert.
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" mit Sitz in Celle wurde 2004 auf Initiative des Niedersächsischen Landtags gegründet. Mit ihr unterstützt das Land Niedersachsen die Arbeit bestehender Gedenkstätten und Initiativen. Laut Gesetzesauftrag soll die Stiftung "dazu beitragen, dass das Wissen über das Geschehene in den Jahren 1933 bis 1945, insbesondere über die Geschichte von Verfolgung und Widerstand auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen, im Bewusstsein der Menschen wach gehalten und weiter getragen wird." Dazu wurden ihr vom Land die Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie die Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Justiz in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel übertragen.
Autor: redDie Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" erhält eine neue Führung: Zum 1. September 2014 übernimmt Dr. Jens-Christian Wagner das Amt des Geschäftsführers. Der 48-Jährige ist einstimmig vom Stiftungsrat für die Dauer von fünf Jahren berufen worden, teilte die Vorsitzende des Stiftungsrates, die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, gestern mit.
Mit Herrn Dr. Wagner gewinnt die Stiftung einen herausragenden Experten deutscher Gedenkstätten- und Erinnerungskultur. Er hat sich auf den vielfältigen Feldern professioneller Gedenkstättenarbeit einen exzellenten Ruf erarbeitet. Der Stiftungsrat und das Niedersächsische Kultusministerium sind gleichermaßen davon überzeugt, mit Dr. Jens-Christian Wagner eine höchst kompetente und engagierte Führungspersönlichkeit für die Stiftungsarbeit gewonnen zu haben."
Der promovierte Historiker hat sich im Auswahlverfahren gegen eine Vielzahl hochkarätiger Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Als bisheriger Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora verfügt er über langjährige Leitungsexpertise. Dr. Wagner kennt die Herausforderungen und Chancen moderner Gedenkstättenkultur. Wir sind davon überzeugt, dass er die vielfältigen Aufgaben, die in Niedersachsen auch künftig anstehen, mit Erfahrung, Fachwissen und dem nötigen Einfühlungsvermögen für die Belange der Opfer und Überlebenden umsetzen wird", so Ministerin Heiligenstadt.
Der bisherige Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten", Dr. Habbo Knoch, war zum 31. März 2014 ausgeschieden. Bis zum Eintritt von Herrn Dr. Wagner wird die Geschäftsführung kommissarisch weiter durch Dr. Rolf Keller (Abteilung Gedenkstättenförderung Niedersachsen in Celle) sowie durch Katrin Unger und Dr. Thomas Rahe (beide Gedenkstätte Bergen-Belsen) wahrgenommen.
Jens-Christian Wagner wurde 1966 in Göttingen geboren. Er studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Romanische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educación in Santiago de Chile. Seit 2001 leitet Jens-Christian Wagner die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Zeitweise war er zudem Lehrbeauftragter an der Universität Göttingen. Seit 2010 vertritt Dr. Wagner auf Beschluss der Kultusministerkonferenz die deutschen Bundesländer im Internationalen Komitee der Stiftung Auschwitz-Birkenau in Warschau.
Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte der Zwangsarbeit und der Konzentrationslager im Nationalsozialismus sowie zur Erinnerungskultur nach 1945, außerdem hat er mehrere Ausstellungen zu diesem Themenkreis kuratiert.
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" mit Sitz in Celle wurde 2004 auf Initiative des Niedersächsischen Landtags gegründet. Mit ihr unterstützt das Land Niedersachsen die Arbeit bestehender Gedenkstätten und Initiativen. Laut Gesetzesauftrag soll die Stiftung "dazu beitragen, dass das Wissen über das Geschehene in den Jahren 1933 bis 1945, insbesondere über die Geschichte von Verfolgung und Widerstand auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen, im Bewusstsein der Menschen wach gehalten und weiter getragen wird." Dazu wurden ihr vom Land die Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie die Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Justiz in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel übertragen.


