Di, 17:39 Uhr
13.05.2014
Silber in Gotha für NSV Mädels
Großer Jubel am Sonnabend in der Weimarer Asbach-Sporthalle bei den D-Mädchen (Jahrgänge 2001/02) des Nordhäuser Sportvereins. Von der Endrunde um die Thüringer Handballmeisterschaft berichtet Uwe Tittel...
Hinter der Mannschaft vom SV Wartburgstadt Eisenach gewannen die Nordhäuser Mädchen die Silbermedaille. Daran war zu Beginn des Turniers, an dem die jeweils drei Erstplatzierten der beiden Verbandsligastaffeln teilnahmen, überhaupt nicht zu denken. Zwar wurde man als Zweiter der Staffel II als ein Medaillenmitfavorit gehandelt, doch mit Luzy Hattenhauer, Neele Arnold und der Hauptangreiferin Sophia Goetze waren drei wichtige Spielerinnen erst in der Nacht vom Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia aus Berlin zurück gekehrt.
Dort hatten sie mit ihrer Mannschaft vom Herder-Gymnasium mit Platz 12 ehrenvoll abgeschnitten, wurden von Eltern extra eher abgeholt, damit sie auch in Weimar dabei sein konnten. Eine große Belastung, denn die Nacht war sehr kurz. Um 10 Uhr ging es in Weimar schon los. Und die Gastgeberinnen vom HSV Weimar, verlustpunktfreier Sieger der Verbandsligastaffel I, war gleich der Auftaktgegner und galt neben Eisenach als Meisterschaftsfavorit. Aber wer die Endrunde erreicht hat, der kommt nicht als freiwilliger Punktelieferant.
Und schon gar nicht die Mädels vom Trainergespann Walter Bauermeister/Thomas Heise. Sie überzeugten von Beginn an mit tollem Kampfgeist und wussten auch spielerisch zu gefallen. Das beeindruckte die Weimaranerinnen durchaus, die in der ersten Halbzeit, in der Manndeckung gespielt werden musste, ständig einem Rückstand hinterher lauf mussten. Nur bs zum 3:3 gelang jeweils der Ausgleich, dann konnte sich Nordhausen sogar bis auf 9:6 ansetzen und ging schließlich mit einer 9:8-Führung in die Pause. Nun war eine sogenannte Zweilinienabwehr verlangt. Da hatte man zunächst einige Mühe und Weimar schien das Spiel drehen zu können, ging beim 11:10 erstmals in Führung. Es blieb aber die einzige, denn danach hatten die NSV-Mädchen wieder alles im Griff und gewannen überraschend aber völlig verdient mit 14:11.
Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen die SG Behringen/Sonneborn. In den Verbandsligaspielen hatte man zweimal deutlich gewonnen. Diesmal tat man sich lange schwer, weil vor allem in der Abwehr nicht konsequent attackiert wurde. Zwar geriet man nie in Rückstand, führte zur Halbzeit aber nur hauchdünn 4:3. Etwas besser wurde es nach dem Seitenwechsel und der Vorsprung wuchs auch dank der sehr guten Leistung von Torhüterin Emelie Heise, wuchs bis auf 10:6 an. Am Ende wurde es ein 11:8-Erfolg.
Damit war das Halbfinale erreicht. Da ging es gegen die Mannschaft vom Thüringer HC, dem Dritten der Verbandsligastaffel I. Jetzt war man auch in der Abwehr wieder voll auf der Höhe, zeigte von Beginn an mit sehr gutem Laufspiel wer Chef auf dem Parkett ist. Schon zur Halbzeit gab es bei einer 7:3-Führung kaum noch Zweifel am Nordhäuser Sieg. Der THC fand auch im zweiten Spielabschnitt keine Mittel, den NSV in Bedrängnis zu bringen und mit 11:5 wurde ein deutlicher Sieg errungen. Da kannte der Jubel keine Grenzen. Man stand im Finale, was man wegen der eingangs erwähnten Umstände nie erwartet hatte.
Im Finale traf man auf den SVW Eisenach, der in der anderen Gruppe ebenfalls ungeschlagen geblieben war und im Halbfinale Weimar ausgeschaltet hatte. In der Verbandsliga war der NSV nach einem Unentschieden und einer denkbar knappen Niederlage hinter den Wartburgstädterinnen Staffelzweiter geworden. Nun trafen beide also wieder in einem entscheidenden Spiel aufeinander. Nordhausen gelang der erste Treffer, doch dann übernahmen die frischer wirkenden Eisenacherinnen mehr und mehr das Zepter. Zwar kamen beim SVW nur zwei Spielerinnen zu Torerfolgen, doch die bekam die NSV-Abwehr nie richtig in den Griff. 5:9 der deutliche Rückstand beim Seitenwechsel. Und es kam noch schlimmer, denn Eisenach konnte sich bis auf 12:6 absetzen.
Die Nordhäuser Mädchen gaben aber nicht auf, mobilisieren die letzten Kräfte und kamen bis auf 10:12 heran. Wer weiß wie es ausgegangen wäre, wenn in dieser Phase eine Siebenmeterchance und eine weitere gute Gelegenheit von der Außenposition genutzt worden wären. Doch bei Sophia Goetze, die wie erwartet in allen Spielen im Angriff die Hauptlast zu tragen hatte, fehlte zum Schluss einfach die Kraft und auch die anderen konnten nicht mehr in die Bresche springen. Eisenach konnte sich noch einmal befreien, erzielte noch einen Treffer zum 13:10-Endstand und wurde verdient Landemeister. Die Silbermedaillen für die NSV-Mädchen hatten aber auch einen goldenen Schein, denn die Vizemeisterschaft war eine großartige Leistung.
Emelie Heise Luzy Hattenhauer (1), Sophia Goetze (27), Melissa Ritze (3), Clarissa Graichen (3), Luise Weber (4), Emma Langner (7), Luisa Emmelmann (1), Neele Arnold, Juli Klause, Anna Biewald, Anna.Lena Muth
Uwe Tittel
Die Ergebnisübersicht der Endrunde
Staffel 1
Weimar Behringen/Sonneborn|14: 5
Nordhausen Weimar|14:11
Behringen/Sonneborn Nordhausen |8:11
Staffel 2
Eisenach Kranichfeld|15:10
Thüringer HC Eisenach|7:10
Kranichfeld Thüringer HC|8:11
Halbfinale
Eisenach Weimar|15: 7
Nordhausen Türinger HC|11: 5
Um Platz 5
Behringen/Sonneborn Kranichfeld|10:9
Um Platz 3 Thüringer HC Weimar|9:13
Endspiel
Nordhausen Eisenach|10:13
Autor: redHinter der Mannschaft vom SV Wartburgstadt Eisenach gewannen die Nordhäuser Mädchen die Silbermedaille. Daran war zu Beginn des Turniers, an dem die jeweils drei Erstplatzierten der beiden Verbandsligastaffeln teilnahmen, überhaupt nicht zu denken. Zwar wurde man als Zweiter der Staffel II als ein Medaillenmitfavorit gehandelt, doch mit Luzy Hattenhauer, Neele Arnold und der Hauptangreiferin Sophia Goetze waren drei wichtige Spielerinnen erst in der Nacht vom Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia aus Berlin zurück gekehrt.
Dort hatten sie mit ihrer Mannschaft vom Herder-Gymnasium mit Platz 12 ehrenvoll abgeschnitten, wurden von Eltern extra eher abgeholt, damit sie auch in Weimar dabei sein konnten. Eine große Belastung, denn die Nacht war sehr kurz. Um 10 Uhr ging es in Weimar schon los. Und die Gastgeberinnen vom HSV Weimar, verlustpunktfreier Sieger der Verbandsligastaffel I, war gleich der Auftaktgegner und galt neben Eisenach als Meisterschaftsfavorit. Aber wer die Endrunde erreicht hat, der kommt nicht als freiwilliger Punktelieferant.
Und schon gar nicht die Mädels vom Trainergespann Walter Bauermeister/Thomas Heise. Sie überzeugten von Beginn an mit tollem Kampfgeist und wussten auch spielerisch zu gefallen. Das beeindruckte die Weimaranerinnen durchaus, die in der ersten Halbzeit, in der Manndeckung gespielt werden musste, ständig einem Rückstand hinterher lauf mussten. Nur bs zum 3:3 gelang jeweils der Ausgleich, dann konnte sich Nordhausen sogar bis auf 9:6 ansetzen und ging schließlich mit einer 9:8-Führung in die Pause. Nun war eine sogenannte Zweilinienabwehr verlangt. Da hatte man zunächst einige Mühe und Weimar schien das Spiel drehen zu können, ging beim 11:10 erstmals in Führung. Es blieb aber die einzige, denn danach hatten die NSV-Mädchen wieder alles im Griff und gewannen überraschend aber völlig verdient mit 14:11.
Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen die SG Behringen/Sonneborn. In den Verbandsligaspielen hatte man zweimal deutlich gewonnen. Diesmal tat man sich lange schwer, weil vor allem in der Abwehr nicht konsequent attackiert wurde. Zwar geriet man nie in Rückstand, führte zur Halbzeit aber nur hauchdünn 4:3. Etwas besser wurde es nach dem Seitenwechsel und der Vorsprung wuchs auch dank der sehr guten Leistung von Torhüterin Emelie Heise, wuchs bis auf 10:6 an. Am Ende wurde es ein 11:8-Erfolg.
Damit war das Halbfinale erreicht. Da ging es gegen die Mannschaft vom Thüringer HC, dem Dritten der Verbandsligastaffel I. Jetzt war man auch in der Abwehr wieder voll auf der Höhe, zeigte von Beginn an mit sehr gutem Laufspiel wer Chef auf dem Parkett ist. Schon zur Halbzeit gab es bei einer 7:3-Führung kaum noch Zweifel am Nordhäuser Sieg. Der THC fand auch im zweiten Spielabschnitt keine Mittel, den NSV in Bedrängnis zu bringen und mit 11:5 wurde ein deutlicher Sieg errungen. Da kannte der Jubel keine Grenzen. Man stand im Finale, was man wegen der eingangs erwähnten Umstände nie erwartet hatte.
Im Finale traf man auf den SVW Eisenach, der in der anderen Gruppe ebenfalls ungeschlagen geblieben war und im Halbfinale Weimar ausgeschaltet hatte. In der Verbandsliga war der NSV nach einem Unentschieden und einer denkbar knappen Niederlage hinter den Wartburgstädterinnen Staffelzweiter geworden. Nun trafen beide also wieder in einem entscheidenden Spiel aufeinander. Nordhausen gelang der erste Treffer, doch dann übernahmen die frischer wirkenden Eisenacherinnen mehr und mehr das Zepter. Zwar kamen beim SVW nur zwei Spielerinnen zu Torerfolgen, doch die bekam die NSV-Abwehr nie richtig in den Griff. 5:9 der deutliche Rückstand beim Seitenwechsel. Und es kam noch schlimmer, denn Eisenach konnte sich bis auf 12:6 absetzen.
Die Nordhäuser Mädchen gaben aber nicht auf, mobilisieren die letzten Kräfte und kamen bis auf 10:12 heran. Wer weiß wie es ausgegangen wäre, wenn in dieser Phase eine Siebenmeterchance und eine weitere gute Gelegenheit von der Außenposition genutzt worden wären. Doch bei Sophia Goetze, die wie erwartet in allen Spielen im Angriff die Hauptlast zu tragen hatte, fehlte zum Schluss einfach die Kraft und auch die anderen konnten nicht mehr in die Bresche springen. Eisenach konnte sich noch einmal befreien, erzielte noch einen Treffer zum 13:10-Endstand und wurde verdient Landemeister. Die Silbermedaillen für die NSV-Mädchen hatten aber auch einen goldenen Schein, denn die Vizemeisterschaft war eine großartige Leistung.
Emelie Heise Luzy Hattenhauer (1), Sophia Goetze (27), Melissa Ritze (3), Clarissa Graichen (3), Luise Weber (4), Emma Langner (7), Luisa Emmelmann (1), Neele Arnold, Juli Klause, Anna Biewald, Anna.Lena Muth
Uwe Tittel
Die Ergebnisübersicht der Endrunde
Staffel 1
Weimar Behringen/Sonneborn|14: 5
Nordhausen Weimar|14:11
Behringen/Sonneborn Nordhausen |8:11
Staffel 2
Eisenach Kranichfeld|15:10
Thüringer HC Eisenach|7:10
Kranichfeld Thüringer HC|8:11
Halbfinale
Eisenach Weimar|15: 7
Nordhausen Türinger HC|11: 5
Um Platz 5
Behringen/Sonneborn Kranichfeld|10:9
Um Platz 3 Thüringer HC Weimar|9:13
Endspiel
Nordhausen Eisenach|10:13



