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Fr, 12:44 Uhr
09.05.2014

Nullrunde für Umwelt und Naturschutz

2013 war eine Nullrunde für Umwelt und Naturschutz im Land. Die Landesregierung habe ihren umweltpolitischen Gestaltungswillen aufgegeben. Dies stellte der BUND Thüringen bei seiner Jahresbilanz fest...


„Neue Schweinemastanlagen konnten nur durch den Gang vor Gericht verhindert werden. Sonst wären erneut Naturschutz, Tierschutz und Verbraucherschutz für die Interessen der Agrarindustrie geopfert worden“, so Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Ohne unsere erfolgreiche Klage gegen den Stall in Oldisleben würde die Ferkelzucht in Remda jetzt erweitert werden.“

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Auch mit dem Beharren auf die Rhöntrasse habe Verkehrsminister Carius ein totes Pferd geritten, lange nachdem deren Aus durch das Bundesverkehrsministerium beschlossen war. „Im Landesentwicklungsplan erklärt er die Nachhaltigkeits-Strategie der Landesregierung erst zum Leitbild, dann kündigt er 23 Industriegroßflächen und 90 neue Straßen an. Das widerspricht diametral dem Ziel der Regierung, Flächenfraß zu stoppen. Das ist sture Betonpolitik“, so Hoffmann weiter.

Bei der Energiewende fahre die Landesregierung einen Zick-Zack-Kurs. Auf Bundesebene spreche sie sich für Braunkohle, aber im Land gegen die Stromtrasse aus. Mit dem einseitigen Kurs für Biomasse und gegen Windkraft gefährde sie die Energiewende. Planvolle Politik sieht anders aus, so der BUND Thüringen.

Erfreut zeigte sich der Thüringer BUND-Vorsitzende über die Erfolge und Entwicklungen des eigenen Verbands. Bei einem internationalen Workshop wurde der vom BUND durchgeführten genetischen Erfassung von Wildkatzenbeständen und der Vernetzung isolierter Wälder durch grüne Korridore die wissenschaftliche Anerkennung ausgesprochen. Durch die mit über hundert Freiwilligen durchgeführte Weiterpflanzung des Wanderkorridors vom Hainich zum Thüringer Wald wurde auch praktisch ein großer Sprung für die Wildkatze getan.

„Begeisternde Projekte für Laubfrosch, Fledermaus und den Schutz von Streuobstwiesen bringen Ehrenamtliche aus allen Regionen zusammen. Auch unsere Mitgliederzahlen steigen stetig. Das verleiht unseren Mahnungen an die Politik weiteres Gewicht. Echte Nachhaltigkeit geht nur mit der Natur“, so Ron Hoffmann.
Autor: red

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