Fr, 09:56 Uhr
09.05.2014
Lichtblick: Mam(m)a mia
Ein bekanntes Musical mit einer turbulenten Geschichte aus dem Jahr 2008 trägt diese Überschrift Mamma mia. Da ist eine Tochter, die das Tagebuch ihrer Mutter entdeckt und darin den wichtigen Hinweis auf drei potentielle Väter findet. Eine Situation, die das Mutter-Kind-Verhältnis völlig aus der Bahn werfen kann...
Auch Mütter müssen hinterfragt werden. Nicht alles ist richtig, was sie tun und wie sie handeln. Doch gerade von ihnen verlangen die Kinder Ehrlichkeit, Offenheit und Klarheit. Das sind große Erwartungen, die Kinder an ihre Mütter – aber auch an ihre Väter stellen. Und das ein Leben lang.
Eine andere bekannte Geschichte in der es turbulent zugeht, ist die Mutter-Kind-Geschichte zwischen Jesus und Maria. Verlobt und noch unberührt erwartet sie Gottes Kind (Wenn wir davon ausgehen, dass Gott unser Schöpfer ist, warum sollte das nicht möglich sein.). Jesus, ein Kind, das schon früh von dieser Berufung weiß und mit 12 Jahren wissbegierig, wie er war, mit Lehrern und Schriftgelehrten über religiöse Texte diskutiert. Wohl bemerkt: in der Fremde und Maria wusste lange nicht wo er war und suchte ihn. Grob wies er seine Mutter weg und wollte weiter seiner Sache nachgehen.
Und dann musste sie mit ansehen, wie er verurteilt wurde und am Kreuz jämmerlich sterben musste. Sicherlich fassungslos und erschüttert stand sie da. Situationen, die das Kind-Mutter-Verhältnis völlig aus der Bahn werfen können. Auch Kinder müssen hinterfragt werden. Von ihnen verlangen die Mütter Ehrlichkeit, Zuneigung und Anerkennung.
Niemand kann immer alles richtig machen. Und doch sind Mutter und Kind von Anfang an aufeinander angewiesen, einander zugewiesen und aufeinander gerichtet. Einander verleugnen heißt letztlich einen Teil von sich selbst zu verleugnen. Einander respektieren heißt nicht immer alles für richtig erachten, aber doch die Mutter oder das eigene Kind anzunehmen, wie sie oder es ist. Füreinander da sein, wenn es dran ist. Dem Anderen Freiheit schenken, die gebraucht wird.
Auch Gott, unseren Schöpfer sprechen wir an als Vater und auch als Mutter. Weil von ihm alles Leben kommt und alles Leben zu ihm zurückgeht. Wir als seine Kinder müssen nicht alles für richtig erachten was er tut. Doch er überblickt das Ganze. Er hat den Weitblick. Er übersieht nichts und schenkt uns die Freiheit, die wir brauchen. Ihm wird sicherlich auch nicht alles gefallen, was wir als seine Kinder entscheiden, wie wir leben und mit unserem Leben und den Mitmenschen umgehen.
Doch er ist da – besser noch als menschliche Mütter und Väter bei ihren Kindern sein können. Gott sei Dank nimmt er uns an wie wir sind. Als seine geliebten Kinder. Dennoch gilt auch hier: Das Eltern-Kind – Verhältnis ist nicht immer ein Leichtes. Doch mit Gottes Hilfe kann ich diesen Gott für mich als sein Kind annehmen. In guten und in schweren Zeiten.
Pfarrerin Esther M. Fauß
Autor: redAuch Mütter müssen hinterfragt werden. Nicht alles ist richtig, was sie tun und wie sie handeln. Doch gerade von ihnen verlangen die Kinder Ehrlichkeit, Offenheit und Klarheit. Das sind große Erwartungen, die Kinder an ihre Mütter – aber auch an ihre Väter stellen. Und das ein Leben lang.
Eine andere bekannte Geschichte in der es turbulent zugeht, ist die Mutter-Kind-Geschichte zwischen Jesus und Maria. Verlobt und noch unberührt erwartet sie Gottes Kind (Wenn wir davon ausgehen, dass Gott unser Schöpfer ist, warum sollte das nicht möglich sein.). Jesus, ein Kind, das schon früh von dieser Berufung weiß und mit 12 Jahren wissbegierig, wie er war, mit Lehrern und Schriftgelehrten über religiöse Texte diskutiert. Wohl bemerkt: in der Fremde und Maria wusste lange nicht wo er war und suchte ihn. Grob wies er seine Mutter weg und wollte weiter seiner Sache nachgehen.
Und dann musste sie mit ansehen, wie er verurteilt wurde und am Kreuz jämmerlich sterben musste. Sicherlich fassungslos und erschüttert stand sie da. Situationen, die das Kind-Mutter-Verhältnis völlig aus der Bahn werfen können. Auch Kinder müssen hinterfragt werden. Von ihnen verlangen die Mütter Ehrlichkeit, Zuneigung und Anerkennung.
Niemand kann immer alles richtig machen. Und doch sind Mutter und Kind von Anfang an aufeinander angewiesen, einander zugewiesen und aufeinander gerichtet. Einander verleugnen heißt letztlich einen Teil von sich selbst zu verleugnen. Einander respektieren heißt nicht immer alles für richtig erachten, aber doch die Mutter oder das eigene Kind anzunehmen, wie sie oder es ist. Füreinander da sein, wenn es dran ist. Dem Anderen Freiheit schenken, die gebraucht wird.
Auch Gott, unseren Schöpfer sprechen wir an als Vater und auch als Mutter. Weil von ihm alles Leben kommt und alles Leben zu ihm zurückgeht. Wir als seine Kinder müssen nicht alles für richtig erachten was er tut. Doch er überblickt das Ganze. Er hat den Weitblick. Er übersieht nichts und schenkt uns die Freiheit, die wir brauchen. Ihm wird sicherlich auch nicht alles gefallen, was wir als seine Kinder entscheiden, wie wir leben und mit unserem Leben und den Mitmenschen umgehen.
Doch er ist da – besser noch als menschliche Mütter und Väter bei ihren Kindern sein können. Gott sei Dank nimmt er uns an wie wir sind. Als seine geliebten Kinder. Dennoch gilt auch hier: Das Eltern-Kind – Verhältnis ist nicht immer ein Leichtes. Doch mit Gottes Hilfe kann ich diesen Gott für mich als sein Kind annehmen. In guten und in schweren Zeiten.
Pfarrerin Esther M. Fauß

