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Fr, 08:36 Uhr
09.05.2014

Kaiserweg vorstellen

"Diese Stelle ist besonders spannend, denn man weiß nie, ob gerade Wasser hier langfließt." Dr. Klaus George vom Regionalverband Harz schaut mit Landrätin Birgit Keller, Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold, Kreiswegewart Andreas Heise, Adolf Dörpmund vom Harzklubzweigverein Ellrich und André Richter vom Naturpark Südharz über das Geländer der Brücke über die Wieda bei Woffleben...

Gruppenbild mit Dame (Foto: J. Piper) Gruppenbild mit Dame (Foto: J. Piper)
Auch über die Wieda bei Woffleben führt der Kaiserweg. Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold, Dr. Klaus George vom RVH, Kreiswegewart Andreas Heise, Birgit Keller, Adolf Dörpmund vom Harzklubzweigverein Ellrich, André Richter vom Naturpark Südharz

Gerade plätschert noch ein wenig das Wasser, doch an vielen Stellen sind die Steine des Flussbetts trocken. Denn die Wieda verschwindet immer mal wieder im Untergrund - eines der vielen Phänomene in der Südharzer Karstlandschaft. Über diese Wiedabrücke führt der Kaiserweg, der sich über rund 100 Kilometer über den Harz erstreckt - von Bad Harzburg bis nach Sangerhausen.

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"Wir haben diesen Ort hier nicht zufällig oder beliebig gewählt, denn das Naturerlebnis am Kaiserweg zeigt sich hier besonders schön", so Dr. Klaus George. Denn um das Natur erleben dreht sich ein neues Faltblatt, das der Regionalverband Harz (RVH) jetzt gemeinsam mit dem Naturpark Südharz veröffentlicht hat - eine Sonderausgabe zum Deutschen Wandertag im August.

Deshalb wolle man auch den Kaiserweg genauer vorstellen, denn der beginne eben im Veranstaltungsort des Wandertages, in Bad Harzburg, wo rund 30.000 Wanderer erwartet werden. Auch die Region Nordhausen wird sich dort präsentieren. "Wir wollen den Gästen Anregungen geben, wo man noch im Harz wandern kann - denn sie sollen ja wiederkommen", so Dr. George. Die Idee zum Kaiserweg entstand auch bei einem Wandertag, nämlich 1996 in Wernigerode. Wanderwege sollten die Geschichte der Harzregion vermitteln. Entstanden sind so die Wege deutscher Kaiser und Könige, ein Netz von insgesamt 550 Kilometer im Harz.

Eine der vielen geschichtsträchtigen Burgen im Harz stand einst in Bad Harzburg - die Harzburg, erbaut von Heinrich IV. der einst nach Canossa ging, woran noch heute die Canossasäule erinnert. Von dort aus führt der Weg einmal über den Harz nach Walkenried und dann über Ellrich nach Thüringen hinein, er verbindet Naturparke Südharz und Kyffhäuser und geht weiter über Tilleda nach Sangerhausen.

Zwischen Stiege und Nordhausen hat der Naturpark Südharz den Weg jetzt überarbeitet, die Beschilderung ausgebessert und neue Infotafeln angebracht wie beispielsweise nahe der Burgruine Hohnstein in Neustadt. Etwa die Hälfte des Kaiserwegs verläuft durch Thüringen. "Der Gang nach Canossa führt natürlich nicht durch den Landkreis Nordhausen, dafür aber ein schöner Wanderweg, der viele interessante Ein- und Ausblicke eröffnet", so Birgit Keller.

"Der Deutsche Wandertag im Sommer, bei dem auch Wanderungen in unserer Region angeboten werden, wird den Harz als Wandergebiet noch einmal breit bundesweit bewerben, weshalb es uns auch wichtig ist uns dort zu präsentieren." Die Vorbereitungen zum Wandertag laufen längst überall im Harz. "Wir nehmen zurzeit beispielsweise die GPS-Daten aller Schilder an Wanderwegen digital auf", sagt Adolf Dörpmund vom Harzklubzweigverein Ellrich, der allein für 160 Kilometer verantwortlich ist. Keine Frage, ohne Ehrenamt wäre es nicht leistbar, das Wanderwegenetz im Harz aufrecht zu erhalten, sind sich Dr. George und Birgit Keller einig.
Autor: red

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