Fr, 06:45 Uhr
09.05.2014
Jubel nach Nervenkrimi
Eines hatten sich die Tischtennisspieler vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Bleicherode beim Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin ganz fest vorgenommen: Wir wollen nicht Letzter werden. Nach zwei anstrengenden Wettkampftagen sicherten sich die Schützlinge von Betreuer Marcus Kellner den 15. Platz. Und noch etwas sollte sich erfüllen...
Nach der guten Vorstellung und der Niederlage in der Vorrunde gegen die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt am Main, sagte Kellner: Ihr habt uns so eine herbe Klatsche zugefügt. Jetzt wollen wir auch sehen, dass ihr gewinnt. Und das taten die Hessen auch, sie holten sich die Goldmedaille.
Im Nachhinein wäre sicherlich noch eine bessere Platzierung möglich gewesen. Ja, wenn nicht immer wieder in den entscheidenden Situationen das Nervenflattern begonnen hätte und so wichtige Punkte verschenkt wurden. Nach den drei Auftaktniederlagen in der Gruppenphase trafen die Bleicheröder am Donnerstagvormittag in der Qualifikationsrunde um die Plätze neun bis 16 auf das Albert-Schweitzer-Gymnasium Crailsheim (Baden-Württemberg) im Horst-Kober-Sportzentrum.
Im ersten Doppel mit Lars Engelert und Lennart Czosnyka bahnte sich eine Überraschung an. Die beiden gewannen den ersten Satz (13:11), gaben den zweiten mit 7:11 ab und holten wieder den dritten mit 11:8. Eigentlich hatten die beiden ihre Gegner im vierten Satz fest im Griff, führten sogar mit 7:2. In dieser Phase hätten die beiden eigentlich den Sack nur zubinden müssen. Sie taten es nicht. Durch individuelle Fehler gaben die beiden den Satz noch aus der Hand - 9:11. Der fünfte war an Spannung kaum zu überbieten. Der Gegner führte schon mit 10:7, die beiden Thüringer kämpften sich noch einmal heran, allerdings vergeblich. Satz verloren und auch die Partie. Das zweite Doppel gab sich glatt mit 0:3 geschlagen.
In ihren Einzeln hatten Dylan Ehrhardt und Lennart gute Möglichkeiten für mehr als einen Satzgewinn. Sie verloren ihre Partien ebenso wie Elias Naumann. Die Baden-Württemberger setzten sich klar mit 5:0 durch. Ab der Qualifikationsrunde wurde nur so lange gespielt, bis eine Mannschaft fünf Spiele gewonnen hatte. Da die Bleicheröder die Partie verloren, rutschten sie in die Qualifikationsrunde für die Plätze 13 bis 16. Ihr Gegner war nun das GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg.
In diesen Spielen war Spannung garantiert. Selbst Kellner war die Anspannung anzumerken. Für das erste Achtungszeichen sorgten Lars und Lennart im ersten Doppel, sie gewannen klar mit 3:0. Im zweiten ging der Punktgewinn an Sachsen-Anhalt. In den Einzeln mussten sich Elias (0:3), Dylan (1:3) und Lars (0:3) geschlagen geben. Lennart gewann mit 3:0. Für die meiste Spannung sorgten zwei andere – Justin Haustein und Felix Köhn. Justin erwischte keinen guten Start, er lag bereits nach zwei Sätzen mit 0:2 zurück.
Was dann passierte, das war ganz stark und kämpferisch einfach klasse. Justin drehte die Partie zu seinen Gunsten und behielt in der Zitterpartie die Nerven. Nach dem gewonnen fünften Satz machte selbst Kellner Freudensprünge. Und die gleich noch einmal, als nämlich Felix nach fünf hart umkämpften Sätzen die Platte ebenfalls als Sieger verließ. Somit stand es nun 4:4. Das letzte Doppel mit Dylan und Ludwig Meyer musste die Entscheidung bringen. Die ersten beiden Sätze holte Sachsen-Anhalt. Die Thüringer kämpften und verkürzten zum 1:2. Der vierte Satz bot Spannung pur, er war ausgeglichen bis zum Schluss, aber mit dem besseren Ende für Sachsen-Anhalt, die mit 11:9 gewannen und sich den fünften Zähler holten.
Trotz der Niederlage zollte Kellner seinen Jungs viel Respekt und Lob für die gebotene Leistung. Im Spiel um Platz 15 traf sein Team dann auf das Peter-Breuer-Gymnasium Zwickau. Und auch in dieser abschließenden Partie ging es nicht ohne Spannung. Die Bleicheröder setzten sich knapp mit 5:4 durch und sicherten sich dadurch den 15. Platz. Für die Tischtennisspieler ist das Bundesfinale beendet. Für Freitag ist noch eine Schifffahrt auf der Spree geplant und natürlich am Abend die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle.
Sandra Arm
Friedrich-Schiller-Gymnasium Bleicherode: Elias Naumann, Lars Englert, Dylan Ehrhardt, Ludwig Meyer, Felix Köhn, Lennart Czosnyka, Justin Haustein – Betreuer: Marcus Kellner
Autor: redNach der guten Vorstellung und der Niederlage in der Vorrunde gegen die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt am Main, sagte Kellner: Ihr habt uns so eine herbe Klatsche zugefügt. Jetzt wollen wir auch sehen, dass ihr gewinnt. Und das taten die Hessen auch, sie holten sich die Goldmedaille.
Im Nachhinein wäre sicherlich noch eine bessere Platzierung möglich gewesen. Ja, wenn nicht immer wieder in den entscheidenden Situationen das Nervenflattern begonnen hätte und so wichtige Punkte verschenkt wurden. Nach den drei Auftaktniederlagen in der Gruppenphase trafen die Bleicheröder am Donnerstagvormittag in der Qualifikationsrunde um die Plätze neun bis 16 auf das Albert-Schweitzer-Gymnasium Crailsheim (Baden-Württemberg) im Horst-Kober-Sportzentrum.
Im ersten Doppel mit Lars Engelert und Lennart Czosnyka bahnte sich eine Überraschung an. Die beiden gewannen den ersten Satz (13:11), gaben den zweiten mit 7:11 ab und holten wieder den dritten mit 11:8. Eigentlich hatten die beiden ihre Gegner im vierten Satz fest im Griff, führten sogar mit 7:2. In dieser Phase hätten die beiden eigentlich den Sack nur zubinden müssen. Sie taten es nicht. Durch individuelle Fehler gaben die beiden den Satz noch aus der Hand - 9:11. Der fünfte war an Spannung kaum zu überbieten. Der Gegner führte schon mit 10:7, die beiden Thüringer kämpften sich noch einmal heran, allerdings vergeblich. Satz verloren und auch die Partie. Das zweite Doppel gab sich glatt mit 0:3 geschlagen.
In ihren Einzeln hatten Dylan Ehrhardt und Lennart gute Möglichkeiten für mehr als einen Satzgewinn. Sie verloren ihre Partien ebenso wie Elias Naumann. Die Baden-Württemberger setzten sich klar mit 5:0 durch. Ab der Qualifikationsrunde wurde nur so lange gespielt, bis eine Mannschaft fünf Spiele gewonnen hatte. Da die Bleicheröder die Partie verloren, rutschten sie in die Qualifikationsrunde für die Plätze 13 bis 16. Ihr Gegner war nun das GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg.
In diesen Spielen war Spannung garantiert. Selbst Kellner war die Anspannung anzumerken. Für das erste Achtungszeichen sorgten Lars und Lennart im ersten Doppel, sie gewannen klar mit 3:0. Im zweiten ging der Punktgewinn an Sachsen-Anhalt. In den Einzeln mussten sich Elias (0:3), Dylan (1:3) und Lars (0:3) geschlagen geben. Lennart gewann mit 3:0. Für die meiste Spannung sorgten zwei andere – Justin Haustein und Felix Köhn. Justin erwischte keinen guten Start, er lag bereits nach zwei Sätzen mit 0:2 zurück.
Was dann passierte, das war ganz stark und kämpferisch einfach klasse. Justin drehte die Partie zu seinen Gunsten und behielt in der Zitterpartie die Nerven. Nach dem gewonnen fünften Satz machte selbst Kellner Freudensprünge. Und die gleich noch einmal, als nämlich Felix nach fünf hart umkämpften Sätzen die Platte ebenfalls als Sieger verließ. Somit stand es nun 4:4. Das letzte Doppel mit Dylan und Ludwig Meyer musste die Entscheidung bringen. Die ersten beiden Sätze holte Sachsen-Anhalt. Die Thüringer kämpften und verkürzten zum 1:2. Der vierte Satz bot Spannung pur, er war ausgeglichen bis zum Schluss, aber mit dem besseren Ende für Sachsen-Anhalt, die mit 11:9 gewannen und sich den fünften Zähler holten.
Trotz der Niederlage zollte Kellner seinen Jungs viel Respekt und Lob für die gebotene Leistung. Im Spiel um Platz 15 traf sein Team dann auf das Peter-Breuer-Gymnasium Zwickau. Und auch in dieser abschließenden Partie ging es nicht ohne Spannung. Die Bleicheröder setzten sich knapp mit 5:4 durch und sicherten sich dadurch den 15. Platz. Für die Tischtennisspieler ist das Bundesfinale beendet. Für Freitag ist noch eine Schifffahrt auf der Spree geplant und natürlich am Abend die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle.
Sandra Arm
Friedrich-Schiller-Gymnasium Bleicherode: Elias Naumann, Lars Englert, Dylan Ehrhardt, Ludwig Meyer, Felix Köhn, Lennart Czosnyka, Justin Haustein – Betreuer: Marcus Kellner





















