Di, 11:49 Uhr
06.05.2014
Ein Herz für die Wirtschaft?
Im Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 werden die Thüringer Kreistage, die Stadträte der kreisfreien Städte sowie die Stadt- und Gemeinderäte der kreisangehörigen Gemeinden neu besetzt. Sind die aber auch wirtschaftsfreundlich...
Die zukünftigen Kommunalpolitiker stehen in den nächsten fünf Jahren vor großen Herausforderungen, denn die Legislaturperiode bis 2019 fällt mit rückläufigen EU- Fördermitteln zusammen.
Wenn die Zuwendungen aus Brüssel ausbleiben, könnte auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen sinken. Dann müssen neue Strategien auf Landes- und Kommunalebene in Angriff genommen werden, umschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die Situation in den kommenden Jahren. Internationale und nationale Investoren siedeln sich vornehmlich an solchen Standorten an, die sich durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen hervorheben, so der IHK-Chef weiter.
Das Verhalten der öffentlichen Verwaltungen gegenüber Investoren und ansässigen Betrieben habe dabei einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den langfristigen Erfolg einer Region. In jüngster Vergangenheit ist das in Mittelthüringen gut gelungen. Dort kam es zu Struktur bestimmenden Großansiedlungen im industriellen- und im Logistikbereich. Vor allem jene Kommunen und Kreise punkteten, die sich in den vergangenen Jahren unserer Initiative ‚Wirtschaftsfreundliche Verwaltung Mittelthüringen‘ angeschlossen haben, blickt Grusser zurück.
Deshalb fordert der Hauptgeschäftsführer die Mitglieder der zukünftigen Gremien auf, konsequent dafür einzutreten, dass sich ihre Kreise, Städte und Gemeinden das wirtschaftsfreundliche Verwaltungshandeln noch stärker als bisher zu eigen machen. Das bedeute auch, in der Infrastruktur noch intensiver mit den Nachbarkommunen zu kooperieren, um gezielt alle Möglichkeiten zum Erhalt vorhandener und zur Gewinnung neuer Arbeitsplätze zu nutzen.
Es gilt, alle Standort- und Imagefaktoren gekonnt weiterzuentwickeln, um dadurch beste Wachstums- und Entwicklungschancen für die Thüringer Regionen zu sichern. Es ist vielfach bewiesen, dass wirtschaftsfreundliche Kommunen über einen klaren Wettbewerbsvorteil verfügen, argumentiert Grusser.
Dieses Bekenntnis sollte auch nach außen sichtbar gemacht werden, zum Beispiel durch die Zertifizierung mit dem RAL-Gütezeichen Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung. Dafür wären 14 bundeseinheitliche Güte- und Prüfkriterien, wie etwa die Zahlung von Rechnungen innerhalb von 15 Arbeitstagen, die Bearbeitung von Eingaben und Beschwerden in nur drei Arbeitstagen oder die Entscheidung über gewerbliche Bauvorhaben nach maximal 40 Arbeitstagen zu erfüllen.
Autor: redDie zukünftigen Kommunalpolitiker stehen in den nächsten fünf Jahren vor großen Herausforderungen, denn die Legislaturperiode bis 2019 fällt mit rückläufigen EU- Fördermitteln zusammen.
Wenn die Zuwendungen aus Brüssel ausbleiben, könnte auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen sinken. Dann müssen neue Strategien auf Landes- und Kommunalebene in Angriff genommen werden, umschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die Situation in den kommenden Jahren. Internationale und nationale Investoren siedeln sich vornehmlich an solchen Standorten an, die sich durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen hervorheben, so der IHK-Chef weiter.
Das Verhalten der öffentlichen Verwaltungen gegenüber Investoren und ansässigen Betrieben habe dabei einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den langfristigen Erfolg einer Region. In jüngster Vergangenheit ist das in Mittelthüringen gut gelungen. Dort kam es zu Struktur bestimmenden Großansiedlungen im industriellen- und im Logistikbereich. Vor allem jene Kommunen und Kreise punkteten, die sich in den vergangenen Jahren unserer Initiative ‚Wirtschaftsfreundliche Verwaltung Mittelthüringen‘ angeschlossen haben, blickt Grusser zurück.
Deshalb fordert der Hauptgeschäftsführer die Mitglieder der zukünftigen Gremien auf, konsequent dafür einzutreten, dass sich ihre Kreise, Städte und Gemeinden das wirtschaftsfreundliche Verwaltungshandeln noch stärker als bisher zu eigen machen. Das bedeute auch, in der Infrastruktur noch intensiver mit den Nachbarkommunen zu kooperieren, um gezielt alle Möglichkeiten zum Erhalt vorhandener und zur Gewinnung neuer Arbeitsplätze zu nutzen.
Es gilt, alle Standort- und Imagefaktoren gekonnt weiterzuentwickeln, um dadurch beste Wachstums- und Entwicklungschancen für die Thüringer Regionen zu sichern. Es ist vielfach bewiesen, dass wirtschaftsfreundliche Kommunen über einen klaren Wettbewerbsvorteil verfügen, argumentiert Grusser.
Dieses Bekenntnis sollte auch nach außen sichtbar gemacht werden, zum Beispiel durch die Zertifizierung mit dem RAL-Gütezeichen Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung. Dafür wären 14 bundeseinheitliche Güte- und Prüfkriterien, wie etwa die Zahlung von Rechnungen innerhalb von 15 Arbeitstagen, die Bearbeitung von Eingaben und Beschwerden in nur drei Arbeitstagen oder die Entscheidung über gewerbliche Bauvorhaben nach maximal 40 Arbeitstagen zu erfüllen.

