Mo, 13:07 Uhr
05.05.2014
Radball-Duo scheitert am eigenen Druck
Zu Hause spielen zu können muss nicht unbedingt ein Vorteil sein. Man will es vor den heimischen Fans natürlich besonders gut machen, scheitert dann aber an dem selbst auferlegten Druck. Diese bittere Erfahrung musste am Sonnabend das Ilfelder Radballduo Paul Fiebig/Max Teichmann machen, berichtet Uwe Tittel...
Nach dem grandiosen Sieg im Viertelfinalturnier zur Deutschen Schülermeisterschaft U15 im bayerischen Stein scheiterten sie im Halbfinale in der heimischen Schulsporthalle deutlich, landeten mit nur einem Unentschieden aus fünf Spielen auf dem letzten Platz. Sie haben prominente Vorgänger im eigenen Verein. Den achtfachen Landesmeistern Toni Krause/Tom Heinemann ging es vor fünf Jahren ähnlich. Sie hatten in Großkoschen das Viertelfinale der U17 klar gewonnen und sich damit für das Halbfinale den Heimvorteil erkämpft.
Zum dritten Mal standen sie da schon in einem Halbfinale und wollten endlich ins Finale. Doch der eigene Druck ließ sie verkrampfen und sie fanden nicht zur gewohnten Leistung. Nun waren beide, inzwischen gestandene Ligaspieler, zugegen, wie es ihren Nachfolgern ebenso erging.
Richtung weisend sollte für Paul und Max bereits das erste Spiel werden. Im Thüringenderby unterlagen sie den bei der Landesmeisterschaft auf Platz Drei verwiesenen Ehrenbergern mit 3:5. Eigentlich war man den Blau-Gelben spielerisch ebenbürtig, hatte sogar leichte Chancenvorteile.
Doch Querpässe vor dem eigenen Tor sind tödlich. Zweimal unterlief Max vor dem Pause ein solcher Fauxpas – 0:2. Diesem Rückstand lief das Ilfelder Duo in der Folge vergeblich hinterher. Zwar gelang Paul nach dem Seitenwechsel schnell der Anschluss, eine Nachlässigkeit nutzten die Ehrenberger aber sofort zum 3:1. Auch dies eine Schwäche der Ilfelder an diesem Tage. Nach eigenen Treffern handelten sie sich zu oft sofort wieder Gegentore ein. Dadurch fand man nie zu Ruhe und Sicherheit.
Was sich vor allem auch in vielen ausgelassenen Chancen niederschlug. Die völlig unnötige 0:1-Niederlage gegen Gärtringen war dafür das beste Beispiel. Die Baden-Württemberger nutzten eine einzige Halbchance zur Führung, Ilfeld dagegen vergab gleich mehrere Hundertprozentige. Auch gegen Weil im Schönbuch lag man schon wieder mit 1:3 in Rückstand, konnte durch tollen Kampfgeist in letzter Sekunde noch zum 3:3 ausgleichen. Die Verunsicherung aber war unübersehbar. Auch da blieben viele klare Chancen ungenutzt.
Damit war der Traum von der Finalteilnahme schon ausgeträumt. Eine kämpferisch starke Leistung auch noch gegen Mühlenbeck. Aber wie in den Spielen zuvor fehlte die Lockerheit, vor dem Tor auch oft der Mut, mal richtig einen abzuziehen. Besonders deutlich wurde das immer wieder bei Chancen vom Vier-Meter-Punkt. Da gelang dem sonst so coolen Paul an diesem Tag praktisch gar nichts. Und so lief man gegen die Brandenburger auch wieder vergeblich einem frühen Rückstand hinterher. Einzig ohne reelle Chance auf einen Sieg waren Paul und Max dann im letzten Spiel gegen Gifhorn.
Der niedersächsische Landesmeister war die mit Abstand stärkste Mannschaft, sowohl spielerisch wie athletisch und holte sich so überlegen wie verdient den Halbfinalsieg. Gegen Ilfeld hieß es am Ende 9:0. Etwas zu hoch zwar, aber Ilfeld ließ auch da wieder einige sehr gute Gelegenheiten aus.
Natürlich waren Paul Fiebig und Max Teichmann enttäuscht, gab es auch etwas feuchte Augen. Dennoch war ihre erste gemeinsame Saison eine sehr gute. Den Ärger über den Rückschlag auf heimischen Parkett werden sie überwinden und aus ihren Fehlern ganz sicher lernen.
Thüringen wird übrigens doch im Finalturnier zu Deutschen Meisterschaft vertreten sein. Ehrenberg hat es als guter Dritter von Ilfeld zwar wie Fiebig/Teichmann auch nicht geschafft, dafür hat Landesmeister Langenwolschendorf sein Halbfinalturnier im hessischen Ginsheim ungeschlagen gewonnen. Dazu herzlichen Glückwunsch!
Uwe Tittel
Die Ergebnisse von Ilfeld
Autor: redNach dem grandiosen Sieg im Viertelfinalturnier zur Deutschen Schülermeisterschaft U15 im bayerischen Stein scheiterten sie im Halbfinale in der heimischen Schulsporthalle deutlich, landeten mit nur einem Unentschieden aus fünf Spielen auf dem letzten Platz. Sie haben prominente Vorgänger im eigenen Verein. Den achtfachen Landesmeistern Toni Krause/Tom Heinemann ging es vor fünf Jahren ähnlich. Sie hatten in Großkoschen das Viertelfinale der U17 klar gewonnen und sich damit für das Halbfinale den Heimvorteil erkämpft.
Zum dritten Mal standen sie da schon in einem Halbfinale und wollten endlich ins Finale. Doch der eigene Druck ließ sie verkrampfen und sie fanden nicht zur gewohnten Leistung. Nun waren beide, inzwischen gestandene Ligaspieler, zugegen, wie es ihren Nachfolgern ebenso erging.
Richtung weisend sollte für Paul und Max bereits das erste Spiel werden. Im Thüringenderby unterlagen sie den bei der Landesmeisterschaft auf Platz Drei verwiesenen Ehrenbergern mit 3:5. Eigentlich war man den Blau-Gelben spielerisch ebenbürtig, hatte sogar leichte Chancenvorteile.
Doch Querpässe vor dem eigenen Tor sind tödlich. Zweimal unterlief Max vor dem Pause ein solcher Fauxpas – 0:2. Diesem Rückstand lief das Ilfelder Duo in der Folge vergeblich hinterher. Zwar gelang Paul nach dem Seitenwechsel schnell der Anschluss, eine Nachlässigkeit nutzten die Ehrenberger aber sofort zum 3:1. Auch dies eine Schwäche der Ilfelder an diesem Tage. Nach eigenen Treffern handelten sie sich zu oft sofort wieder Gegentore ein. Dadurch fand man nie zu Ruhe und Sicherheit.
Was sich vor allem auch in vielen ausgelassenen Chancen niederschlug. Die völlig unnötige 0:1-Niederlage gegen Gärtringen war dafür das beste Beispiel. Die Baden-Württemberger nutzten eine einzige Halbchance zur Führung, Ilfeld dagegen vergab gleich mehrere Hundertprozentige. Auch gegen Weil im Schönbuch lag man schon wieder mit 1:3 in Rückstand, konnte durch tollen Kampfgeist in letzter Sekunde noch zum 3:3 ausgleichen. Die Verunsicherung aber war unübersehbar. Auch da blieben viele klare Chancen ungenutzt.
Damit war der Traum von der Finalteilnahme schon ausgeträumt. Eine kämpferisch starke Leistung auch noch gegen Mühlenbeck. Aber wie in den Spielen zuvor fehlte die Lockerheit, vor dem Tor auch oft der Mut, mal richtig einen abzuziehen. Besonders deutlich wurde das immer wieder bei Chancen vom Vier-Meter-Punkt. Da gelang dem sonst so coolen Paul an diesem Tag praktisch gar nichts. Und so lief man gegen die Brandenburger auch wieder vergeblich einem frühen Rückstand hinterher. Einzig ohne reelle Chance auf einen Sieg waren Paul und Max dann im letzten Spiel gegen Gifhorn.
Der niedersächsische Landesmeister war die mit Abstand stärkste Mannschaft, sowohl spielerisch wie athletisch und holte sich so überlegen wie verdient den Halbfinalsieg. Gegen Ilfeld hieß es am Ende 9:0. Etwas zu hoch zwar, aber Ilfeld ließ auch da wieder einige sehr gute Gelegenheiten aus.
Natürlich waren Paul Fiebig und Max Teichmann enttäuscht, gab es auch etwas feuchte Augen. Dennoch war ihre erste gemeinsame Saison eine sehr gute. Den Ärger über den Rückschlag auf heimischen Parkett werden sie überwinden und aus ihren Fehlern ganz sicher lernen.
Thüringen wird übrigens doch im Finalturnier zu Deutschen Meisterschaft vertreten sein. Ehrenberg hat es als guter Dritter von Ilfeld zwar wie Fiebig/Teichmann auch nicht geschafft, dafür hat Landesmeister Langenwolschendorf sein Halbfinalturnier im hessischen Ginsheim ungeschlagen gewonnen. Dazu herzlichen Glückwunsch!
Uwe Tittel
Die Ergebnisse von Ilfeld
| Gifhorn – Mühlenbeck | 5:2 |
| Ilfeld – Ehrenberg | 3:5 |
| Weil i.S. – Gärtringen | 4:1 |
| Gifhorn – Ehrenberg | 8:1 |
| Weil i.S. – Mühlenbeck | 0:4 |
| Ilfeld – Gärtringen | 0:1 |
| Ehrenberg – Mühlenbeck | 1:2 |
| Gifhorn – Gärtringen | 8:0 |
| Ilfeld – Weil i.S. | 3:3 |
| Gärtringen – Ehrenberg | 0:4 |
| Ilfeld – Mühlenbeck | 2:4 |
| Gifhorn – Weil i.S. | 7:0 |
| Gärtringen – Mühlenbeck | 1:7 |
| Weil i.S. . Ehrenberg | 1:5 |
| Gifhorn – Ilfeld | 9:0 |
| 1. RSV Löwe Gifhorn | 37: 3 | 15 |
| 2. SV Mühlenbeck | 19: 9 | 12 |
| 3. Blau-Gelb Ehrenberg | 16:14 | 9 |
| 4. RV Weil im Schönbuch III | 8:20 | 4 |
| 5. RV Gärtringen II | 3:23 | 3 |
| 6. SV Ilfeld | 8:22 | 1 |














