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Mo, 10:53 Uhr
21.04.2014

Wieninger: Linke stellt FHN in Frage

Alle Thüringer Hochschulstandorte sollen erhalten werden, heißt es bei der SPD. Nun scheint die Landtagsfraktion der Linken diesen Konsens aufzukündigen und stellt damit Nordhausen als Hochschulstandort in Frage, sagt der Kandidat der SPD Andreas Wieninger...


Bildungsminister Matschie (SPD) wird nicht müde, die Wichtigkeit aller Hochschulstandorte für den Freistaat zu betonen. Mit ihm werde es keine Hochschulschließungen geben, versichert der stellvertretende Ministerpräsident stetig.

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Nun eröffnet ausgerechnet der potentielle Koalitionspartner der SPD, Die LINKE, eine Standortdiskussion und blickt dabei auffällig häufig in Richtung der Fachhochschule Nordhausen. Ein Gutachten, das von der Fraktion der Linken im Thüringer Landtag in Auftrag gegeben wurde, spricht offen vom Verzicht des Versprechens der "Aufrechterhaltung aller Hochschuleinrichtungen".

Ohne sich konkret mit den Erfolgszahlen der Nordhäuser Hochschule zu befassen, stellt das Gutachten der Linken die Nordhäuser Bildungseinrichtung vor die Wahl: Sie solle mit der einen Autostunde entfernten Hochschule Harz fusionieren. Dabei wird natürlich die Integration der Nordhäuser Verwaltung in die Hochschule Harz empfohlen. Andernfalls ginge die ebenfalls in frage gestellte Fachhochschule Gotha an die Uni Erfurt und nicht nach Nordhausen, wo sie eigentlich besser aufgehoben sei.

Die Drohung offenbart sich nach Ansicht der Nordhäuser Sozialdemokraten im Resümee der Schrift: Statt Hochschulstandorte zu erhalten, sollen Studien- und Forschungskapazitäten erhalten werden. Die Nordhäuser Hochschule versäume es, "die Frage nach regionaler Kooperation zu beantworten." Offener kann eine Kampfansage kaum geführt werden. Auffällig ist, dass mit Christian Schaft einer der Autoren des Berichts ausgerechnet auf der Landesliste der LINKEN für ein Mandat im Thüringer Landtag kandidiert.

Andreas Wieninger, Direktkandidat für die Landtagswahl der SPD am Hochschulstandort Nordhausen, reagiert entsprechend mit Unverständnis: „Hier urteilt offensichtlich jemand ohne Kenntnisse. Die FH Nordhausen verfügt über die effektivste Hochschulverwaltung in Thüringen und kooperiert bereits mit über 50 Einrichtungen, darunter auch der Technischen Universität Clausthal. Zugleich wirbt keine Fachhochschule in Thüringen soviel Forschungsmittel pro Professor ein wie die FH Nordhausen. Der Standort Nordhausen gehört daher ausgebaut und nicht infrage gestellt. Mit solchen Forderungen ist die LINKE in Nordhausen unwählbar,“ schließt der SPD-Landtagskandidat.
Autor: red

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Kommentare
Retupmoc
21.04.2014, 12:46 Uhr
...dann werfe den ersten Stein
Ich stelle fest, das es den Parteivertretern ( fast ) aller Parteien nur noch darum geht, den ersten Stein zu werfen und Fehler beim anderen zu suchen. Die SPD hätte lieber mal das Bürgerhaus und die Biogasanlage in Frage stellen sollen. Dann darf man auch über die FH diskutieren, die für meine Begriffe allerdings wirklich überdimensioniert ist.
Bachmann
21.04.2014, 14:14 Uhr
Die Fachhochschule ist ein wichtiger Standortfaktor!
Offensichtlich hat man aus der letzten Landtagswahl als Direktkandidat nichts gelernt, denn sonst würde man eigene Prioritäten setzen.
Pe_rle
21.04.2014, 14:40 Uhr
Linke/SPD
na Klasse,
dann sind es ja schon 2 Parteien die nicht wählbar sind.
Der eine sagt zur FHN nein,
und der andere zur Biogasanlage ja
Man macht es dem Wähler diesmal richtig leicht
Zukunft
21.04.2014, 18:53 Uhr
Wissen
Woher weiß Herr Wieninger das die FH die effektivste Hochschulverwaltung Thüringens hat? Hat er Analysen zu den Hochschulverwaltungen Thüringens erstellt? Wenn ja, dann sollte hier doch mit Fakten argumentiert werden und nicht nur "Schlagworte" verwenden. Oder woher hat er sein Wissen?
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