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Sa, 13:29 Uhr
12.04.2014

Der HIT 2014

Heute fand an der Fachhochschule der jährliche Informationstag für angehende Studierende statt. Von Quadrocoptern bis zu Colibakterien – die nnz hat sich angesehen, womit die FHN die Wissenschaftler der Zukunft nach Nordhausen bringen will…

Ein Studium zu beginnen und vor allem welches ist eine für den weiteren Lebensweg ungemein bedeutungsvolle Entscheidung. Gut beraten sind diejenigen, die sich vorher genau informieren, was sie wo studieren wollen. Die Professoren und Professorinnen der Fachhochschule Nordhausen stehen ihren Studenten in spe deswegen einmal im Jahr Rede und Antwort.

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Was lerne ich? Welche Anforderungen gilt es zu meistern? Wie sind meine Berufsaussichten? Diese und andere Fragen rund um Leben, Lernen und Wohnen in Nordhausen beantwortet der Hochschulinformationstag. Auch wenn die meisten Studenten ihren Weg nach Nordhausen heute über das Internet fänden, so hätte ein solcher Informationstag doch immer noch einige Bedeutung bei der Studienwahl, wie Tina Schneppe, die Pressesprecherin der FH, der nnz erzählte.

Dementsprechend legen sich die einzelnen Fachbereiche denn auch ins Zeug, um die jungen Menschen, die oft mit ihren Eltern im Schlepptau über den Campus streifen, für ihr Fach zu gewinnen.

Zwölf Bachelor- und acht Masterstudiengänge in Betriebswirtschaft, Sozial- und Ingenieurswissenschaften werden Angeboten. Am Institut für Informatik, Automatisierung und Elektronik präsentiert Professor Klaus-Peter Neitzke die „Quadrocopter“ seiner Studenten, landläufig auch als Drohnen bekannt. Neitzke lässt die Miniatur-Fluggeräte elegant durch den Raum sausen und die kleine Kamera sendet bewegte Bilder an einen kleinen Bildschirm neben ihm. „Solche Geräte werden benutzt wenn zum Beispiel Windräder überprüft werden müssen, in der Geographie oder auch in der Landwirtschaft“ erklärt der Professor.

Das Sammelsurium an Quadrocoptern wurde von Studenten entworfen und gebaut. „Wir haben alles da, was wir dafür brauchen. Die Software können wir selber schreiben, die Geräte konstruieren und im Windkanal testen“ erläutert Professor Neitzke.

Wenige Meter weiter, im August-Kramer-Institut, erklärt ein Student den interessierten Zuhörern die Nutzung von Windkanal und Wärmebildkamera. Nebenan riecht es, seltsam deplatziert, wie auf dem Bauernhof: die Räume der Biogasanlage werden von einer engagierten Mitarbeiterin in Schutzbrille und Gummistiefeln gerade gereinigt.

Im Haus 19 warten Vertreter zahlreicher Nordhäuser Vereine und Institutionen auf potentielle Praktikanten und zukünftige Fachkräfte. Etwas versteckt im Keller befinden sich verschiedene Labors, darunter auch das Gentechnik-Labor. Unterm Mikroskop wird gerade „Belebtschlamm“ aus der Nordhäuser Kläranlage begutachtet. Studenten lernen hier, die Mikroskopischen „Indikatororganismen“ zu erkennen, mit deren Hilfe sie später einmal die Reinigungsleistung eines Klärwerks bestimmen können.

Der „Star“ des Gentechniklabors ist jedoch das Bakterium „Escherichia coli“, ein Darmbewohner. Im Labor der Sicherheitsstufe 1 kann DNA extrahiert, untersucht und vermehrt werden. Vier dieser Stufen gibt es, die erste ist die niedrigste. Fenster und Türen sind geschlossen zu halten, Essen, Trinken, Kaugummi kauen oder Make-Up auftragen sind verboten. „Wir konzentrieren uns vor allem auf die Lehre und bringen den Studenten erst einmal bei wie man zum Beispiel die DNA von Bakterien und Pflanzen unterscheidet.“ sagt die Leiterin des Labors, Prof. Uta Breuer und präsentiert mit sichtlichem Stolz die topaktuelle Ausstattung ihres Reiches. Einige der unscheinbaren Gerätschaften können so viel Kosten wie ein Einfamilienhaus.

Das „real-time PCR“ ist so ein Gerät. Der rote Kasten, etwa so groß wie ein mittlerer Röhrenfernseher, befindet sich erst seit zwei Monaten im Besitz des Labors und ist Professorin Breuers ganzer Stolz. „Mit dem PCR können wir nun nicht mehr nur allein Qualitative Aussagen über unsere Bakterienstämme treffen, sondern auch Quantitative Untersuchungen in Echtzeit durchführen“ erklärt sie. Wichtig ist die Technik, die erst in den letzten Jahren aufgekommen ist, für die Forschung im Bereich Biomethananlagen, einem der Steckenpferde der Hochschule.

Doch wer heute erfolgreich sein will, der darf nicht nur im Labor sitzen, der muss auch ins Ausland gehen. „Die Fachhochschule hat zahlreiche Partneruniversitäten in der ganzen Welt“ wirbt Präsident Wagner um die angehenden Studierenden „und vor Ort finden Sie eine moderne, an Ihrem Bedarf ausgerichtete Hochschule auf dem aktuellen Stand der Technik, geführt von Lehrkräften die sich beständig fortbilden“.

Vieles spricht also für die FHN. Wie viele der heutigen Besucher ihr Studium auch tatsächlich in Nordhausen beginnen werde, wird aber erst das kommende Wintersemester zeigen.
Angelo Glashagel
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Der Hochschulinformationstag an der FHN (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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