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Fr, 11:19 Uhr
11.04.2014

80 Jahre

Das älteste Mitglied des Nordhäuser Kreistages feierte in dieser Woche seinen 80. Geburtstag. Heute wurde ihm zu Ehren in den Kapitelsaal des Nordhäuser Doms eingeladen...

Empfang im Dom (Foto: nnz) Empfang im Dom (Foto: nnz)

In der Nähe von Magdeburg geboren, machte er in der Stadt sein Abitur und ging danach zum Studium an die Bergakademie nach Freiberg. Dort studierte er Bergbau und schloss sein Studium mit der Promotion ab.

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Im Jahr 1962 kam er nach Nordhausen, beim VEB Schachtbau übernahm er nach kurzer Zeit den Spezialtiefbau. Dort blieb er bis zu seinem Ruhestand Ende 2002. Sein Fachwissen war damals schon weit über die Grenzen der ehemaligen DDR gefragt und so lernte er auch Thomas Bauer, dem Chef der Bauer-Gruppe kennen.

Im Januar 2003, als er feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde, zog er ein Fazit seines bisherigen Lebens und brachte es auf eine simple Formel: „Ich würde es wieder so machen!“ Was er damit meinte, das brachte er auch klar zum Ausdruck: „Ich würde nicht in den Westen abhauen, ich würde wieder an der Bergakademie Freiberg studieren, ich würde wieder bei Schachtbau und in der Bauer-Gruppe arbeiten und ich würde wieder die gleiche Frau heiraten!“

Jubilar (Foto: nnz) Jubilar (Foto: nnz)

So nebenbei lehrte er an verschiedenen Universitäten, an der "Technischen" in Dresden erhielt er eine Honorarprofessur. Seit 1990 agiert er für die CDU im Kreistag, es wird jetzt seine letzte Legislaturperiode sein. Genug Politik gemacht. Jetzt hat er mehr Zeit für sein Hobby - Radfahren und das herrliche Deutschland erkunden.

Doch heute Vormittag gab es Worte des Dankes, der Anerkennung und der Aufheiterung. Egon Primas erinnert zum Beispiel an die Zeit der Wende, als sich Heinrich Markgraf dafür stark machte, nicht jeden Mitarbeiter der Kreisverwaltung auszutauschen, sondern denen die Chance für einen Neuanfang zu geben, die nichts mit der Stasi gemein hatten. Primas schätzt den 80jährigen heute noch für seine Geradlinigkeit.

Ein weiterer Weggefährte, Dr. Peter Pfeifer, beleuchtete die Schachtbau-Zeit des Heinrich Markgraf und der Geschäftsführer des Südharz Klinikums, Guido Hage, verriet den Gästen und auch dem Geburtstagskind nun endlich dessen Spitznamen im Klinikum: "Jetzt kommt der dritte Gesellschafter" hieß es, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende auf dem Hof vorfuhr.

Zum Wohle, Prof. Markgraf (Foto: nnz) Zum Wohle, Prof. Markgraf (Foto: nnz)

Ich habe oft bei einem Cappuccino mit Heinrich Markgraf zusammengesessen, mal über das Klinikum geredet, mal über die Beteiligungsrichtlinie. Imponiert hat mir die Fähigkeit des 80jährigen, komplizierte Dinge in wenige Sätze zu fassen. Und das waren meist Aussagesätze, ohne Komma. Danke auch für diese Stunden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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